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MTU exportiert Duales System für Luftfahrt in Serbien

 

23. Okt 2019 - 20:20 Uhr


Wirtschaft

MTU exportiert Duales System für Luftfahrt in Serbien

Die MTU Aero Engines AG und die Regierung der Republik Serbien haben eine Kooperationserklärung (Memorandum of Cooperation, MoC) über die enge Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Fachkräften unterzeichnet.


Ziel ist es, die besonderen Anforderungen der Luftfahrtindustrie in den Lehrplänen der Berufsschulen zu verankern. Damit wird die Grundlage geschaffen, zukünftig Berufe aus dem Bereich der Luftfahrtindustrie im bewährten dualen System auszubilden.


Serbien strategisch für Luftfahrt ausbauen


Hintergrund dieser verstärkten Zusammenarbeit ist das Vorhaben der MTU, in Serbien einen neuen Standort für die Reparatur von Triebwerksteilen zu errichten. Der Standort wird in Nova Pazova in der Nähe von Belgrad entstehen und soll seinen Betrieb im Laufe des Jahres 2022 aufnehmen. Die dafür neu gegründete serbische Tochtergesellschaft, die MTU Maintenance Serbia d.o.o., hat die ersten Mitarbeiter bereits erfolgreich an Bord genommen. Sie werden den weiteren Aufbau der Belegschaft in den kommenden Monaten intensiv vorantreiben.


Parallel zum Bau des neuen Standorts wird die MTU auch die entsprechenden Fachkräfte ausbilden. Dies erfolgt auf der Grundlage der nun geschlossenen Vereinbarung an örtlichen Berufsschulen sowie durch Trainingsmaßnahmen an den Standorten der MTU in Deutschland."Bis zum Jahr 2027 soll unser Standort in Serbien auf rund 440 Mitarbeiter wachsen – und unser klares Ziel dabei ist, dieses Wachstum aus Serbien heraus zu schaffen", sagt Michael Schreyögg, Programmvorstand der MTU Aero Engines.


2,3 Mio. MTU-Reparaturstunden im Jahr


Die Instandhaltung von zivilen Flugzeugtriebwerken wächst kontinuierlich und ist ein wesentlicher Treiber für den Geschäftserfolg der MTU. Der zusätzliche Standort in Serbien bietet der MTU Flexibilität und stärkt die globale Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens. Die bestehenden Standorte ermöglichen der MTU jährlich rund 1,9 Millionen Reparaturstunden. Der zusätzliche Standort steigert die Kapazität um rund 400.000 Reparaturstunden pro Jahr. "Wir sind überzeugt davon, dass wir in Serbien motivierte Fachkräfte für die Luftfahrtindustrie gewinnen können. Ein gestärktes duales Ausbildungssystem ist entscheidend, um die notwendigen fachlichen Grundlagen für eine Hightech-Branche wie die Luftfahrt sicherzustellen." so Schreyögg.


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