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40 Jets Airbus A350-900 und Boeing 787-9 für Lufthansa

 

13. Mär 2019 - 21:24 Uhr


Info und News

40 Jets Airbus A350-900 und Boeing 787-9 für Lufthansa

Lufthasna kauft neue Langstreckenflugzeuge. Die deutsche Airline will mit 20 Boeing 787-9 und 20 weiteren Airbus A350-900 insbesondere vierstrahlige Flugzeuge ersetzen.

Die neuen Airliner für die Langstreckenflotte sollen Airbus und Boeing von Ende 2022 bis 2027 ausliefern. Auf Empfehlung des Vorstands hat der Aufsichtsrat der Lufthansa in seiner heutigen Sitzung den Kauf von insgesamt 40 hochmodernen Flugzeugen für die Airlines der Group beschlossen.

Rabatte für Flugzeuge geheim

Die Bestellung hat ein Investitionsvolumen von 12 Milliarden US-Dollar nach Listenpreisen. Die Lufthansa Group hat, wie bei solchen Bestellungen üblich, eine deutliche Preisreduktion verhandelt. Über den tatsächlichen Kaufpreis haben die Parteien aber Stillschweigen vereinbart. Die Entscheidung, bei welcher Airline und an welchem Flughafen die bestellten Flugzeuge zum Einsatz kommen, wird zu einem späteren Zeitpunkt gefällt.

"Mit dem Ersatz viermotoriger Flugzeuge durch neue zweistrahlige Modelle legen wir langfristig und nachhaltig die Basis für unsere Zukunft. Für unsere Investitionsentscheidung war neben der Wirtschaftlichkeit der A350 und der B787 auch der deutlich geringere CO2-Ausstoß dieser neuen Generation von Langstreckenflugzeugen ausschlaggebend. Unsere Verantwortung für die Umwelt wird als Kriterium für unsere Entscheidungen immer wichtiger" sagt Carsten Spohr, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG.

Die Investition in neue Technologie, Effizienz und Kundenkomfort ist eine Fortsetzung der laufenden Flottenmodernisierung bei den Fluggesellschaften der Gruppe. Die Airlines der Lufthansa Group betreiben heute eine Langstreckenflotte von 199 Flugzeugen (Stand Dezember 2018), darunter zwölf hochmoderne Airbus A350-900. Ab 2020 führt Lufthansa die neue Boeing 777-9 ein.

Neue Generation an Flugzeugen schickt sich an

Mit dem Airbus A350-900, der Boeing 777-9 und der Boeing 787-9 wird die Lufthansa Group die sparsamsten Langstrecken-Flugzeuge ihrer Klasse, bezogen auf den Kerosinverbrauch pro Passagier und Flugstrecke, betreiben. Im Schnitt sollen die neuen Flugzeuge nur noch rund 2,9 Liter Kerosin pro Passagier und 100 Kilometer Flugstrecke verbrauchen. Das sind rund 25 Prozent weniger als bei ihren Vorgängermodellen, was sich gleichermaßen positiv auf die CO2-Bilanz auswirken wird.

Die bestellten Boeing 787-9 und Airbus A350-900 sollen vor allem viermotorige Langstreckenflugzeuge ersetzen. Dies dürften insbesondere die schon älteren Airbus A340 sowie Boeing 747-400 sein. Von dem Jumbo (ohne die modernere 747-8) hat die Lufthansa zur Zeit 13 Flugzeuge im Einsatz. Vom Airbus A340-600 sogar 17 Flugzeuge. Die neue A350 XWB fasst mit knapp 300 Sitzen etwa genau so viele Passagiere wie die A340, auch fliegen beide 12.200 km weit. Doch fliegt die A350 mit einer Startmasse von maximal 268.000 kg genau 100 Tonnen weniger Gewicht mit um die Welt als die A340-600.

Das macht sich natürlich enorm beim Treibstoffverbrauch bemerkbar. Bis zur Mitte des nächsten Jahrzehnts soll also die gesamte Langstreckenflotte modernisiert sein. Allein die dadurch möglichen Treibstoffeinsparungen summieren sich auf 500.000 Tonnen im Jahr. Dies entspricht einer CO2-Einsparung von 1,5 Millionen Tonnen.

Flotte mit sieben Mustern weniger

Mit den neuen, sparsamen Flugzeugen sinken die Betriebskosten gegenüber den Vorgängermodellen um rund 20 Prozent. Daneben wird die Lufthansa Group die Flottenvielfalt und -komplexität in den kommenden Jahren deutlich verringern und bis zur Mitte der nächsten Dekade sieben Flugzeugtypen ausmustern, was Kosten und Komplexität reduziert, unter anderem bei der Wartung und der Ersatzteileversorgung. Nach dem Roll-Over der Langstreckenflugzeuge betreibt die Lufthansa Group eine der modernsten Flotten weltweit. Dies bedeutet auch einen deutlichen Zugewinn an Komfort und Zuverlässigkeit.

Lufthansa verkauft Airbus A380

Darüber hinaus informierte der Vorstand der Lufthansa Group den Aufsichtsrat in seiner heutigen Sitzung über die Veräußerung von sechs der 14 A380 an Airbus. Die Flugzeuge verlassen Lufthansa 2022 und 2023. Auch über diesen Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Ergebnisentwicklung des Konzerns wird durch die Transaktion nicht beeinflusst.

Lufthansa überprüft kontinuierlich die Profitabilität ihres weltweiten Streckennetzes. Daher reduziert die Lufthansa Group aus wirtschaftlichen Gründen die Anzahl ihrer Airbus A380-Flotte von 14 Flugzeugen auf acht. Die nach strategischen Aspekten grundlegend optimierte Struktur der Langstreckenflotte und des Netzwerks gibt dem Unternehmen mehr Flexibilität und erhöht so gleichzeitig die Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit.

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