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Cygnus-Raumkapsel startet zur ISS – Betrieb bis 2024

 

10. Jan 2014 - 16:57 Uhr


Raumfahrt

Orbital Sciences hat die erste Cygnus-Raumkapsel zur Versorgung der internationalen Raumstation ISS gestartet. Das im Rahmen eines Vertrages mit der NASA zur Versorgung der ISS entworfene Modul ist das erste von acht, das jetzt mit einer Antares-Rakete ins All geschossen wurde. Cygnus wird etwa 1.260 kg Frachtgut zur ISS bringen. Das Andockmanöver ist für die Nacht von Samstag auf Sonntag geplant.

Der Start erfolgte von der NASA Wallops Flight Facility in Virginia. Nach zehnminütigem Flug löste sich die obere Stufe ab und das Gefährt lenkte in seine 220 km mal 280 km hohe Umlaufbahn. Nach 25 Minuten konnten die Sonnensegel ausgefahren und die Kommunikation mit dem Modul hergestellt werden. Cygnus wird dann in wenigen Tagen vom Roboterarm der ISS eingefangen und am Nadir Node 2 angedockt.

20.000 kg Nachschub in acht Cygnus-Flügen

Der CRS-Auftrag (Commercial Resupply Services) der NASA zur Versorgung der Raumstation beläuft sich über 1,9 Mrd. US-Dollar und sieht die Lieferung von insgesamt 20.000 kg Fracht in acht Flügen bis 2016 vor. Mit dabei sind Nahrungsmittel, Kleidung, Ersatzteile, neue Ausrüstung und wissenschaftliche Experimente. Ähnlich arbeitet auch das Unternehmen SpaceX, das ebenfalls mit der Dragon-Kapsel private Versorgungsflüge für die NASA durchführte.

Cygnus besteht dabei aus einem Service-Modul, wie es bereits bei Satellitenmissionen wie GEOStar eingesetzt wurde, und einem unter Druck stehenden Fracht-Modul, das im Rahmen der COTS-Initiative (Commercial Orbital Transportation Services) von Thales Alenia Space entwickelt und geliefert wird. Damit werden die Vorgaben der NASA nach einem auch für Astronauten tauglichen Gefährt erfüllt.

ISS-Betrieb mindestens 2024 – Kommerzielle Nutzung

Unterdessen gab die NASA bekannt, die Raumstation ISS weiter betreiben zu wollen. Auf der International Space Exploration Forum (ISEF) in Washington, dem ersten Treffen auf Ministerebene zur Zusammenarbeit in der Raumfahrt-Forschung, das im Hause des Ausenministeriums stattfand, wurde die Entscheidung von US-Präsident Obama bekannt gegeben, dass der Betrieb auf der Raumstation noch bis mindestens 2024 weitergehen soll.

NASA Administrator Charles Bolden hob denn auch den Nutzen der Raumstation für die Forschung im Weltall, auf der Erdbe und auch für technologische Entwicklungen hervor. Aber auch neue Anwendungen für die Raumstation rücken in den Vordergrund. So gibt es beim deutschen Partner DLR Überlegungen, die ISS zukünftig verstärkt auch als Erdbeobachtungsplattform zu nutzen.

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