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Flugplanung mit Zielzeit senkt Emissionen am Airport

 

01. Aug 2018 - 11:31 Uhr


Zivile Luftfahrt

Flugplanung mit Zielzeit senkt Emissionen am Airport

Die Fluggesellschaften Lufthansa, Lufthansa Cargo und Condor sowie die Deutsche Flugsicherung DFS wollen einen besser planbaren und gleichförmigeren Anflugstrom auf den Flughafen Frankfurt in der Zeit von 05:00 bis 06:00 Uhr morgens erreichen. Dafür sollen die Piloten bereits Stunden vorher eine individuelle Landezielzeit übermittelt bekommen.


Ein erster Probebetrieb hat ergeben, dass sich die Zeit, in welcher sich die anfliegenden Flugzeuge im Nahbereich des Flughafens befinden, um durchschnittlich zehn Prozent reduzieren lässt und Flugstrecken im Horizontalflug unter 8.000 Fuß nahe des Flughafens um circa 20 Prozent verringert werden können. Das führt zu verminderten Emissionen und einer Reduzierung des Fluglärms.


Zielzeit effektiv bei long haul in der Früh


Das Konzept der Zielzeiten ist insbesondere in der Morgenstunde ab 05:00 Uhr anwendbar, da zu dieser Zeit viele Langstreckenflüge aus Asien oder Nordamerika in Frankfurt landen, die zum Teil verfrüht vor 05:00 Uhr in den Nahbereich einfliegen. Mit dem neuen Konzept wird den Piloten die Zielzeit schon mehrere Stunden vor der Landung übermittelt. So können sie diese in der verbleibenden Flugzeit sehr genau einhalten.


Das Projekt nennt sich EMAS Frankfurt (Early Morning Arrival Stream Frankfurt). Während des Probebetriebs, der bereits Anfang des Jahres stattfand, koordinierte die DFS mit den Verkehrszentralen von Lufthansa, Lufthansa Cargo und Condor bereits mehrere Stunden vor der Landung eine Anflugreihenfolge und entsprechende Zielzeiten für die Flugzeuge. Die Piloten realisierten die Zielzeiten bestmöglich. Die Auswertung des Probebetriebs wurde im Vergleich zu entsprechenden Flügen aus dem Winterflugplan 2017/18 vorgenommen.


Das Verfahren soll jetzt im Rahmen des europäischen SESAR-Programms weiter untersucht werden (SESAR Joint Undertaking, Grant Agreement No 734145). Zusätzliche Airlines sollen eingebunden und Planungs- und Koordinationsverfahren automatisiert werden. Ein zweiter Probebetrieb ist in 2019 geplant, um darauf aufbauend einen EMAS-Regelbetrieb für den Flughafen Frankfurt zu etablieren.


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