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Thermoplastik aus dem 3D-Drucker: Fertigung in ISS

 

21. Jan 2019 - 17:14 Uhr


Technik

Thermoplastik aus dem 3D-Drucker: Fertigung in ISS

OHB System hat mit der Europäischen Weltraumorganisation ESA einen Vertrag zur Entwicklung eines 3D-Druckerprototyps geschlossen. Mit diesem Drucker sollen sich große Bauteile aus thermoplastischen Hochleistungskunststoffen fertigen lassen.


Zudem soll dieser die Anforderungen zur Nutzung an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) erfüllen. OHB leitet ein Konsortium mit drei weiteren europäischen Partnern. Es handelt sich hierbei um das deutsche Raumfahrtunternehmen Sonaca Space GmbH, BEEVERYCREATIVE, ein 3D-Druck-Unternehmen aus Portugal, und das Athlone Institute of Technology aus der Republik Irland. Das Projekt nennt sich IMPERIAL


3D-Drucker für Raumstation qualifizieren


Das Ziel des Projektes IMPERIAL ist es, einen voll funktionsfähigen Drucker zu entwickeln, zu fertigen und zu qualifizieren, der unter Verwendung technischer Thermoplasten die Anforderungen für die additive Fertigung an Bord der ISS erfüllt und den 3D-Druck großer Bauteile ermöglicht. Zum Nachweis der Funktionsfähigkeit des Druckers müssen mehrere Funktionsteile ausgewählt, gedruckt und geprüft werden. Mit den gedruckten Teilen soll die Leistungsfähigkeit der Fertigung unter Weltraumbedingungen demonstriert werden. Daraus ergeben sich neue Wartungs- und Lebenserhaltungsstrategien in der astronautischen Raumfahrt.


Der Systemanbieter OHB System AG gehört zum börsennotierten Technologiekonzern OHB SE und hat zwei Standorte in Bremen und Oberpfaffenhofen bei München für Systeme zur Astronautischen Raumfahrt, Luftaufklärung und Prozessleittechnik. Die Abteilung Astronautische Raumfahrt bei der OHB System AG arbeitet seit über drei Jahren intensiv an Lösungen für die Anwendung von 3D-Druckverfahren unter Weltraumbedingungen und gemeinsam mit der ESA an den entsprechenden technologischen Lösungen.


3D-Druck für Stationen im All


Dazu gehört insbesondere die aktuelle Studie URBAN zur Konzeptionierung einer Mondbasis, für deren Aufbau und Betrieb 3D-Druckverfahren zum Einsatz kommen sollen. Ein weiteres Projekt ist das Projekt MELT zum Einsatz der additiven Fertigungstechnologie unter Weltraumbedingungen. Beide Projekte konnten bisher die Vorteile der additiven Fertigung, wie beispielsweise die große Vielfalt an Designmöglichkeiten, nachweisen.


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