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Eurowings hat das Ok zu Stellenausschreibungen

 

21. Dez 2017 - 13:37 Uhr


Wirtschaft

Durchbruch für Eurowings: Die Low-Cost-Fluglinie der Lufthansa Group hat mit ver.di und der Vereinigung Cockpit (VC) kurz vor Weihnachten jeweils einen Tarifvertrag Wachstum für den Flugbetrieb Eurowings Deutschland vereinbart. Damit ist das Wachstum in allen Flugbetrieben der Eurowings kurzfristig sichgestellt, sagt Eurowings Geschäftsführer Jörg Beißel. Crews können sich also ab sofort nicht nur bei Eurowings Europe, sondern auch beim Flugbetrieb Eurowings Deutschland bewerben. Stellen für Kapitäne, Copiloten, Purser und Flugbegleiter sollen laut Beißel ab sofort ausgeschrieben werden.


Beide Wachstumstarifverträge legen fest, dass bei Bewerbern fürs Cockpit die Vorerfahrung bei der tariflichen Eingruppierung berücksichtigt wird. Ein neuer Eurowings Pilot mit 5.000 Flugstunden Flugerfahrung wird zum Beispiel in einer höheren Tarifgruppe eingestuft als ein Pilot mit 3.000 Flugstunden Flugerfahrung. Für Eurowings Personalchef Benedikt Schneider sei enorm wichtig, dass keiner bei null anfange. Ähnliche Wachstumstarifverträge hatte Eurowings für das Kabinenpersonal der Eurowings Deutschland bereits im September mit der Unabhängigen Flugbegleiterorganisation (UFO) und mit ver.di vereinbart.


30 Flugzeuge für Flotte – Einmalzahlung


Durch die Wachstumstarifverträge wird Eurowings an allen deutschen Stationen (u.a. Düsseldorf, München, Stuttgart, Köln) sowie in Österreich und Spanien aufstocken und bis zum Sommerflugplan 2018 ihre Flotte um 30 Flugzeuge der Airbus A320-Familie vergrößern. Eurowings wird auch dem bestehendem Cockpitpersonal neue Perspektiven bieten. Kurzfristig sollen intern 86 Kapitänsstellen für Copiloten der Eurowings ausgeschrieben werden. Außerdem erhält das Bestandspersonal eine Einmalzahlung für 2017, eine Verbesserung bei der Altersversorgung sowie eine Beschäftigungszusage bezüglich Standort und ausgeübter Funktion bis zum 30. Juni 2021.


Eurowings hat zusätzlich alle bestehenden Tarifverträge für das Cockpitpersonal des Flugbetriebs Eurowings Deutschland mit der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di abgeschlossen – in unveränderter Form. Die Vereinbarung umfasst neben dem Tarifvertrag Wachstum folgende Tarifverträge: Vergütungstarifvertrag (VTV), Manteltarifvertrag (MTV), Tarifvertrag Personalvertretung, Tarifvertrag Betriebliche Altersversorgung, Tarifvertrag Wechsel und Förderung sowie der Tarifvertrag Teilzeit. Der Vergütungstarifvertrag wurde dabei bis zum 30. Juni 2021 verlängert. In dieser Zeit gibt es für das Cockpitpersonal substanzielle Tabellenerhöhungen bei der Vergütung. Der Manteltarifvertrag gilt ebenfalls bis Ende Juni 2021.


Einstellungen für Expansionen laufen


In den vergangenen Wochen hat Eurowings bereits mehr als 500 Mitarbeiter eingestellt, darunter zahlreiche Flugbegleiter und Piloten der insolventen airberlin. Aktuell hat Eurowings mehr als 2.000 Stellen an den Standorten Düsseldorf, Köln, Stuttgart, München, Wien, Salzburg und Palma de Mallorca ausgeschrieben. Ehemalige Mitarbeiter der Air Berlin können als Bewerber ein verkürztes Auswahlverfahren durchlaufen. Bei allen Bewerbern wird die Vorerfahrung bei der Vergütung berücksichtigt. Wer bei Eurowings Europe in Deutschland stationiert wird, erhält die gleichen Bedingungen wie bei Eurowings Deutschland. Eurowings hat laut eigenen Angaben auf Infoveranstaltungen ("Recruiting Days") am 19. Dezember mit mehreren hundert Bewerbern auch viele Einstellungszusagen gemacht.


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