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BER nennt Stationen zur Eröffnung – Letztmals zu Tegel

 

28. Aug 2020 - 21:58 Uhr


Info und News

BER nennt Stationen zur Eröffnung – Letztmals zu Tegel

Allmählich bereitet sich der Hauptstadtflughafen Berlin tatsächlich auf seine Eröffnung vor. Diese geschieht jedoch nicht an einem einzigen Tag. Die verschiedenen Schritte erstrecken sich von der Umbenennung des Flughafens Schönefeld in "BER Terminal 5" am 25. Oktober bis zum letzten Flug von Tegel über zwei Wochen.


Neun Wochen vor dem offiziellen Datum der Eröffnung des BER am 31. Oktober hat sich der Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft heute hauptsächlich mit dem Stand der Vorbereitungen der Inbetriebnahme beschäftigt. Dabei standen die bisherigen Ergebnisse des Probebetriebs mit Komparsen, die erfolgreiche Brandschutz- und Räumungsübung im Flughafenbahnhof sowie die Inbetriebnahmekommunikation im Mittelpunkt. Weiterer Schwerpunkt war die Entwicklung der kommenden Jahre und die Auswirkungen auf die Finanzen der Flughafengesellschaft. Für den Gesellschafter Brandenburg nahm erstmals Henner Bunde an der Aufsichtsratssitzung teil.


Letzter Blick auf Flüge in Tegel


Innerhalb der Phase der Inbetriebnahme werden die wichtigsten Partner der Flughafengesellschaft eingebunden. Den Höhepunkt bildet der 31. Oktober, wenn das Terminal 1 seinen Dienst aufnimmt. Je ein Flugzeug von easyJet und Lufthansa wird zeitgleich landen. Am 08. November soll der Flughafen Tegel, den viele Stimmen gerne weiter in Betrieb sähen, würdig verabschiedet werden. Die Besucherterrasse in Tegel wird in den Wochen vor dem Ende des Flugbetriebs wieder geöffnet.


Der Aufsichtsrat erörterte heute erstmals Vorüberlegungen zum Wirtschaftsplan 2021. Wie bereits in diesem Jahr muss damit gerechnet werden, dass durch die Coronakrise und dem massiv ausbleibenden Flugverkehr zusätzlicher Finanzbedarf besteht. Der zu Beginn der Pandemie angenommene zusätzliche Finanzierungsbedarf von 300 Mio. Euro für 2020 konnte durch drastische Sparmaßnahmen wie Kurzarbeit, Einstellungsstopp und Budgetkürzung auf etwa 250 Mio. Euro reduziert werden.


Wegen der Covid-19-Pandemie ist auch die Entwicklung des Flugbetriebs im kommenden Jahr nur sehr schwer zu prognostizieren. Im Rahmen der kommenden Aufsichtsratssitzungen und insbesondere auf der Klausurtagung des Aufsichtsrates im Januar werden deshalb Finanzfragen ein zentrales Thema werden. Rainer Bretschneider, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Die Inbetriebnahme des BER ist weiter auf einem guten Weg. Wir können unser Wort halten. Aber die finanziellen Herausforderungen durch Corona werden noch deutlicher im Fokus stehen."


Neue Herausforderung: Luftfahrtkrise durch Covid-19


Engelbert Lütke Daldrup, Vorsitzender der Geschäftsführung der Flughafen Berlin Brandenburg GmbH: "Leider lässt sich die Verkehrsentwicklung der kommenden Jahre nicht verlässlich prognostizieren. Wir werden weiterhin daran arbeiten, unsere Prozesse so effizient und kostengünstig wie möglich zu machen. Die Hilfe unserer Gesellschafter werden wir auf Jahre benötigen. Die Vorbereitungen zur Inbetriebnahme laufen rund. Jetzt zahlt sich die akribische Arbeit der letzten Jahre aus."


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