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Piloten kritisieren TUI AG und KBR wegen Ausflottung

 

27. Mär 2021 - 13:04 Uhr


Wirtschaft

Piloten kritisieren TUI AG und KBR wegen Ausflottung

TUI zieht die Kritik der Pilotengewerksachaft Vereinigung Cockpit auf sich. Anlässlich der Hauptversammlung der TUI AG beklagt die Vereinigung Cockpit die Entscheidung des Managements zur drastischen Reduzierung der Flotte und dem damit verbundenen Abbau von 200 Arbeitsplätzen bei TUIfly.


Die Bundesrepublik hat die TUI mit gut fünf Mrd. Euro gestützt, da die Politik des Landes der Reiseweltmeister an eine Erholung des Tourismus nach Corona glaubt. Vor diesem Hintergrund wird klar, dass die Flottenreduzierung einzig dem Zweck dient, später Kapazitäten billiger einkaufen zu können. Die Vereinigung Cockpit sieht dieses Vorgehen als Vorbereitung zur Tarifflucht.


Das Ziel der Reduzierung auf 17 Flugzeuge konnte durch die Verhandlung der TUI-Tarifkommission zumindest so weit verhindert werden, als dass nun 22 Flugzeuge im Konzern betrieben werden sollen. Die damit gesicherten Arbeitsplätze mussten die Pilotinnen und Piloten mit empfindlichen Zugeständnissen i.H.v. annähernd 200 Mio. Euro in solidarischer Weise dem Arbeitgeber "abkaufen".


Mangelnde Solidarität ausgerechnet vom Konzernbetriebsrat?


Insbesondere vor dem Hintergrund des Gehaltsverzichtes der Pilotinnen und Piloten zeigt sich die Vereinigung Cockpit verwundert, dass ausgerechnet der Vorsitzende des Konzernbetriebsrates, Frank Jakobi, als Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, laut Berichten seine Aufsichtsratsvergütung als stellvertretender Vorsitzender deutlich geringer als seine Kollegen im Kontrollgremium reduziert hat. Herr Jakobi hat somit prozentual den geringsten monetären Beitrag aller Aufsichtsratsmitglieder der TUI AG zur Kostenentlastung beigetragen. Von einem hochrangigen Arbeitnehmervertreter und KBR-Vorsitzenden hätte man vor dem Hintergrund der Massenentlassungen im TUI Konzern eine verantwortungsvollere und solidarischere Vorgehensweise erwartet, so die Pilotengewerkschaft. Gerade an dieser Stelle wäre die gleiche Bereitschaft zur Solidarität wünschenswert gewesen, wie sie von den Crews der TUIfly vorgelebt wird.


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