Aerosieger.de
Das Luftfahrt-MAGAZIN
Sonntag, 20. September 2020, 06:45 Uhr
Facebook

METAR/TAF

Airport Wetter

Flughafenkennung
4-stelliger ICAO-Code:

PRM: Mehr Passagiere mit Behinderung

 

03. Jan 2020 - 19:58 Uhr


Zivile Luftfahrt

PRM: Mehr Passagiere mit Behinderung

Heute wird der "Internationale Tag der Menschen mit Behinderung" begangen. Flughäfen haben diese Menschen besonders im Blick. Die Airports unter dem Dach des Flughafenverbandes ADV ermöglichen mit einem extra PRM-Betreuungsservice (Passengers with Reduced Mobility) die Mobilität und das unkomplizierte Reisen für diese Menschen.


Der von der UNO initiierte, jährlich stattfindende Gedenktag stellt Menschen mit körperlichen, geistigen oder seelischen Einschränkungen in den Blickwinkel. EU-weit sind seit 2006 die Flughäfen in Europa für die Erbringung der Services für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität (PRM) verantwortlich. Die Herausforderung – der Anteil an PRM-Reisenden wächst stark. Erhebungen des Flughafenverbandes ADV zeigen, dass jährlich neue Höchstwerte erreicht werden.


Mehr Freiheit für Behinderte


Im Jahr 2018 wurden 1.981.982 mobilitätseingeschränkte Passagiere an deutschen Flughäfen gezählt: eine Steigerung gegenüber 2017 um 13,3 Prozent. Seit Jahren liefern die Flughäfen einen sehr guten Service ab. Auf 10.000 Reisende gibt es nur eine Beschwerde. Die Zahlen zeigten eine gute Fürsorge und hohe Qualität der behindertengerechten Leistungen an den Flughäfen, so der Dachverband ADV.


"Ich freue mich, dass wir an unseren Flughäfen den Menschen mit eingeschränkter Mobilität einen sehr guten Betreuungsservice anbieten können. Menschen mit einem Handicap dürfen in ihrer Mobilität und Reisefreude nicht benachteiligt werden. Daran halten die Flughäfen auch in Zukunft fest und leisten für diese Menschen ihre Unterstützung", erklärt ADV-Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel.


Novellierung der EU-Verordnung


Derzeit läuft in Brüssel eine Überprüfung der aus 2006 stammenden PRM-Verordnung (EG) Nr. 1107/2006. Der Flughafenverband ADV setzt sich für eine weitere Optimierung des Rechtsrahmens ein. Dabei muss dem Missbrauch von Leistungen Einhalt geboten werden. Es ist dafür Sorge zu tragen, dass der PRM-Service und damit verbundene Ressourcen tatsächlich auch nur dieser Personengruppe zugutekommen. Durch einen kontinuierlichen Austausch zwischen Flughäfen, nationalen Behörden und lokalen Behindertenverbänden wird ein hoher Qualitätsanspruch umgesetzt. "Ein guter Service für Passagiere mit eingeschränkter Mobilität an den Flughäfen ist und bleibt ein Muss", so Beisel abschließend.


Diesen Beitrag empfehlen

(D410-81_139)
Seite erstellt in 0.417702 Sekunden.