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Coronakrise: Lieferkette erfordert Produktionsstopp bei MTU

 

23. Mär 2020 - 22:57 Uhr


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Coronakrise: Lieferkette erfordert Produktionsstopp bei MTU

Angesichts der Coronavirus-Pandemie (COVID-19) setzt die MTU Aero Engines AG einen Großteil ihrer Aktivitäten an mehreren Standorten in Europa vorübergehend aus.


Damit reagiert der Triebwerksspezialist auf beginnende Unterbrechungen in der Materialversorgung. Gleichzeitig trifft die MTU überall dort, wo der Betrieb aufrechterhalten werden muss, entsprechende Vorkehrungen zum Schutz ihrer Mitarbeiter vor Infektionen und die Ausbreitung der Pandemie einzudämmen.


Die Unterbrechung betrifft zunächst die Produktionsstandorte in München und im polnischen Rzeszów, an denen das Unternehmen Triebwerke montiert und Komponenten für Triebwerke herstellt. Die dortigen Aktivitäten werden bis Ende dieser Woche koordiniert heruntergefahren, ab Montag, 30. März, ruht der Betrieb für voraussichtlich drei Wochen.


Instandhaltung der Triebwerke runterfahren


Mit einer Woche Versatz wird das Unternehmen den Betrieb an Standorten, die ausschließlich mit der Instandhaltung von Triebwerken befasst sind, ebenfalls unterbrechen. Dazu zählen Hannover und Ludwigsfelde. Dies ermöglicht den Abschluss laufender Triebwerksinstandhaltungen und stellt einen geordneten Einstieg in die Unterbrechung sicher. Auch diese Standorte stehen voraussichtlich für drei Wochen weitgehend still, bleiben aber für ihre Kunden erreichbar.


"Verlässlichkeit ist ein Markenzeichen der MTU. Angesichts der engen internationalen Kooperation in der Luftfahrtindustrie erfolgen diese Maßnahmen in enger Abstimmung mit unseren Kunden und Partnern", sagte der Vorstandsvorsitzende Reiner Winkler. "Wir haben die erste Phase dieser Krise ruhig, mit großem Zusammenhalt und gleichzeitig konsequent durchgestanden. Für die kommende Phase und den späteren Wiederanlauf vertrauen wir weiterhin auf das Können und die große Erfahrung unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter."


Die Unternehmensführung beobachtet die Lage stetig und wird, falls notwendig, weitere Schritte einleiten. Gleichzeitig entscheidet sie über zielgerichtete Maßnahmen, um die wirtschaftlichen Auswirkungen zu begrenzen und die Finanzkraft des Unternehmens zu sichern.


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