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10 Jahre deutsche Trainees für Luft- und Raumfahrt GTP

 

05. Dez 2019 - 14:59 Uhr


Info und News

10 Jahre deutsche Trainees für Luft- und Raumfahrt GTP

Bei ihrem Jahressymposium "10 Jahre German Trainee Programme – Lift off für Senkrechtstarter", das noch bis heute in Berlin stattfindet, können die Akteure des German Trainee Programme (GTP) auf ein Jahrzehnt erfolgreicher Nachwuchsförderung in der deutschen Raumfahrt zurückblicken. Rund 120 Teilnehmer nehmen an der Jubiläumsveranstaltung im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) teil.


"Im German Trainee Programme erhalten junge Hochschulabsolventen eine fundierte Qualifizierung für eine Karriere im Raumfahrtsektor", erklärt Dr. Walther Pelzer, Vorstand für das Raumfahrtmanagement im Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Ziel des Ausbildungs- und Personalentwicklungsprogramms ist es, den Anteil deutscher Mitarbeiter in internationalen Organisationen und Institutionen zu erhöhen. Die Ausbildung und Qualifizierung der Stipendiaten findet an den ESA-Standorten in den Niederlanden, Italien, Frankreich, Deutschland und Spanien statt. Ab 2020 wird das Programm von deutscher Seite vom DLR Raumfahrtmanagement geleitet, das im Auftrag der Bundesregierung auch das deutsche Engagement in der ESA koordiniert.


Frauen für die Raumfahrt


Das Symposium steht in diesem Jahr im Zeichen eines Resümees der bisherigen Arbeit sowie dem Ausblick auf die Zukunft des Programms. "In den letzten zehn Jahren konnten mehr als 110 GTP-Stipendiaten entsendet werden", so Dr. Walther Pelzer. "Besonders erfreulich ist dabei der für den Raumfahrtsektor mit rund einem Drittel recht hohe Frauenanteil." Für 2020 entsendet das DLR zwölf neue GTP-Stipendiaten entsprechend den Schwerpunkten der deutschen Raumfahrtpolitik. Damit wird Deutschland erstmalig 24 Stipendiaten in einem Jahr an die ESA übergeben. Die Teilnehmer sind während ihrer Ausbildung in interkulturellen Teams tätig und werden dabei von erfahrenen Tutoren und Fachexperten betreut.


Sie arbeiten und forschen während dieser Zeit an nationalen und europäischen Raumfahrtmissionen, entwickeln Schlüsseltechnologien und erschließen neue Anwendungsbereiche. Erdbeobachtung, Satellitenbetrieb, Robotik und bemannte Raumfahrt sind nur einige der möglichen Themenfelder, die sie dabei kennenlernen können. Für die Stipendiaten ist neben den Kenntnissen und Erfahrungen, die sie dabei erlangen, auch die Vernetzung in die verschiedenen Raumfahrtinstitutionen von großer Bedeutung.


GTP Start für Karriere in Raumfahrtindustrie


"Die bisherige Bilanz des GTP kann sich sehen lassen", sagt Dr. Olivia Drescher-Schwenzfeier, Koordinatorin des Programms beim DLR. "So arbeiten über 60 Prozent der ehemaligen Teilnehmer heute im Bereich der Raumfahrtindustrie und -wissenschaft, rund ein Drittel sind inzwischen bei der ESA oder deren Kontraktoren-Firmen tätig." Somit leistet das GTP einerseits einen wichtigen Beitrag zur Wahrnehmung deutscher Interessen in der ESA und unterstützt andererseits die Zukunftsfähigkeit des Raumfahrtstandorts Deutschland.


Höhepunkt der Veranstaltung war die feierliche Übergabe der Urkunden an die zwölf neuen Stipendiaten sowie die Teilnehmer des letzten Jahres durch Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt, Dr. Walther Pelzer, Fernando Maura, ESA- Koordinator für das GTP-Programm und Dr. Olivia Drescher-Schwenzfeier. Zudem fanden am zweiten Veranstaltungstag Gespräche mit ESA-Generaldirektor Prof. Jan Wörner, Dr. Walther Pelzer sowie Vertretern der Raumfahrtindustrie und Wissenschaft statt. Am 05. Dezember stehen außerdem Standortbesuche beim DLR Berlin sowie bei der Astro- und Feinwerktechnik Adlershof GmbH auf dem Plan. An der Veranstaltung teil nahmen auch Thomas Jarzombek, Koordinator der Bundesregierung für die Deutsche Luft- und Raumfahrt (1. Reihe auf dem Bild, 4.v.l.) , Dr. Walther Pelzer, DLR-Vorstand für das Raumfahrtmanagement (1. Reihe, 6.v.l.), Dr. Olivia Drescher-Schwenzfeier, DLR-Koordinatorin des Programms (1. Reihe, 5.v.l.) und Fernando Maura, ESA- Koordinator für das Programm (1. Reihe, 7.v.l.).


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