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Lufthansa einigt sich mit fast Allen auf Kurzarbeit

 

30. Mär 2020 - 22:39 Uhr


Wirtschaft

Lufthansa einigt sich mit fast Allen auf Kurzarbeit

Der Umfang der Kurzarbeit bei der Lufthansa wird für die Beschäftigten in Abhängigkeit des Arbeitsausfalls festgelegt und kann bis zu 100 Prozent betragen. Die Piloten sind noch nicht betroffen.


Lufthansa hat Vereinbarungen zur Einführung von Kurzarbeit für Kabinen- und Bodenmitarbeiter in Frankfurt und München sowie für Führungskräfte mit Betriebspartnern und Gewerkschaften unterzeichnet. Der Umfang der Kurzarbeit wird für die Beschäftigten in Abhängigkeit des Arbeitsausfalls festgelegt und kann bis zu 100 Prozent betragen. Für einen Teil der Beschäftigten beginnt die Kurzarbeit bereits rückwirkend im März 2020. Die Vereinbarungen gelten für mindestens 27.000 der rund 35.000 Beschäftigten der Deutschen Lufthansa AG.


Mit der Vereinigung Cockpit konnte aber noch keine Vereinbarung zur Einführung von Kurzarbeit für Piloten geschlossen werden. Mehr als 30 Gesellschaften im Lufthansa Konzern, deren Mitarbeiter deutsche Arbeitsverträge haben, sind teilweise schon dabei, Kurzarbeit zu beantragen. Auch in Österreich, der Schweiz und in Belgien ist für Airlines der Lufthansa Group Kurzarbeit vereinbart.


Maßnahmen nach Dauer der Luftfahrtkrise


"Mit der Kurzarbeit wollen wir Arbeitsplätze unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen schwierigen und außergewöhnlichen Zeiten sichern. Unser Ziel bleibt weiterhin, möglichst betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden. Die Vereinbarung von Kurzarbeit ist dafür eine wesentliche Voraussetzung. Dafür werden wir ihre wirtschaftlichen Parameter laufend überprüfen müssen", sagt Michael Niggemann, Vorstand Personal und Recht sowie Arbeitsdirektor der Deutschen Lufthansa AG.


Für die betroffenen Mitarbeiter in der Kabine und am Boden stockt Lufthansa das Kurzarbeitergeld auf Basis der jetzt getroffenen Vereinbarungen bis auf weiteres auf bis zu 90 Prozent des durch die Kurzarbeit entfallenen Nettogehaltes auf. Wie lange diese Aufstockungsbeträge vertretbar sind, hängt maßgeblich von der Dauer der Krise ab.


Auch das Management verzichtet


Aufsichtsrat, Vorstand und Management der Lufthansa werden sich in Solidarität mit allen Mitarbeitergruppen an den Maßnahmen beteiligen. So verzichten die Mitglieder des Aufsichtsrats freiwillig auf 25 Prozent ihrer Vergütung, die Mitglieder des Vorstands auf 20 Prozent und die nicht ohnehin von Kurzarbeit betroffenen Führungskräfte auf 15 bzw. zehn Prozent ihrer monatlichen Grundvergütung. Der freiwillige Vergütungsverzicht von Aufsichtsräten, Vorstandsmitgliedern und Führungskräften in Deutschland gilt ab 01. April 2020 zunächst für die Dauer von sechs Monaten bis September. Durch den Vorschlag zum Wegfall der Dividende für das Geschäftsjahr 2019 sollen auch die Anteilseigner der Deutschen Lufthansa AG an der Sicherung der Liquidität beteiligt werden.


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