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Boeing senkt Produktion: Keine Dreamliner aus Everett

 

02. Okt 2020 - 01:40 Uhr


Wirtschaft

Boeing senkt Produktion: Keine Dreamliner aus Everett

Boeing steuert in der andauernden Luftfahrtkrise um und konsolidiert die Produktionsrate des erfolgreichen Langstreckenjets 787 Dreamliner. Das Flugzeug wurde seit 2007 in den ersten Varianten 787-8 und 787-9 in Everett im US-Bundesstaat Washington gebaut. 2010 kam der Produktionsstandort in North Charleston, South Carolina, hinzu.


Boeing will dort nun die Produktion des Dreamliners zusammenlegen. Der US-Flugzeugbauer will somit seine Kosten besser in den Griff kriegen, und durchläuft zudem seit dem Grounding der neuen 737 MAX, die seit über eineinhalb Jahren nicht fliegen darf, seine größte Krise.


Fokus in Washington


Die frei werdenden Kapazitäten in Washington sollen für die anderen zivilen Programme, die Airliner der Reihen 737, 747, 767 und 777, eingesetzt werden. Zugleich betonte der Flugzeugbauer, werden an dem Standort die Auswirkungen auf Arbeitnehmer noch evaluiert und die Belegschaft hierüber direkt informiert.


Nach einem Gutachten ist eine Konsolidierung der 787-Produktion auf nur einen Standort insgesamt von Vorteil. Der größte Dreamliner, die 787-10, wurde nur in North Charleston produziert. Die Umstellung soll bis Mitte 2021 vollzogen sein. Bis dahin werden die kleineren Dreamliner noch in Everett gebaut. Im Dezember, also noch vor der Krise durch Corona, hat Boeing 21 Flugzeuge aus dem Programm 787 ausgeliefert. Die Produktionsrate lag Anfang des Jahres noch bei 14 Flugzeugen im Monat. Ab nächsem Jahr sollen die 787 Dreamliner dann mit einer Produktionsrate von sechs Maschinen pro Monat vom Band laufen.


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