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Solar Orbiter in der Raketenspitze

 

05. Feb 2020 - 17:43 Uhr


Raumfahrt

Solar Orbiter in der Raketenspitze

Solar Orbiter, die von Airbus gebaute Raumsonde zur Erforschung unserer Sonne, ist jetzt fertig im Nutzlastmodul des Trägersystems eingesetzt worden und wartet auf seinen Start in Florida.


Die Sonde befindet sich hinter den Fairings, der Kapselspitze auf der Rakete. Der Start von Solar Orbiter in einer Atlas V ist für den 09. Februar geplant. Damit erblickt die Sonde Sonnenlicht erstmals wieder auf ihrer Reise zum Mittelpunkt des Sonnensystems. Die ESA (European Space Agency) will mit dieser Sonde ein Verständnis davon bekommen, wie unsere Sonne die riesigen Plasmablasen um unserer Sonnensystem hervorbringt und damit auch die Planeten beeinflusst.


Näher an der Sonne als Merkur


Der Solar Orbiter hat zehn Instrumente an Bord, um an seinem Standpunkt zu messen, aber auch über Kameras und Spektrographen entfernte Phänomene wie geladene Partikel nahe an der Sonne zu messen. Dennoch soll sich Solar Orbiter, der im Vereinigten Königreich gebaut wurde, alle fünf Monate besonders nahe an unser Zentralgestirn heranbegeben. Die kürzeste Distanz wird Solar Orbiter dabei bis auf 42 Mio. Kilometer an den Gasriesen heranführen, was näher ist al der innerste Planet Merkur. Damit können die ESA-Forscher quasi geostationär manche Bereiche auf der Sonne über mehrere Tage hinweg beobachten. Spannend sind diese Erkenntnisse zur Erforschung von Flares und Sonneneruptionen.


Die Sonde muss dabei Temperaturen von über 500 °C aushalten können. Dabei wird sich die Sonde hinter ihrem Sonnenschild verbergen, der eine besondere Beschichtung, SolarBlack genannt. Manche Geräte benötigen damit sogar wieder eine Heizung, um optimal zu funktionieren. 2012 erhielt Airbus in Stevenage den Auftrag von der ESA für den Solar Orbiter, der auch von den Sonden Soho und Ulysses profitiert. Nach acht Jahren von Planung und Bau der Sonde erhalten Sonnenforscher damit nun ein nie dagewesenes Observatorium für unser Zentralgestirn. Die Mission soll zehn Jahre dauern.


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