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605 Flugzeuge der A320 am Jahresende bestellt

 

31. Dez 2017 - 14:32 Uhr


Wirtschaft

605 Flugzeuge der A320 am Jahresende bestellt

Airbus vermeldet zum Jahresende nochmal einen Sprint bei den Flugzeugbestellungen. Von mehreren Auftgraggebern, darunter Airlines wie auch Flugzeug-Leasinggebern, gab es Aufträge für hunderte Flugzeuge. Besonders heraus sticht dabei eine Einzelbestellung über 430 Flugzeuge der A320-Familie.


Zunächst wurde noch letzte Woche die Einigung mit Pegasus Airlines, dem führenden Low-Cost-Carrier (LCC) in der Türkei bekannt. Die Fluggesellschaft hat eine Bestellung über 25 Flugzeuge der A321neo in der Konfiguration ACF (Airbus Cabin Flex) aufgegeben, dazu stehen schon 18 A321neo und 57 A320neo auf der Liste. Somit bekommt allein Pegasus Airlines insgesamt 100 Airbusse der A320 Familie. Die erste Bestellung 2012 über 100 Flugzeuge war damals schon der größte Kauf in der türkischen Luftfahrt. Ende 2016 kam das erste Flugzeug und es wurden 25 Optionen in feste Bestellungen umgewandelt.


Die A321neo ACF führen Verbesserungen unter anderem auch am Rumpf ein, die es ermöglichen, den Platz in der Kabine besser zu nutzen und mehr Tankkapazität unter dem Gang zu realisieren. Damit erreicht die A321neo eine im Segment unübertroffene Reichweite von 4.000 Nautischen Meilen, tauglich für transatlantische Routen.


Viva Air Group modernisiert Flotte


Einem Memorandum Of Understanding (MOU) von der Le Bourget Paris Airshow im Juni hat die zur Irelandia Aviation gehörende Viva Air, eine LCC aus Lateinamerika, sich mit Airbus über den Kauf von 50 A320 geeinigt. Genauer sollen es 35 Flugzeuge der A320neo und 15 A320ceo sein. Die Flugzeuge werden unter dem Logo der VivaColombia und der Viva Air Peru fliegen und sollen das Netzwerk auf dem südamerikanischen Kontinent weiter ausbauen.


Airbus und VivaColombia kamen 2012 erstmals miteinander ins Geschäft, als die Airline den Flugbetrieb A320 startete. VivaColombia mit Sitz in Medellin, war seither ein reiner Airbus-Betreiber mit elf A320. Viva Air rief kürzlich die Schwester-Airline Viva Air Peru mit Sitz in Lima ins leben. Viva Air Peru fliegt derzeit mit drei A320. Viva Air hat ihren Sitz in Panama und gehört zur Irelandia Aviation. Irelandia hat sechs erfolgreiche LCC auf der ganzen Welt aufgebaut, diese sind Allegiant, Ryanair, Tigerair, VivaAerobus, VivaColombia und auch die Viva Air Peru. Diese betreiben insgesamt 420 Flugzeuge.


Nachschlag für A320neo


AerCap, der große Flugzeugverleaser hat sein Portfolion an Flugezuge der A320neo verstärkt, indem die Holding noch einmal 50 Flugzeuge bestellt hat. Damit wird AerCap insgesamt über 270 Flugzeuge der Familie A320neo verfügen, wenn sie einmal alle ausgeliefert sind.


Ein weiterer Nachschlag an A320 geht nach China. Die CALC (China Aircraft Leasing Group Holdings Limited), hat ebenso weitere 50 A320neo fest bestellt. CALC bietet Airlines weltweit komplette Lösungen für Flugzeuge an. Etwa 200 Flugzeuge mit Einzelgang hag CALC damit bei Airbus im Auftrag.


Marktmehrheit für Airbus A320


Vor zwei Tagen hat Airbus dann nochmal ein milliardenschweres Geschäft bekannt gegeben. An die vier Fluggesellschaften aus dem Hause Indigo Partners sollen wieder 430 neue Flugzeuge ausgeliefert werden. Die Muster der Familie A320neo gehen unter Anderem an die ultra-low-cost Airline Frontier Airlines (USA), JetSMART (Chile), Volaris (Mexico) und Wizz Air (Ungarn). Der Flugzeugkauf folgt dem MOU, das letzten Monat auf der Dubai Air Show abgemacht wurde.


Die 430 Flugzeuge setzen sich zusammen aus 274 A320neo sowie 156 A321neo mit einem Wert von 49,5 Mrd. US-Dollar nach Listenpreisen. Die Aufschlüsselung der Bestellung für die vier Airliens ist wie folgt:


  • Wizz – 72 A320neo, 74 A321neo
  • Frontier – 100 A320neo, 34 A321neo
  • JetSMART – 56 A320neo, 14 A321neo
  • Volaris – 46 A320neo, 34 A321neo

Die Luftfahrtunternehmen der Indigo Partners hatten zuvor schon insgesamt 427 Flugzeuge der Familie A320 bestellt. Die geringen Betriebskosten der Flugzegue A320neo machen dieses neue Flugzeug attraktiv für ultra-low-cost Airlines. Neben Flügelflossen und leichteren Materiealien spielen dabei auch moderne, sparsamere Triebwerke eine Rolle. Die Wahl der Triebwerke stehe allerdings noch nicht fest. Indigo Partners LLC hat seinen Sitz in Phoenix, Arizona, USA. Mit all diesen Bestellungen wächst das Auftragsbuch für A320neo-Flugzeuge laut Airbus auf über 5.800 Maschinen, bestellt seit 2010 von 98 Kunden. Das entspricht einem Marktanteil von 60 Prozent.


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