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Übung CR20 wird für A400M zum Einsatz

 

16. Mär 2020 - 23:24 Uhr


Info und News

Übung CR20 wird für A400M zum Einsatz

Rückflug per A400M: Nach dem überraschenden Ende der Übung Cold Response in der norwegischen Eiswüste liegt vor den Crews des Lufttransportgeschwaders 62 eine logistische Herausforderung. Das Team Luftwaffe ist 500 Kilometer vom Rest der übenden Truppe entfernt in Bodø stationiert.


Von dort aus regelt es nun den Rücktransport – zwei Crews, zwei Maschinen Airbus A400M und jede Menge Fracht. Das Transportflugzeug der Luftwaffe führte einen simulierte Drop durch und ist auch sonst das logistische Arbeitstier der vereinten Streitrkäfteübung. Mit zwei A400M ist das Lufttransportgeschwader 62 aus Wunsdorf in Norwegen. Bislang trainierten beide oft gemeinsam – jetzt sind sie zusammen im Einsatz, um internationale Soldatinnen und Soldaten aus den Übungsgebieten zu fliegen.


A400M des LTG 62 als Luftbrücke


Nachdem die Coronakrise auch bei Cold Response Einzug hielt und das norwegische Streitkräftekommando die Übung vorzeitig, aber kontrolliert beendete, bekam das Team Luftwaffe auf der Air Force Base in Bodø eine ganz neue Bedeutung – und eine neue Aufgabe.


Waren sie von vornherein für die logistische Unterstützung der norwegischen Übung in Bodø stationiert, stützt sich jetzt die Hoffnung vieler internationaler Kräfte auf die deutschen Soldatinnen und Soldaten aus Wunstorf. Keine sieben Tage nach dem Aus für Cold Response sind die beiden Transportmaschinen A400M des LTG 62 die nahezu einzigen Flieger über Norwegens Wolken.


Das Foto zeigt die eingeschneiten Transportflugzeuge Airbus A400M aus dem Lufttransportgeschwader 62 aus Wunstorf liegen auf der Bodo Air Force Base. Unter arktischen Bedingungen wird die Kapazität der Transportmaschinen aus dem Lufttransportgeschwader 62 jetzt bis auf den letzten Zentimeter und den letzten Sitzplatz ausgenutzt.


Dankbar für die Transportflugzeuge


Nachdem die norwegische Regierung das Lufttransportgeschwader um Unterstützung bat, wurde der Flugplan in dem kleinen Planungsraum auf der norwegischen Air Force Base umgestellt und an die neue Lage angepasst. So schnell wird aus einer Übung ein realer Einsatz. Die beiden Planungsoffiziere des LTG 62 stecken ihre Köpfe fast pausenlos über großen Papierbergen zusammen. Sie überprüfen das Wetter, berechnen Flugzeiten und Ruhephasen.


Die Planung für den nächsten Tag steht. Ladung, Technik, Bodenpersonal – jeder hat seine individuelle Aufgabe. Alle Fähigkeiten müssen für den erfolgreichen Einsatz ineinander greifen. Das Norwegische Verteidigungsministerium ist froh, dass das Team Luftwaffe vor Ort ist und in dieser Situation hilft. Es werden nicht nur deutsche spezialisierte Kräfte, sondern auch Soldaten anderer Nationen zurückgeholt.


Wie viele Soldaten insgesamt durch die zwei A400M in Norwegen am Ende transportiert werden, bleibt abzuwarten. Die beiden Flugzeugscrews vor Ort fliegen so oft und so lange sie können. Nach sieben Tagen Flugdienst heißt es für sie: 36 Stunden Pause. Nach jedem Flugtag müssen sie mindestens so lang Pause machen, wie sie vorher geflogen sind. Die deutsche Luftwaffe wird an der Seite der Norweger dafür sorgen, dass die internationalen Soldatinnen und Soldaten sicher nach Hause kommen. Oberstlöytnant Skaugvoll vom Norwegischen Verteidigungsministerium brachte es auf den Punkt: "Wir sind so froh, dass ihr da seid und uns in dieser Situation helft. Tusen Takk! – Tausend Dank!"


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