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Airbus testet klappbare Flügelspitzen im Flug

 

14. Jun 2019 - 02:09 Uhr


Technik

Airbus testet klappbare Flügelspitzen im Flug

Airbus hat ein Flugzeugmodell entwickelt, mit dem sich Klappen an den Flügelspitzen, den Wingtips, testen lassen. Damit werden ganz neue Aerodynamiken umsetzbar.


Damit testen die Ingenieure bei Airbus als erstes solche Klappen an Flügelspitzen im Flug. Das Design hat das Potenzial, die Konstruktion der Flügel zu revolutionieren, so Airbus. Der Flugzeugbauer hat sich dabei das ‘semi-aeroelastische Gelenk’ von der Natur abgeguckt, um den Luftwiderstand und das Gewicht des Flügels zu reduzieren. Derweil werden die Auswirkungen von Turbulenzen und Windböen gemindert.


Das ferngesteuerte Modellflugzeug bei Airbus heißt AlbatrossOne und hat das Konzept im Flug erprobt. Die Entwickler wollen nun mit dem Demonstrator eine Reihe von Tests durchführen, bevor der Demonstrator, der auf dem Airliner A321 basiert, noch weiter vergrößert wird. Zunächst ging es um die Flugstabilität mit gesperrten und entsperrten Flügelspitzen. Als Nächstes folgen Kombinationen dieser beiden Modi, sowie die Erfassung ihrer Übergänge.


Vorbild Flugmeister Albatross


Ganz neu ist das Prinzip im Flugzeugbau nicht. Düsenjäger etwa können die Flügelspitzen umklappen, um auf Flugzeugträgern dichter stehen zu können. In der Natur ist der Küstenvogel Albatross das Vorbild. Dieser kann für den Gleitflug auf langen Strecken seine Flügel an der Schulter arretieren und bei Böen oder zum Manövrieren die Flügel wieder entsperren.


Das Flugmodell AlbatrossOne soll diese Vorteile von frei schwenkbaren Flügespitzen für den Flug entschlüsseln helfen – und das bis zu einem Drittel der Flügellänge. Ein autonomes Anpassen an Turbulenzen an dieser Stelle könnte die Lasten an der Flügelbasis verringern. Und damit könnte auch der Flügelkasten insgesamt leichter ausfallen.


Diese ersten Flugtests von AlbatrossOne wurden im Februar nach einem 20-monatigen Programm abgeschlossen. AlbatrossOne wurde von Ingenieuren bei Airbus in Filton entwickelt. Bei Airbus sprachen sie deshalb vom ersten Filton-Flugzeug seit der Concorde. Das Modellflugzeug besteht aus Kohlefaser- und Glasfaser-verstärktem Kunststoff mit Teilen aus dem 3D-Drucker.


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