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Biometrisches Boarding bei Star Alliance an FRA und MUC

 

17. Nov 2020 - 22:29 Uhr


Info und News

Biometrisches Boarding bei Star Alliance an FRA und MUC

Lufthansa Group Airlines Lufthansa und SWISS gehen balt mit biometrischer Identifikation der Passagiere an den Start. Star Alliance Biometrics heißst das System, das noch im November für ausgewählte Flüge an den Drehkreuzen Frankfurt und München angeboten werden soll.


Star Alliance, die größte Luftfahrtallianz der Welt, hat die Entwicklung einer systemübergreifenden biometrischen Identitäts- und Identifizierungs-Plattform abgeschlossen. Wenn ein registrierter Passagier von einem teilnehmenden Flughafen und mit einer teilnehmenden Fluggesellschaft reist, gleicht die Gesichtserkennungssoftware von Star Alliance Biometrics das live-Bild des Passagiers mit den Bordkarteninformationen und dem biometrischen Profil ab, so dass der Gast durch entsprechend ausgestattete Touchpoints gehen kann. 


Corona-Vermeidung: Kontaktloses Reisen


Die Plattform Star Alliance Biometrics wurde mit dem Ziel entwickelt, dem Passagier ein nahtloses Reiseerlebnis zu ermöglichen. Lufthansa als Teil der Allianz hat hierfür mit den Flughäfen München und Frankfurt die spezielle Infrastruktur eingerichtet. Passagiere müssen sich nur einmal registrieren, um Star Alliance Biometrics an allen teilnehmenden Flughäfen nutzen zu können.


Zunächst können Reisende des Lufthansa- und SWISS-Vielfliegerprogramms "Miles & More", die der Teilnahme an Biometrics zustimmen, den Zugang zu den Sicherheitskontrollen und den Boarding-Gates kontaktlos passieren – in Zeiten von COVID 19 ein wichtiger Beitrag zum Gesundheitsschutz. Dabei können die Reisenden ihre Mund-Nasen-Bedeckungen, die sie im Terminal tragen müssen, auch während der biometrischen Identitätsüberprüfung aufbehalten, denn die Identifikation der Passagiere wird dadurch nicht beeinträchtigt.


Die in Star Alliance Biometrics verwendete Lösung zur Identifizierung basiert auf der Gesichtserkennungstechnologie NEC I:Delight der japanischen NEC Corporation und steht Miles & More-Teilnehmern, die der Verwendung ihrer biometrischen Daten während des Reiseprozesses zugestimmt haben, kostenlos zur Verfügung.


Wie die Anmeldung funktioniert


Miles & More-Teilnehmer können sich ab sofort für Star Alliance Biometrics anmelden. Die Registrierung erfordert laut Fluggesellscahft  ein Android- oder iOS-Handy. Hierfür muss man als Passagier lediglich mithilfe seines Smartphones einem Link in der Lufthansa-App folgen und einige einfache Schritte befolgen. Bei der Anmeldung werden die Teilnehmer dann gebeten, ein Foto von sich zu machen, ihre Identität mit ihrem Ausweis zu bestätigen und die Fluggesellschaften und Flughäfen auszuwählen, bei denen sie den Service nutzen möchten.


Das biometrische Profil der Star Alliance soll spätestens 24 Stunden nach der Registrierung aktiv sein. eGates, die mit dem System zur biometrischen Identifikation ausgestattet sind, tragen das Star Alliance Biometrics-Logo über dem Gate und sind mit Bodenmarkierungen gekennzeichnet. In Zukunft soll die Palette der Einsatzmöglichkeiten schrittweise erweitert werden – zum Beispiel auf die Gepäckausgabe und den Zugang zu den Lounges. Die biometrische Identifikation an bestimmten Berührungspunkten ersetzt nicht die Ausweis-/Passkontrolle am Flughafen, diese Dokumente muss man weiterhin mit sich führen, ebenso die Bordkarte da es Kontaktpunkte ohne biometrische Identifikation gibt.


