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Flugsicherung Skyguide: Geschäftszahlen 2019 mit Minus

 

01. Apr 2020 - 00:26 Uhr


Wirtschaft

Flugsicherung Skyguide: Geschäftszahlen 2019 mit Minus

Skyguide wickelte im Jahr 2019 96,7 Prozent (2018: 96,5 Prozent) aller Flüge ohne flugsicherungsbedingte Verspätungen ab. Die Betriebserträge reduzierten sich aufgrund von reduzierten Gebühren und tieferen Abgeltungen für die Tätigkeit im delegierten Luftraum.


Das Nettoergebnis der Schweizer Flugsicherung skyguide ist 2019 leicht negativ, ihr Umsatz sank um 2,8 Prozent auf CHF 468,1 Mio. (Vorjahr: CHF 481,8 Mio.). Der Betriebsaufwand von CHF 434,4 Mio. reduzierte sich um 3,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr (CHF 449,7 Mio.). Das Nettoergebnis beträgt CHF -5,5 Mio. (Vorjahr: CHF -8,2 Mio.). 2019 erbrachte skyguide nach eigener Aussage eine gute operative Leistung in der Bewirtschaftung des komplexesten Luftraums Europas.


Leichtes Verkehrswachstum


2019 erhöhte sich der von skyguide kontrollierte Luftverkehr moderat auf 1,304 Millionen Flüge. Damit nahmen also die Gesamtbewegungen um 0,5 Prozent zu. Das Wachstum lag damit deutlich unter der Prognose der Europäischen Organisation zur Sicherung der Luftfahrt Eurocontrol. Die An- und Abflugzahlen der Flughäfen gingen um 0,8 Prozent zurück. Das Verkehrsaufkommen der Schweizer Landesflughäfen ging in Genf um 0,6 Prozent und in Zürich um 0,9 Prozent zurück.


Luftwaffe bedient – Einbruch durch Coronakrise


Skyguide konnte auch 2019 die Leistungsvereinbarung mit der Schweizer Luftwaffe komplett erfüllen. Damit hat das Unternehmen einen wichtigen Beitrag zur Souveränität des Schweizer Luftraums geleistet und der Schweizer Luftwaffe zuverlässig zugearbeitet. Die COVID-19-Pandemie hat in der Schweiz zu einem nie dagewesenen Rückgang des Luftverkehrs geführt. Im März ist der Verkehr im von skyguide kontrollierten Luftraum um rund 90 Prozent zurückgegangen. Skyguides Einnahmen sind in der Folge stark rückläufig.


Walter T. Vogel, Verwaltungsratspräsident von skyguide: "Nach einem soliden Jahr 2019 hat die COVID-19-Pandemie die Luftfahrtindustrie hart getroffen. Trotz extrem schwierigen Rahmenbedingungen unternehmen wir alles, um unser Mandat des Bundes weiterhin vollumfänglich zu erfüllen und uns gleichzeitig für die Zeit nach der Krise zu wappnen. Ich danke allen Mitarbeitenden von skyguide für ihren täglichen Einsatz, mit dem sie Zeugnis für die Krisenresistenz unseres Unternehmens ablegen." Skyguide setzt seit Ausbruch der COVID-19-Krise alles daran, die Gesundheit der Mitarbeitenden zu bewahren und den operativen Betrieb im zivilen wie auch im militärischen Flugbetrieb aufrechtzuerhalten. Zudem ergreift skyguide alle zur Verfügung stehenden Maßnahmen, um den wirtschaftlichen Folgen der Krise möglichst entgegenzuwirken.


Flugsicherung ist kritische Infrastruktur


Die Flugsicherung ist eine kritische nationale Infrastruktur. Gerade in Krisenzeiten muss sie etwa die für die Gesundheit der Bevölkerung und die Wirtschaft nötigen Repatriierungs-, Staats- und Cargoflüge sicher und effizient abwickeln. Die europäisch bestimmten Rahmenbedingungen, insbesondere der so genannte Performance-Plan und seine Kostenregulierung, müssen nun rasch an die gegenwärtige Krise angepasst werden. Die Kostenreduktionsmaßnahmen seitens der Flugsicherungsorganisationen werden nicht ausreichen, um die wirtschaftliche Zukunft der Flugsicherungsdienste zu sichern.


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