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GuiXT – Interface für die Luftwaffe

 

08. Dez 2020 - 22:47 Uhr


Info und News

GuiXT – Interface für die Luftwaffe

IT- und Software-Systeme der Bundeswehr, auch sie brauchen eine übersichtliche Benutzeroberfläche. Sie ist die Schnittstelle zwischen Mensch und Technik. Sie muss den Nutzer durch zunehmend komplizierte digitale Arbeitsabläufe führen.


SASPF (Standard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien) ist das Bundeswehr gearbeitet wird. Es das größte IT-Projekt der öffentlichen Verwaltung. Die Standardoberflächen der Software sind jedoch komplex und teils unübersichtlich aufgebaut, sodass sie sich für den alltäglichen Dienst nicht optimal eignen. Die Luftwaffe hat das nun geändert.


"Digitales Mindset" aus der Truppe


Die Luftwaffe hat das Digitalisierungsprojekt GuiXT (Graphical User Interfaces Extended) ins Leben gerufen. Zweck ist es, dem SASPF-System ein "neues Gesicht" zu geben. Zeit und Aufwand sollen durch neue Benutzeroberflächen eingespart werden. Das Konzept für das Projekt ist einfach, aber wirkungsvoll: Erfahrene Nutzer in der Truppe wurden ausgebildet und zu einem Entwicklerteam zusammengestellt. Sie entwickelten genau die Oberflächen, welche sie sich für ihre Arbeit im System SASPF gewünscht haben. Das Kommando Luftwaffe stellte für jedes Waffensystem ein Entwicklungsteam zusammen.


Digital im Hangar – SASPF in der Praxis


Alle Dienststellen der Luftwaffe nutzen SASPF. Die Nutzer sind unter anderem verantwortlich für die Wartung und Reparaturen der Luftfahrzeuge. Dafür verwenden sie das System SASPF zur Dokumentation der einzelnen Arbeitsschritte. Ziel ist es, maximale Einsatzbereitschaft zu garantieren.


Es gilt zu dokumentieren, wer welche Arbeit durchgeführt hat oder wie viel Kraftstoff in die Luftfahrzeuge getankt wurde. Dies ist unverzichtbar für die reibungslose Vor- und Nachbereitung der fliegenden Waffensysteme. Die neuen Benutzeroberflächen für den Eurofighter sind bereits live. Mit der Entwicklung waren aus dem Taktischen Luftwaffengeschwader 73 "Steinhoff" Hauptmann Rainer Langen und sein Team, welches aus Hauptmann Paul Meiwald, Stabsfeldwebel Maik Kartschewski und Hauptfeldwebel Daniel Wagner besteht, beauftragt.


Gemeinsam mit Hauptmann Patrick Plitt aus dem Kommando Luftwaffe, welcher für die Koordination des Projekts verantwortlich ist, durchliefen sie den gesamten Prozess der Entwicklung und Einführung und prägten ihn maßgeblich. "Ohne die ausgeprägte Beharrlichkeit und das großes Engagement des gesamten Teams, hätte das niemals funktioniert", erklärt Hauptmann Langen.


CH-53 und Tornado für die Zukunft


Die Benutzeroberflächen haben große Auswirkungen auf die Betriebsabläufe in einem Verband. So wird mithilfe der übersichtlichen Benutzeroberflächen eine erhebliche Zeitersparnis, eine Steigerung der Nutzerzufriedenheit und eine Harmonisierung der Arbeitsabläufe erreicht. Mittlerweile nutzen alle vier Eurofighter-Verbände das optimierte System.


2021 sollen die CH-53- und die Tornado-Verbände mit den neuen Benutzeroberflächen ausgestattet werden. Dazu befindet sich das System bereits in der Weiterentwicklung. Hauptmann Plitt fasst die Vorzüge des Digitalisierungsprojekts zusammen: "Dieses Projekt der Digitalisierung schafft Möglichkeiten zur Gestaltung des digitalen Wandels für die Soldatinnen und Soldaten und eine wesentliche Verbesserung der Arbeitsbedingungen." Auf dem Bild, drei Soldaten stehen vor einem Kampfjet: Hauptmann Rainer Langen, Stabsfeldwebel Maik Kartschewski, Hauptfeldwebel Daniel Wagner präsentieren ihren Arbeitsplatz.


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