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Ausbildung zum Luftfahrzeugtechniker: Schneller bei Austrian Airlines

 

13. Jun 2014 - 13:51 Uhr


Wirtschaft

Die technische Schule der Austrian Airlines und die Bundesfachschule für Flugtechnik Langenlebarn bündeln im Rahmen einer Kooperation ihr Know How: Hat es bisher nach der Pflichtschule in Summe rund neun Jahre gedauert bis ein Luftfahrzeugtechniker die behördliche Zertifizierung hatte, um ein Flugzeug nach einer Instandhaltungsarbeit für den nächsten Flug freizugeben, ermöglicht diese Kooperation nun bereits eine Zertifizierung nach vier Jahren Fachschule in Langenlebarn plus einem Jahr Praxis, also nach insgesamt fünf Jahren.

Danach sind die Absolventen überall in EU-genehmigten Instandhaltungsbetrieben einsetzbar. Möglich wird dies durch einen abgestimmten Know How Transfer zwischen der Bundesfachschule und der größten österreichischen Fluglinie, Austrian Airlines. So werden die Lehrer von der Bundesfachschule Langenlebarn künftig in der Austrian Technischen Schule weitergebildet.

Kombination aus Theorie und Praxis

Gleichzeitig werden zertifizierte Trainer der Technischen Schule der Austrian Airlines die BFS-Schüler unterrichten und dabei ihre Praxiserfahrung einbringen. Damit kommt es in Zukunft bei der Grundausbildung zum Luftfahrzeugtechniker zu einer abgestimmten Kombination von Theorie und Praxis. Zuvor mussten die Schüler nach Absolvierung der vierjährigen Fachschule noch fünf Jahre Praxis erwerben und einige zusätzliche Kurse machen, um die Zertifizierung durch die Behörde zu erhalten.

Der Schulleiter, Dipl.-Ing. Dr. Franz Koller, erläutert dazu: "Wir freuen uns mit Austrian Airlines einen Partner gefunden zu haben, der seinen hohen Qualitätsstandard in die Ausbildung unserer Schüler einfließen lässt. Damit können wir unseren Schülern eine praxisnahe Ausbildung bieten und sie zu hochqualifizierten Luftfahrzeugtechnikern machen."

"Ich freue mich, dass Austrian Airlines in Zukunft in der Zusammenarbeit mit der Bundesfachschule und der Austro Control einen Beitrag dazu leisten kann, den Absolventen der Schule einen Schulabschluss zu ermöglichen, der in der gesamten EU anerkannt ist," erklärt Michael Delion, Vice President Technical Operations bei Austrian Airlines. "Damit tragen wir zur Stärkung des Industrie-Standortes Österreich bei."

Bei Austrian Airlines sind derzeit rund 400 freigabeberechtigte Luftfahrzeugtechniker sieben Tage die Woche rund um die Uhr im Einsatz. Sie haben eine hohe Verantwortung: Sie müssen alle erforderlichen Arbeiten am Flugzeug durchführen – vom einfachen Radwechsel über die komplexe Fehlersuche bis hin zu umfassenden, mehrwöchigen Überholungen eines Flugzeuges. Erst wenn alle Arbeiten gründlich durchgeführt und überprüft worden sind, wird das Flugzeug für den nächsten Flug freigegeben.

Austrian Technische Schule mit Trainern von Austrian Airlines

Die technische Schule der Austrian Airlines ist eine zertifizierte Part-147 Maintenance Trainings Organisation, in der hochqualifizierte Trainings für Flugzeugtechniker angeboten werden. In der Schule werden theoretischen Grundlagen vermittelt. Gleichzeitig werden praktischen Trainings unter Aufsicht von zertifizierten Trainern direkt an Flugzeugen ausgeführt, damit die Schüler auch gleich den notwendigen Praxisbezug erwerben. Die Schulungen werden von Trainern geleitet, die selbst als freigabeberechtigte Techniker in der Wartung der Austrian Airlines tätig sind.

Bundesfachschule für Flugtechnik nach Part-147

Die Bundesfachschule für Flugtechnik ist eine berufsbildende, mittlere technische Lehranstalt, die als einzige öffentliche Schule im deutschsprachigen Raum, die volle nach Part-147 zugelassene Grundlagenausbildung bietet. Schwerpunkte der Ausbildung sind Wartung, Prüfung und Fertigung von Luftfahrzeugen, Luftfahrtgeräten sowie von flugtechnischen Bodeneinrichtungen.

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