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Starliner vollführt komplette Crew-Rettung

 

05. Nov 2019 - 15:40 Uhr


Raumfahrt

Starliner vollführt komplette Crew-Rettung

Die NASA attestiert dem CST-100 Starliner von Boeing einen weiteren kritischen Meilenstein. Das Notfallsystem hat sich in einem kompletten Szenario bewiesen.


Dabei wurde das Zusammenspiel aller Systeme des Starliners getestet, nicht mehr nur separat. Damit kann die Kapsel, welche die Astronauten aufnimmt, im Falle eines kritischen Alarms vor dem Start die Besatzung sicher vom Startplatz wegbringen und sicher landen. Für Boeing war es der erste Flugtest mit dem Starliner im neuen Commercial Crew Program der NASA, mit dem die US-Raumfahrtagentur ihre Astronauten mit privaten Unternehmen zur Raumstation ISS befördern will. Der Test wurde am Launch Complex 32 der White Sands Missile Range der US-Army in New Mexico durchgeführt.


Starliner: Ein Fallschirm versagt


In dem Test hat die Raumkapsel vier Triebwerke für den Startabbruch, welche gleichzeitig zusätzlich zu den Steuerdüsen fürs All zünden, um das Gefährt schnell vom Startplatz wegzubefördern. Diese Notfalltriebwerke des Starliner brennen fünf Sekunden lang und überlassen die Kontrolle für weitere fünf Sekunden den Steuerdüsen. Der Starliner erreicht dabei eine Höhe von ca. 4.500 Fuß Höhe, bis sich zwei Fallschirme öffnen, und sich danach die Serviceeinheit vom Crew-Modul abtrennt. Laut NASA ist das ausreichend, auch wenn der Starliner eigentlich über drei Fallschirme verfügt. Nach Abtrennung des Hitzeschildes und aufblasen von Airbags sank der Starliner dann auf den Boden.


Der gesamte Testflug dauerte nur etwa 95 Sekunden vom Auslösen des Rettungssignals bis zur Landung der Kapsel. Boeing will ihren ersten unbemannten Flug mit dem Starliner noch dieses Jahr, am 17. Dezember, starten. Dann soll der Starliner auf einer Orbital Flight Test genannten Mission auf einer United Launch Alliance Atlas V-Rakete von Cape Canaveral Air am Space Launch Complex 41 starten.


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