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RUAG mit Wachstum durchs Zivilgeschäft – Projekte ausgelaufen

 

29. Aug 2013 - 23:45 Uhr


Wirtschaft

Der internationale Technologiekonzern RUAG steigerte im ersten Halbjahr den Nettoumsatz gegenüber dem Vorjahr um 3,4 Prozent auf 845 Mio. Schweizer Franken (CHF, Vorjahr 817 Mio. CHF). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erhöhte sich um 13 Prozent auf 44 Mio. CHF (39 Mio. CHF). Das zivile Geschäft befindet sich gegenüber dem militärischen nach wie vor im Aufwind.

56 Prozent des Umsatzes wurden mit zivilen Anwendungen erwirtschaftet. Am stärksten wuchs der Auslandumsatz der RUAG in Nordamerika sowie im asiatisch-pazifischen Raum. Sowohl ziviles Wachstum als auch Ausland­expansion wirkten sich positiv auf die Profitabilität aus.

Wachstum in fast allen Bereichen

Vier von fünf Divisionen verzeichneten im ersten Halbjahr ein Wachstum. Einzig bei der Division Defence, der strategischen Technologiepartnerin für Landstreitkräfte, verringerte sich der Umsatz gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Mit dem Werterhaltungsprogramm für den Panzer Leopard und der Auslieferung des Genie- und Minenräumpanzers für die Schweizer Armee sind grosse mehrjährige Projekte ausgelaufen. Trotz neuer internationaler Aufträge im Defence-Bereich ist es noch nicht gelungen, die verlorenen Volumen in gleichem Masse auszugleichen.

Sowohl das zivile Wachstum als auch die Auslandexpansion begründeten die Steigerung des EBIT von 13 Prozent und erwiesen sich damit als Profitabilitätstreiber. Mit zivilen Anwendungen erwirtschaftete die RUAG 56 Prozent (53 Prozent) des Nettoumsatzes, mit militärischen Anwendungen 44 Prozent (47 Prozent).

Im zivilen Bereich konnten insbesondere der Flugzeugstrukturbau, die Raumfahrtsparte sowie die Geschäftsfliegerei zulegen. Der Umsatz des nach wie vor wichtigsten Einzelkunden VBS (Eidgenössisches Departement für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport) ist mit 33 Prozent des Umsatzes (34 Prozent) erneut leicht zurück gegangen.

USA und Fernost treibende Kräfte

Die RUAG erzielte 60 Prozent (56 Prozent) des Umsatzes mit Kunden aus dem Ausland und 40 Prozent (44 Prozent) mit Schweizer Kunden. Das grösste regionale Wachstum verzeichnete die RUAG in Nordamerika mit 10 Prozent (8 Prozent) sowie im asiatisch-pazifischen Raum mit 5 Prozent (2 Prozent) Umsatzanteil. Die Aufwendungen des Technologiekonzerns für Forschung und Entwicklung blieben bei 68 Mio. CHF (69 Mio. CHF) konstant.

Die Rückgänge bei Auftragseingang und Auftragsbestand sind im Wesentlichen auf die ausgelaufenen Grossprojekte bei RUAG Defence zurückzuführen. Zudem führten die rückläufigen Verteidigungsbudgets in den Hauptmärkten dazu, dass geplante Beschaffungen hinausgeschoben wurden. Insgesamt fand beim Auftragseingang eine Umschichtung von langfristigen Projekt- zu kurzfristigen Unterhaltsaufträgen statt. Im Auftragseingang sind mehrjährige Rahmenverträge nur im Umfang von effektiv erfolgten Abrufbestellungen berücksichtigt. Für das Gesamtjahr erwartet die RUAG einen Nettoumsatz in der Grössenordnung des Vorjahres.

In Erfüllung der Vorgaben der Kaderlohnverordnung des Bundes hat der Verwaltungsrat ab 2013 einen Long Term Incentive Plan eingeführt, der die Mitglieder der Konzernleitung mit einem Teil der variablen Lohnkomponente am langfristigen Unternehmenserfolg misst.

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