Anmeldung gültig für Airlines der Star Alliance


Die Passagiere müssen sich nur einmal anmelden und können ihre biometrischen Daten dann mehrfach an den biometrischen Touchpoints teilnehmender Flughäfen nutzen, wann immer sie mit einer Star-Alliance-Fluggesellschaft reisen, die Star Alliance Biometrics anbietet. Persönliche Daten – etwa Fotos und andere Identifikationsmerkmale – werden von der Star Alliance verschlüsselt in der Microsoft Azure Cloud gespeichert, die in Europa gehostet wird. Die Daten unterliegen den Datenschutzgesetzen der EU und sind durch diese geschützt. Fluggesellschaften und Flughäfen haben keinen Zugang zu den biometrischen Profildaten der Passagiere. Das System wurde von Anfang an unter Beachtung der geltenden Datenschutzgesetze und auf Basis der neuesten Gesichtserkennungstechnologie entwickelt.


Die Speicherung persönlicher Daten soll auf ein notwendiges Minimum begrenzt werden. So werden beispielsweise keine Kundennamen nach der Registrierung gespeichert. An den biometrischen Berührungspunkten werden dann keine Bilder mehr gespeichert. Star Alliance Biometrics speichert die registrierte Vielfliegernummer, bis zu fünf Bilder des Passagiers, das Ablaufdatum des Reisepasses, die PIN sowie Sicherheitsfragen. Passagiere können ihr biometrisches Profil unter "Profilverwaltung" auch wieder löschen.


Jeffrey Goh, CEO von Star Alliance, kommentiert: "Wir sind sehr stolz, dass mit Lufthansa eines unser Gründungsmitglieder Star Alliance Biometrics als erstes an seinen beiden Drehkreuzen Frankfurt und München umsetzt. Dabei handelt es sich um eine kundenorientierte Lösung, welche, insbesondere durch ihre Einsatzmöglichkeiten bei verschiedenen Fluggesellschaften und Flughäfen, einmal mehr unsere Innovationsfähigkeit demonstriert. So bietet sie den Kunden ein nahtloses Reiseerlebnis und erfüllt zudem die Anforderungen, die sich im Hinblick auf Hygiene und Sicherheit stellen. Star Alliance Biometrics ist ein wichtiger Teil unserer Strategie, die digital fortschrittlichste Luftfahrtallianz der Welt zu sein.


Christina Foerster, Vorstandsmitglied Customer, IT & Corporate Responsibility, betont: "Das Thema Biometrie wird auch beim Reisen in Zukunft eine immer größere Bedeutung bekommen. In der Lufthansa Group werden zunehmend biometrische Angebote für vereinfachte und effizientere Abläufe an den Flughäfen sorgen und damit das Reiseerlebnis unserer Fluggäste deutlich verbessern. Ich freue mich sehr, dass wir mit Star Alliance Biometrics bereits ab November an unseren Drehkreuzen Frankfurt und München interessierten Vielfliegern das biometrische Passieren der Sicherheitskontrolle und Boarding mittels Gesichtsfeld-Erkennung anbieten können. Das ist für uns ein wichtiger Meilenstein. Gerade während der Pandemie sind solche berührungslosen Abläufe am Flughafen ein großer Pluspunkt."


"Die Optimierung der Reiseprozesse für Passagiere hat für uns höchste Priorität. Biometrische Verfahren bieten unseren Kunden ab sofort zahlreiche Vorteile. Star Alliance Biometrics schafft eine effizientere und – gerade in heutigen Zeiten wichtig – kontaktlose Passenger Journey, die neben mehr Komfort und weniger Wartezeiten auch größere Sicherheit bietet. Wir sind stolz darauf, als einer der ersten Flughäfen weltweit gemeinsam mit unseren wichtigsten Kunden Star Alliance und Lufthansa diese wegweisende Technologie an der Bordkarten-Kontrolle und einzelnen Gates im Terminal 1 – Bereich A anzubieten. In den kommenden Wochen und Monaten werden wir das Angebot sukzessive ausweiten – auch auf neue Prozessstellen wie die Gepäckabgabe," sagt Dr. Pierre Dominique Prümm, Vorstand Aviation und Infrastruktur der Fraport AG.


Jost Lammers, Vorsitzender der Geschäftsführung und Arbeitsdirektor der Flughafen München GmbH ergänzt: "Die Biometrie bietet uns die Möglichkeit, die Prozesse am Flughafen München zugunsten der Reisenden weiter zu beschleunigen und zu vereinfachen. Dadurch werden nicht nur der Passagierkomfort, sondern – dank des kontaktlosen Verfahrens – auch die Hygienestandards und der Gesundheitsschutz gesteigert. Auf diese Weise erfüllen wir einmal mehr unser Qualitätsversprechen als einziger 5 Sterne-Flughafen Europas."


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