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UFO und Lufthansa: Hin und Her im Streik-Streit

 

21. Okt 2019 - 13:21 Uhr


Info und News

UFO und Lufthansa: Hin und Her im Streik-Streit

Im Streit um die Berechtigung der Gewerkschaft UFO, mit der Lufthansa in Tarifverhandlungen zu treten, geht es hin und her. Nach angekündigten und wieder abgesagten Streiks, wurden dennoch an vielen Flughäfen am Wochenende von Angestellten der Kabine die Arbeit niedergelegt.


Die Lufthansa hatte zuletzt in einem Punkt, einer tariflichen Erhöhung auf zwei Prozent, zugestimmt. Daraufhin wollte die Gewerkschaft UFO nicht mehr streiken, doch hat sie weitere Forderungen gestellt, die auch Regelungen für die Angestellten der Konzerntöchter betrafen. Da Lufthansa hier jedoch nicht einlenkte wurde bei den Airlines schließlich zum Arbeitskampf aufgerufen, dem einige, wenn auch nicht alle Angestellten bei UFO, nachkamen. In Folge dessen fielen für Reisende relativ kurzfristig Flüge aus. Die Organisation UFO verlängerte die Streiks am Sonntag dann noch einmal bis 24:00 Uhr.


Streit um mehr als nur Tarife


Lufthansa bezweifelt wiederum die Rechtmäßgkeiten der Maßnahmen, da nach dem Ausscheiden einer ordentlichen Personalie die UFO derzeit gar kein legitimer Verhandlungspartner für Tarifangelegenheiten sei. Hintergrund sind hier zurückgeforderte Gehaltszahlungen von UFO-Funktionären, die zu Unrecht geleistet worden sein sollen. In einer Meldung and die Kabinenmitarbeiter teilten die Arbeitgeber Folgendes mit: "Durch einen rechtswidrigen Streik mitten in den Herbstferien werden Eure Arbeitsplätze gefährdet und unser gemeinsames Unternehmen bewusst geschädigt."


In den betroffenen Betrieben geht es um Gehaltserhöhung, betriebliche Altersvorsorge und Teilzeitregelungen. Teilweise liegen schon Vereinbarungen zu diesen Themen vor, die Umsetzung der Forderungen wäre nach Ansicht von UFO schnell zu machen. "Ein solches Vorgehen lässt leider nicht vermuten, dass es zu einer Einigung hinsichtlich unserer Forderungen kommen kann, sodass wir diesen Schritt als notwendig erachten und insgesamt von einer langen Auseinandersetzung mit massiven Streiks ausgehen müssen", erklärt Flohr nach der Mitteilung die Streikverlängerung.


Die Gewerkschaft forderte mit einer Frist bis Mittwoch zu weiteren Verhandlungen auf. Doch darauf folgte die Absage: Gespräche finden auch zu diesen Forderungen nicht statt. In dem Schreiben heißt es unter anderem: "Diese arbeitgeberseitige Zusage ist eindeutig keine Erfüllung Ihrer Tarifforderung." UFO sah hierin eine bewusste Provokation der UFO durch die Lufthansa, um den für Sonntag geplanten Streiks bei der Muttergesellschaft wieder aufleben zu lassen.


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