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Messflugzeug kalibriert Flughäfen von Hamburg

 

13. Feb 2020 - 13:02 Uhr


Info und News

Messflugzeug kalibriert Flughäfen von Hamburg

Zweimal am Tag wird die Maschine demnächst immer zwischen zwei und drei Stunden am Stück die verschiedenen An- und Abflugverfahren aller Start- und Landebahnen abfliegen. Das heißt, auch die Innenstadt Hamburgs wird überflogen werden.


Vom 17. Februar bis voraussichtlich 06. März werden neue satellitenbasierte An- und Abflugverfahren für die Flughäfen Hamburg und Hamburg-Finkenwerder mit einem Vermessungsflugzeug geprüft. In diesem Zeitraum kann es zu erhöhter Lärmbeeinträchtigung kommen. Das Vermessungsflugzeug, eine zweimotorige Propellermaschine vom Typ Beechcraft King Air 350, wird jeweils von Montag bis Freitag im Zeitraum zwischen 10:00 und 17:00 Uhr eingesetzt.


Flugzeugsteuerung muss geprüft werden


80 bis 90 Flugstunden sind für die Flugvermessung der insgesamt 150 Flugverfahren der Flughäfen in Hamburg-Fuhlsbüttel und Hamburg-Finkenwerder nötig. Bei technischen oder witterungsbedingten Verzögerungen kann eine Verlagerung auf das Wochenende nicht ausgeschlossen werden.


Während der Vermessungsflüge überprüft das speziell ausgerüstete Messflugzeug die Genauigkeit der abgestrahlten Navigationssignale, die für sichere Starts und Landungen erforderlich sind. Die neuen präziseren Flächennavigationsverfahren mit Satellitenunterstützung im An- und Abflug erhalten somit eine Art TÜV, bevor sie zum 18. Juni 2020 an den Hamburger Flughäfen eingeführt werden.


Zuvor wurden sie im August 2018 in der Fluglärmschutzkommission für den Flughafen Hamburg beraten. Eine zweimotorige Propellermaschine, wie die King Air 350 mit der Kennung D-CFME der FCS Flight Calibration Services auf den Bildern, kommt bei der dreiwöchigen Flugvermessung an den Hamburger Flughäfen zum Einsatz.


Flugischerung integriert neue Navigation in Hamburg


Mit Einführung der Flächennavigation im Juni ändert sich die Streckenführung der an- und abfliegenden Flugzeuge von den Hamburger Flughäfen nicht. Allein die Bezugsquelle der Navigationssignale ändert sich. Die Streckenführung wird für Flugzeuge dadurch präziser. Die DFS vollzieht mit diesem Schritt den Übergang von der primär konventionellen bodengebundenen zur moderneren Flächennavigation mit Satelliten. Dies ist möglich, weil inzwischen 94 Prozent der in Deutschland verkehrenden Maschinen mit entsprechenden Bordempfängern ausgerüstet sind. Für die etwa sechs Prozent der noch nicht ausgerüsteten Flugzeuge muss die DFS weiterhin Lösungen auf konventioneller Basis anbieten.


Die Flughäfen in Hamburg sind gemeinsam mit den Flughäfen in Lübeck und Kiel die ersten, an denen die Flugverfahren umgestellt werden. Bereits im Jahr 2015 erhielt zunächst der Flughafen Frankfurt-Hahn als Prototyp Flächennavigationsverfahren. Der gesamte deutsche Luftraum wird bis 2030 nach und nach auf moderne Flächennavigation umgerüstet. An mehr als 60 Flugplätzen werden dafür insgesamt rund 2.800 An- und Abflugverfahren neu konstruiert.


Spurgenauigkeit für bessere Effizienz


Flächennavigationsverfahren bieten weitaus mehr Möglichkeiten in der lateralen Streckenführung von Flugverfahren und können auch sehr viel unabhängiger von bodengestützten Anlagen geplant werden. Konventionelle Verfahren hingegen sind in ihrer Gestaltung stark begrenzt und stützen sich auf terrestrische Navigationsanlagen, die störanfällig durch Bauwerke oder Windräder sind. Im Rahmen des groß angelegten Innovationsprojektes kann die Infrastruktur von terrestrischen Drehfunkfeuern reduziert werden, als Ersatzverfahren muss aber weiterhin ein rudimentäres Netz bestehen bleiben.


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