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Lufthansa will keine Dividende ausschütten

 

14. Mär 2020 - 00:34 Uhr


Wirtschaft

Lufthansa will keine Dividende ausschütten

Die Lufthansa Group hat das Jahr 2019 mit einem Adjusted EBIT von 2.026 Millionen Euro abgeschlossen. Die Adjusted EBIT-Marge lag bei 5,6 Prozent und damit innerhalb der im Juni 2019 prognostizierten Spanne von 5,5 Prozent bis 6,5 Prozent. Dennoch soll es keine Dividende geben.


Der Vorstand der Deutschen Lufthansa AG hat in seiner Sitzung den Jahresabschluss 2019 aufgestellt und beschlossen, der Hauptversammlung die Aussetzung der Dividendenzahlung für das Geschäftsjahr 2019 vorzuschlagen.


Flugbuchungen brechen um die Hälfte ein


Die Ausbreitung des Coronavirus beeinflusst die globale Nachfrage nach Flugreisen erheblich. Dies beinhaltet die jüngste Verhängung von Reisebeschränkungen für Passagiere aus der Europäischen Union durch die USA. In der vergangenen Woche lagen die Neubuchungen bei den Konzernairlines rund 50 Prozent niedriger als zum gleichen Zeitpunkt im Vorjahr. Darüber hinaus verzeichnen die Airlines eine deutlich steigende Anzahl von Flugstornierungen.


In den kommenden Wochen wird das Flugprogramm weiter um bis zu 70 Prozent gegenüber der ursprünglichen Planung reduziert. Außerdem senkt der Konzern Sach- und Projektkosten, beabsichtigt Kurzarbeit einzuführen und verhandelt über die Verschiebung geplanter Investitionen. Trotz dieser Gegenmaßnahmen erwartet der Konzern, dass das Adjusted EBIT im Jahr 2020 deutlich unter Vorjahr liegen wird. Angesichts des Finanzausblicks und der außergewöhnlichen Krisensituation in der Luftfahrtbranche, spiegelt der Vorschlag, keine Dividende für das Geschäftsjahr 2019 auszuzahlen, den Fokus auf die Sicherung der Liquidität wieder. Die grundsätzliche Politik des Konzerns, 20 bis 40 Prozent des Nettogewinns auszuschütten, bleibt unberührt.


Finanzierung von Flugzeugen ausbauen


Um seine starke finanzielle Position abzusichern, hat der Konzern in den vergangenen Wochen zusätzliche Mittel in Höhe von rund 600 Millionen Euro aufgenommen. Aktuell verfügt der Konzern damit über liquide Mittel von rund 4,3 Milliarden Euro. Hinzu kommen ungenutzte Kreditlinien von rund 800 Millionen Euro. Weitere Mittelaufnahmen befinden sich aktuell in Umsetzung. Unter anderem wird der Konzern dafür Flugzeugfinanzierungen nutzen. 86 Prozent der Konzernflotte sind im Eigentum. Davon sind wiederum knapp 90 Prozent unbelastet. Dies entspricht einem Buchwert von rund zehn Milliarden Euro. Die Lufthansa Group will am 19. März ausführlich über die Geschäftsentwicklung im Jahr 2019 und den Ausblick für das laufende Jahr berichten. Am gleichen Tag wird der Geschäftsbericht veröffentlicht.


Tickets für späteres Flugdatum behalten


Unterdessen hat die Lufthansa Group mit ihren Airlines Lufthansa, SWISS, Austrian Airlines, Brussels Airlines und Air Dolomiti wegen des Coronavirus` ihre bereits bestehenden Umbuchungsmöglichkeiten für Passagiere noch einmal ausgeweitet. Kunden, die Tickets für stornierte und auch bestehende Flüge der Lufthansa Group Airlines haben, können dieses Ticket behalten, ohne sich zunächst auf ein neues Flugdatum festlegen zu müssen. Hierbei werden bestehende Buchungen zunächst gestrichen, Ticket und Ticketwert bleiben aber bestehen und können auf ein neues Abflugdatum bis einschließlich 31. Dezember 2020 umgebucht werden.


Diese Regelung gilt für Tickets, die bis einschließlich 12. März 2020 gebucht wurden und ein bestätigtes Reisedatum bis einschließlich 30. April 2020 haben. Kunden werden in diesem Zusammenhang gebeten, ihre gewünschte Umbuchung bis zum 01. Juni 2020 mitzuteilen. Hierbei entstehen keine Umbuchungsgebühren. Sollte der ursprüngliche Tarif nicht mehr verfügbar sein, ist die entsprechende Differenz zu zahlen, wenn die Umbuchung getätigt wird. Zusätzlich ist es Kunden möglich, auch auf eine andere Destination umzubuchen.


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