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Wasserstrahlschneiden vorteilhaft für Feinteile

 

22. Feb 2018 - 12:02 Uhr


Technik

Wasserstrahlschneiden vorteilhaft für Feinteile

Neben der vergleichsweise kurzen Bearbeitungszeit gehören dazu auch der Entfall teilespezifischer Vorrichtungen, die Überflüssigkeit komplexer Verfahrenskombinationen und der geringe Aufwand für die Nachbearbeitung der Werkstücke.


Während für Bleche mit minimal 0,5 mm Dicke das Laserschweißen, Nieten oder Schrauben zum Einsatz kommen, verbindet das Unternehmen feine Metallfolien ab 0,005 mm Dicke durch Kleben oder Kaschieren. Mit der Anschaffung einer Wasserstrahlschneidanlage hat MARTIN seine Fertigungskompetenzen auf dem Gebiet der Trennverfahren für die Blechbearbeitung erneut ausgebaut.


"Unsere jüngste Investition in die Wasserstrahltechnologie sehen wir als perfekte Ergänzung zu unserem CNC-Maschinenpark im Bereich des Laserschneides und der Zerspanung. Etliche Aufträge, die wir bislang spangebend umgesetzt haben, können wir nun schneller und mit weniger Aufwand mit der neuen Wasserstrahlmaschine realisieren", betont Firmenchef Christoph Martin. Der Einsatz der Wasserstrahl-Technologie bietet auf mehreren Ebenen eine Reihe von Vorteilen.


Teile erfahren weniger Stress


Für einige seiner Produkte konnte die Gesamtproduktionszeit sogar drastisch reduziert werden. Darüber hinaus unterliegt das Material beim Wasserstrahlschneiden keinem thermischen und mechanischen Stress. Überdies lassen sich alle Kanten gratfrei ausführen, wobei Christoph Martin in diesem Zusammenhang auch die hohe erzielbare Oberflächenqualität als Pluspunkt nennt: "Wir erreichen mit unserer neuen Wasserstrahlschneidanlage Oberflächen mit sehr niedrigen Rauheitswerten von < Ra 3,2. Das ist ein exzellenter Wert."


Der konkrete Anlass für die Investition in die Wasserstrahl-Technologie ergab sich für Martin im Rahmen einer kundenspezifischen Projektarbeit für die Luftfahrtindustrie. Dabei ging es um die Entwicklung neuer Triebwerks-Bauteile. Das Projekt wurde erfolgreich abgeschlossen und die Serienproduktion ist inzwischen angelaufen. Dabei ergibt sich mit der Maschine noch ein weiterer Vorteil in punkto Personalverfügbarkeit. Es brauche für die Bedienung einer Wasserstrahlschneidanlage keinen Zerspanungstechniker.


Bleche und Folien mit komplexen Geometrien


Martin setzt seine neue Wasserstrahlschneidanlage vorwiegend zur Bearbeitung von Luftfahrttauglichen harten und weichen Metalllegierungen sowie von Composite-Werkstoffen ein. Aus den 2D-Schneidteilen werden dann Baugruppen oder auch komplexe Umformteile. Darüber hinaus können daraus die soliden, paketierten und laminierten Zwischenlagen (Shims) der Produktfamilie M-Tech® entstehen.


Während das Unternehmen diese Zwischenlagen mit minimalen Foliendicken ab 0,005 mm herstellt, fertigt es in seinem Bereich Umformtechnik hochwertige Blechteile und Baugruppen mit sehr komplexen 3D-Geometrien. Dazu nutzt es neben innovativen Fügetechniken eine breite Palette fertigungstechnischer Kernkompetenzen von der Zerspanung über die Lasertechnik bis hin zum Tiefziehen – und jetzt auch das Wasserstrahlschneiden. Auf der Basis dieser technologischen Vielfalt fertigt das Unternehmen beispielsweise gewichtsreduzierte und hochpräzise Umformteile, wie sie bevorzugt in der Luftfahrt-Industrie, in der Medizintechnik, im Automotive-Sektor oder auch im allgemeinen Maschinen- und Anlagenbau benötigt werden.


Formteile und Baugruppen aus Fein- und Dünnblechen realisiert Martin ab Losgröße 1 bis zu Jahresstückzahlen von einer halben Million. Dabei bietet das Unternehmen seinen Kunden eine große Auswahl an Fein- und Dünnblechen aus Stahl und Edelstahl sowie Eisen-, NE- und Leicht- und Buntmetallen sowie Kunststoffen und Composite-Materialien. Seine gesamten Kompetenzen auf dem Gebiet der Umform- und Fügetechnik stellt MARTIN auch für die Fertigung von Vorserien oder im Rahmen von Entwicklungsprojekten zur Verfügung.


Auf den Bildern: Mit der Anschaffung einer neuen Wasserstrahlschneidanlage hat Martin seine Fertigungskompetenzen auf dem Gebiet der Trennverfahren für die Blechbearbeitung erneut ausgebaut. Dabei darf es auch mal ein Gecko sein: Martin setzt seine neue Wasserstrahlschneider vorwiegend zur Bearbeitung von harten und weichen Metalllegierungen sowie von Composite-Werkstoffen ein.


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