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Airbus fördert zwei Dutzend Startups im BizLab

 

13. Nov 2018 - 00:00 Uhr


Info und News

Airbus fördert zwei Dutzend Startups im BizLab

Airbus hat 24 neue Startup-Unternehmen für sein BizLab ausgewählt. Die Firmen werden am vierten "Accelerator"-Programm teilnehmen – einer Plattform für die Entwicklung von Technologien und Arbeitsweisen, die bisher nicht für den Luft- und Raumfahrtsektor erschlossen wurden.

Das Airbus BizLab ist eine weltweite Plattform für neue Ideen für die Luft- und Raumfahrt. Startups und "Airbus-Intrapreneure" arbeiten dabei zusammen, um innovative Ideen schneller in wirtschaftliche Erfolge umzusetzen. Seit der Einführung des Programms im Jahr 2015 hat das Airbus Bizlab 50 Startups und 40 interne Projekte angeschoben, die Kapital in Höhe von insgesamt 19,5 Mio. Euro beschafft haben. Dieses Jahr waren Startup-Kandidaten für das Airbus BizLab auch dazu aufgerufen, technische Lösungen für die Ziele der Vereinten Nationen zur nachhaltigen Entwicklung vorzuschlagen.

Europa und Indien mit Innovativen Gründern

Airbus hat im Frühjahr in Madrid (Spanien) den vierten BizLab-Standort nach Toulouse (Frankreich), Hamburg (Deutschland) und Bangalore (Indien) eröffnet. Die ausgewählten Firmen erhalten so an den vier Standorten auch Zugang zu einem einzigartigen weltweiten Netzwerk. Während des sechsmonatigen "Accelerator"-Programms werden die 24 Startups von einem internationalen Team aus Experten verschiedener Fachbereiche unterstützt.

Eigene Mitarbeiter stehen zu ihrem Coaching bereit. Außerdem sind Gelegenheiten zum Networking und gemeinsame Arbeitsbereiche vorgesehen. Die neuen Startups wurden unter 495 Bewerbern aus 64 Ländern ausgewählt. Sie kommen aus zehn verschiedenen Ländern. Eines der Hauptkriterien für die Auswahl waren mögliche Synergien zwischen den Projekten der Firmen und der Innovationsstrategie von Airbus.

Airbus Beschleuniger beim Einstieg ins Big Business

Viele junge Luft- und Raumfahrtunternehmen kämpfen heute damit, ihre innovativen Ideen und Technologien auch kommerziell umzusetzen. Andere haben Schwierigkeiten, Zugang zu Kunden zu finden oder langwierige Zulassungsprozesse durchzustehen. Das Innovationstempo wird dadurch erheblich gebremst. Um diese Hürden zu überwinden, hat das Airbus BizLab ein "Hybridkonzept" entwickelt. Es hilft Startups, die Herausforderungen bei der Zusammenarbeit mit großen Unternehmen besser zu bewältigen. Das Airbus BizLab kann dabei schon einige Erfolgsstorys vorweisen. Zwei Beispiele:

  • UWINLOC, ein Startup aus Toulouse, bietet die weltweit erste vernetzte batterielose Lokalisierungslösung für die Nutzung in Gebäuden. Die Technik ist auf das Tracking großer Mengen von Gütern, Material oder Werkzeugen in der Fertigung und Logistik ausgelegt. In einer Finanzierungsrunde unter Federführung von ELAIA Partners konnte UWINLOC 4,5 Mio. Euro für die Expansion in die USA und nach China sammeln.
  • Neewee und EFLIGHT, zwei frühere BizLab-Teilnehmer aus Bangalore, haben Verträge mit Airbus geschlossen. Neewee verbessert mit hochentwickelter Analytik und künstlicher Intelligenz den Betrieb von Lieferketten für die Fertigung sowie die Beschaffung, während EFLIGHT eine Lösung entwickelt hat, um die Reaktionen von Piloten auf Flugbedingungen zu optimieren.

Diese 24 Startups wurden an den vier BizLab-Standorten ausgewählt:

Campus Toulouse

  • AVE (Frankreich): Entwickelt chimärische Polymere mittels Molecular Grafting.
  • Caddie Engineering (Bulgarien): Neue Luftfiltertechnologie auf Wasserbasis für alle biochemischen und mechanischen Schadstoffe.
  • H24E (Großbritannien): Ultra-Kurzpuls-Laser, der Wasser effizienter in Wasserstoff zerlegt als Elektrolyse.
  • Modularity Grid (Großbritannien): Digitale Plattform, über die Mini-Grid-Betreiber einkommensschwache Gemeinschaften zuverlässig mit erschwinglicher Elektrizität versorgen können.
  • Reynolds (Russland): Moderne Gasturbinengeneratoren für UAV- und eVTOL-Märkte (unbemannte Luftfahrzeuge bzw. senkrecht startende und landende Elektroluftfahrzeuge).
  • Indiego (USA): Überbrückt die Kluft zwischen Einschränkungen der menschlichen Mobilität und der vorhandenen Verkehrsinfrastruktur.

Campus Hamburg

  • Sensifai (Deutschland): Automatische Video-Semantikerkennung für Multimedia-Management im großen Maßstab.
  • Flugilo (Deutschland): Parkassistenzsystem, das die Risiken und Kosten in Verbindung mit dem Bodenbetrieb von Flugzeugen verringern soll.
  • TG0 (Großbritannien): Nutzung eines einzigen Werkstoffs zur Erkennung von Handbewegungen und Aufbau von 3D-Bediensystemen ohne elektronische Sensoren.
  • Dino Robotics (Deutschland): 3D-geführte Anwendungen für den genaueren "Griff in die Kiste" durch Roboter (Bin Picking).
  • Humanising Autonomy (Großbritannien): Kultur- und kontextspezifische Plattform für die optimierte Entscheidungsfindung autonomer Fahrzeuge.
  • Boni Global (Türkei): Adaptive Navigationstechnologie für Sehbehinderte.

Campus Bangalore

  • Flutura (Indien): Datenlösungen für Prozessabweichungen und ungeplante Stillstandzeiten von Schwermaschinen.
  • Trapyz (Indien): Audience-Insights-Plattform für Customer Journey Mapping in der realen Welt.
  • Gnani (Indien): Spezifische KI-Modelle für Unternehmensanwendungen mit Fokus auf Spracherkennung und NLP.
  • Hey Flyer (VAE): Plattform für die Konsolidierung von Flughafeninformationen für Reisende.
  • Scapic (Indien): AR/VR-Plattform für das Kundenerlebnis.
  • AgniKul (Indien): Entwickelt, fertigt, testet und startet Orbitalträgersysteme.
  • Traxof (Indien): Spezifische NLP-Lösung für verbesserte Mensch-Computer-Interaktion.

Campus Madrid

  • Daisho (USA): Sicheres und zentralisiertes Management von IoT-, Mobile- und Cloud-Computing-Anwendungen.
  • Urban Data Eye (Spanien): Gesundheitsdiagnostik öffentlicher Räume im Hinblick auf Sicherheit, Überlastung und Unfälle.
  • RECOGNAI (Spanien): KI-gestützte Analytiklösung für große Textdatensätze und strukturierte Daten.
  • BotsLovers (Spanien): KI- und NLP-gestützte Bots zur Verbesserung des Absatzes, der Markentreue und des Kundendienstes.
  • Unblur (Spanien): Intelligente Plattform für die einfache Kommunikation und den einfachen Informationsaustausch zwischen Ersthelfern bei Notfällen (Emergency First Responders).

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