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NASA-Sonde New Horizons vor nächstem Kontakt

 

31. Dez 2018 - 11:55 Uhr


Raumfahrt

NASA-Sonde New Horizons vor nächstem Kontakt

Gespanntes Warten auf der Reise ins Unbekannte: Die Sonde "New Horizons" steht nur noch wenige Stunden vor einer außerplanmäßigen Begegnung jenseits von Pluto.


New Horizons hatte hauptsächlich das Ziel, den Zwergplaneten Pluto aus nächster Nähe zu erforschen. Nachdem New Horizons 2016 mit den ersten detaillierten Bildern von Pluto faszinierte, flog sie weiter in die Tiefen des Alls – zumindest für unsere irdischen Maßstäbe. Auf der Suche nach potenziellen Begegnungen mit Himmelskörpern, die ungefähr auf der Strecke liegen könnten, haben Forscher die Gegend mit dem Hubble Weltraumteleskop abgesucht und 2014 dabei ein Objekt ausfindig gemacht, dem die Sonde nun nahe begegnet und es dabei untersuchen kann: Ultima Thule.


Blind date in 6,6 Mrd. km Entfernung


Das Objekt aus dem Kuipergürtel könnte laut Beobachtungsdaten aus Sternenbedeckungen ein Doppelobjekt sein, ähnlich wie Komet Tschuri. Noch weiß niemand, was die Sonde dabei genau erwartet. Die Fotos und Messdaten der 2006 gestarteten Sonde New Horizons sollen diese Fragen klären. Viel Zeit bleibt dazu nicht, denn die Sonde wird mit einer relativen Geschwindigkeit von 14,3 Kilometer pro Sekunde an dem Körper vorbeiziehen. Der Abstand wird dabei geringstens 3.500 km betragen. Auch das Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist an der Erforschung beteiligt. Das Messinstument REX soll anhand von Radiowellen die Wärmestrahlung helfen, die Masse von Ultima Thule genauer zu bestimmen.


Das auf wenige Dutzend Kilometer groß geschätzte Objekt umkreist die Sonne einmal in 297 Jahren in über 6,5 Mrd. Kilometern Entfernung. Die naheste Begegnung soll New Horizons am Morgen des 01. Januar 2019 um 06:33 erreichen. Bis alle Daten in höchster Auflösung an die Erde gesendet werden, vergehen indes noch Monate, da sich die Sonde erst wieder mit ihrer Hauptantenne auf die Erde ausrichten muss und von der Erde aus gesehen nun fast genau hinter der Sonne befindet, was den Funkkotakt stört.Auf dem Bild die Flugbahn von New Horizons. Die NASA hatte die Sonde 2006 gestartet. New Horizons besucht nun den Kleinkörper 2014 MU69, der vorläufig Ultima Thule heißt.


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