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Flughäfen arbeiten weiter an CO2-Reduktion

 

03. Mär 2020 - 13:30 Uhr


Info und News

Flughäfen arbeiten weiter an CO2-Reduktion

Die in den letzten Jahren erreichte CO2–Reduktion an den ADV-Airports in Deutschland zeigt den Fortschritt der deutschen Verkehrsflughäfen in puncto Klimaschutz.


"Der Luftverkehr hat nicht nur eine herausragende wirtschaftliche Bedeutung, sondern auch eine klimapolitische Verantwortung. Deswegen haben die deutschen Flughäfen sich frühzeitig mit dem Thema Klimaschutz auseinandergesetzt. Seit über zehn Jahren arbeiten die Flughäfen an dieser Strategie und setzen Maßnahmen zum Klimaschutz konsequent um", so das klare Statement von Udo Mager, Geschäftsführer des Flughafen Dortmund und Vorsitzender des ADV-Fachausschusses Umwelt.


Klimaabdruck der Airports


Die erfreulichen Ergebnisse sind Anlass, die wirksame Strategie mit neuen Zielen fortzuführen und den verabschiedeten European Green Deal zu unterstützen:


  • Von 2010 bis 2018 haben die ADV-Airports die CO2–Emissionen um 24 Prozent verringert.
  • Bis 2030 streben die ADV-Verkehrsflughäfen eine gemeinsame CO2–Reduzierung von 50 Prozent an.
  • Bis 2050 sollen die CO2–Emissionen sogar auf netto-null runtergefahren werden.

Die Infrastruktur eines Flughafens ist neben dem Flugverkehr ein sinnvolles Feld, auf dem Klimaschutz vorangebracht werden kann. Zur Umsetzung der ambitionierten Ziele verfolgen die deutschen Verkehrsflughäfen standortbezogen Projekte, um jeweils Verbesserungen zu erreichen. Zahlreiche innovative Technologien wirken sich bereits heute positiv auf die Klimabilanz der Flughäfen aus:


  • Energieversorgung: Ausschöpfung der regionalen Möglichkeiten zur klimafreundlichen Energieversorgung, Energieerzeugung und Versorgung durch den Einsatz regenerativer Energien, z. B. Solarstrom, Windkraft, Nutzung von Geothermie für den Kälte- und Wärmebedarf, Erzeugung von Strom und Wärme aus nachwachsenden Rohstoffen
  • Gebäudetechnik: Optimierung der Klimatisierung von Terminals, Bau nachhaltiger Gebäude mit niedrigem Energieverbrauch, energetische Optimierung von Neubauprojekten, Terminals und Bürogebäuden, z. B. Heizen und Kühlen mittels Eisspeicher, Temperatursteuerung in Abhängigkeit von der Wetterprognose, effiziente Beleuchtung und innovative Raumlufttechnik
  • Flughafenspezifische Anlagen: Umstellung der Befeuerung von Start- und Landebahnen auf LED-Technologie, Umrüstung der Vorfeldbeleuchtung, Optimierung von Fluggastbrücken und Gepäckförderanlagen
  • Fuhrpark/Mobilität: Umstellung der Fahrzeuge auf dem Vorfeld auf alternative Antriebe, Ausbau und Umstellung auf Elektromobilität bzw. alternative Kraftstoffe, z. B. Elektrifizierung des Abfertigungsfuhrparks

Zu diesen Maßnahmen stehen die ADV-Flughäfen in engem Austausch mit der Absicht, Best-Practice-Lösungen an einer Vielzahl von Standorten umzusetzen.


Deutschland braucht synthetische Kraftstoffe


"Bei allem Engagement – allein können die Flughäfen die CO2–Reduktion im Luftverkehr nicht stemmen. Um den Luftverkehr insgesamt zukunftsfähig zu machen, müssen synthetische Kraftstoffe entwickelt werden, die klimaneutral hergestellt werden. Unter heutigen Bedingungen ist dieser Kraftstoff auf dem Weltmarkt drei- bis fünfmal so teuer wie herkömmliches Kerosin. Damit die Fluggesellschaften den Treibstoff auch tanken können, muss dieser zu wettbewerbsfähigen Preisen und in großen Mengen hergestellt werden. Dies ohne größere Wettbewerbsverzerrungen umzusetzen, muss das Ziel von Politik und Wirtschaft sein", fordert Ralph Beisel, Hauptgeschäftsführer des Flughafenverbandes ADV.


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