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Airbus regelt Datenzugang von Copernicus über Cloud

 

16. Dez 2017 - 11:59 Uhr


Technik

Airbus wurde von der Europäischen Weltraumorganisation ESA als einer von vier Lieferanten für DIAS (Data and Information Access Services), den Zugangsdienst für Copernicus-Informationen und -Daten, ausgewählt. Mit DIAS werden Endnutzer über eine Cloud-Computing-Architektur einfach auf Daten und Informationen zugreifen können. Dies ermöglicht eine bessere Koordinierung und einen gegenseitigen Austausch auf Ebene der Europäischen Union (EU) und bei Initiativen der Mitgliedstaaten und -regionen. Der Vertrag mit einer Laufzeit von vier Jahren wurde in Brüssel von Josef Aschbacher, ESA-Direktor für Erdbeobachtung, und Mathilde Royer-Germain, Head of Earth Observation, Navigation and Science bei Airbus, im Beisein von Philippe Brunet, Leiter der Generaldirektion Unternehmen und Industrie der Europäischen Kommission, unterzeichnet.

Copernicus, das bislang ehrgeizigste Erdbeobachtungsprogramm, soll präzise, zuverlässige und leicht zugängliche Informationen liefern, die dazu dienen, die Umweltbeobachtung zu verbessern, die Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen und zu mindern und die zivile Sicherheit zu gewährleisten. Das Programm produziert enorme Datenmengen: In nur einem Jahr haben die Sentinel-Satelliten eine Menge an Daten gesammelt, für die der Vorgänger-Umweltsatellit der ESA, Envisat, eine Missionszeit von 50 Jahren benötigt hätte.

Datenberge zugänglich machen

Im Sinne der besseren Datenverbreitung und der notwendigen Vereinfachung haben die Europäische Kommission und die ESA beschlossen, den Nutzern die Fähigkeit zur Erschließung von Copernicus-Daten und -Informationen bereitzustellen, wodurch sich die Übertragung und Speicherung in ihre eigenen Computersysteme erübrigt.

Airbus steht an der Spitze eines Konsortiums von Unternehmen, darunter Orange, Capgemini, CLS und Vito, die ihre Kompetenzen zur Entwicklung und Verwaltung des Systems, das Zugriff auf die Copernicus-Daten ermöglicht, bündeln. Airbus ist verantwortlich für das Management und die Koordination aller Techniklieferanten / technischen Spezialisten sowie für das Engineering und die Integration des Systems. Airbus wird in enger Abstimmung mit zahlreichen weltweiten Akteuren auch nach der Indienststellung für die Leitung, den Betrieb und die weitere Entwicklung von DIAS zuständig sein.

DIAS soll den Datenzugriff für europäische Bürger vereinfachen und die Schaffung neuer, auf Erdbeobachtungsdaten basierender Geschäftsmodelle fördern. Der Erstbetrieb soll in sechs Monaten mit der Demonstration von Infrastrukturfähigkeiten, dem vorläufigen Zugriff auf Datensätze und der anfänglichen Servicebereitstellung anlaufen.

DIAS als Zusammenführung der Daten

DIAS wird zudem alle bestehenden Zugänge zu Sentinel-Produkten im Rahmen eines "One-Stop-Shop" in der Cloud mit In-situ-Daten und Daten von Drittpartei-Missionen zusammenführen. Diese Dienste ermöglichen den einfachen Zugriff auf Copernicus-Daten für EU-Bürger, die Wissenschaftsgemeinde, die Öffentlichkeit und Unternehmern, die diese Daten für die Bereitstellung eigener Copernicus-basierter Services ("Front Offices") verarbeiten wollen.

DIAS wird eine effiziente Datenmanagement-Lösung bieten, die Datenrichtlinien und Nutzerrechte berücksichtigt und dabei eine nahtlose Nutzung der verschiedenen bestehenden Datenkataloge ermöglicht und einen Speicherungsmodus für optimierten Zugriff gewährleistet.

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