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Flugtests bestanden: Konzept für flexible Radarsensoren

 

12. Aug 2013 - 10:21 Uhr


Technik

Flugtests bestanden: Konzept für flexible Radarsensoren

Cassidian, die Verteidigungsdivision von EADS, hat ein luftgestütztes Bodenüberwachungsradar entwickelt, das mit einzigartiger Flexibilität auf verschiedenen bemannten und unbemannten Plattformen zur Detektion von Zielen an Land wie auf See eingesetzt werden kann. In einer groß angelegten Flugtest-Kampagne vom schleswig-holsteinischen Fliegerhorst Hohn aus bewies Cassidians "SmartRadar" höchste Detektionsleistungen jetzt auch mit unterschiedlichen Seeaufklärungs-Modi.

 

Damit wurde Cassidians Konzept eines Software-definierten Sensors, der mit geringem Anpassungsaufwand für verschiedene Überwachungsaufgaben eingesetzt werden kann, bestätigt. Die Verwendung einer speziellen modularen Architektur erlaubt die Skalierbarkeit von Bandbreite, Frequenzband und Prozessierungsleistung. Das ist ein großer Fortschritt gegenüber herkömmlichen Radaren, die in der Regel für eine bestimmte Aufgabe in engen Frequenzbändern optimiert sind.

Kühlkonzept erlaubt verschiedene Trägerplattformen

Die schnelle Adaption an neue operationelle Anforderungen durch einfach konfigurierbare Firm- und Software macht das SmartRadar in Kombination mit einem variablen Kühlkonzept geeignet für eine Vielzahl von bemannten und unbemannten Plattformen unterschiedlicher Größe. Eine Ausprägung des SmartRadars ist in einen Pod mit einem autark arbeitenden Kühlsystem integriert, wodurch eine Adaption an unterschiedliche Missionsflugzeuge leicht möglich ist.

Das neuartige Technologiekonzept in Verbindung mit den innovativen und äußerst leistungsfähigen Echtzeit-Modi wurde im Auftrag des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAInBw) bereits mehrfach erfolgreich erprobt. Zuletzt wurden im vergangenen Jahr bei zwei Flugkampagnen überragende Aufklärungsergebnisse über Land erzielt.

AESA nutzt mehrere Sende- und Empfangsmodule

Ein wesentlicher Anteil der Leistungsfähigkeit des Radars beruht auf der neuesten AESA-Radartechnologie (AESA = Active Electronically Scanning Array). Dabei wird eine Vielzahl von Sende- und Empfangsmodulen in der Antenne verwendet, die von Cassidian in einer eigenen Microwave Factory entwickelt und gefertigt werden. Cassidian ist in Europa der Vorreiter dieser Technologie und liefert ähnliche Sende- und Empfangsmodule u.a. für den Erdbeobachtungs-Satelliten TerraSAR, für das Radar der neuen F125-Fregatten der Deutschen Marine und für die SPEXER 2000 Grenzüberwachungsradare.

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