Aerosieger.de
Das Luftfahrt-MAGAZIN
Mittwoch, 24. Juli 2019, 04:34 Uhr
Facebook

METAR/TAF

Airport Wetter

Flughafenkennung
4-stelliger ICAO-Code:

Clean Sky 2: MTU Aero Engines als Lead-Partner mit an Bord

 

31. Jul 2014 - 22:16 Uhr


Info und News

Noch größer und anspruchsvoller: Anfang Juli wurde das europäische Forschungsprogramm Clean Sky 2 offiziell gestartet. Es ist wesentlich umfangreicher als das Vorgängerprogramm Clean Sky. Auch die MTU Aero Engines, Deutschlands führender Triebwerkshersteller, hat ihr Engagement ausgeweitet: Sie agiert als eines von 16 Lead-Unternehmen der Luftfahrtbranche in Europa und arbeitet an der weiteren Optimierung von Niederdruckturbinen und Hochdruckverdichtern.

"Clean Sky 2 ist ein starkes politisches Signal der EU-Kommission, um die europäische Luftfahrtindustrie zu unterstützen und die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern", kommentiert Dr. Rainer Martens, Technik-Vorstand der MTU. Die Arbeiten der MTU konzentrieren sich auf ihre Paradedisziplinen Niederdruckturbine und Hochdruckverdichter. Es geht unter anderem um die Entwicklung neuer, leichterer und temperaturbeständigerer Werkstoffe und eine verbesserte Aerodynamik für die zweite Generation der Getriebefan-Triebwerke.

Martens: "Neu ist, dass wir unsere Komponenten nicht einzeln betrachten, sondern das integrale Design im Auge haben." Für die Niederdruckturbine etwa bedeutet das, dass nicht nur sie weiter optimiert wird, sondern auch Eintritts- und Austrittsgehäuse miteinbezogen werden; beim Hochdruckverdichter spielen auch der Niederdruckverdichter und der Übergangskanal eine Rolle. Zur Erprobung der neuen Technologien benutzt die MTU Demonstratoren, die zwischen 2017 und 2019 getestet werden sollen.

Neben der Entwicklung neuer Technologien ist die Integration strategischer Partner (Core Partner), kleiner und mittlerer Firmen sowie von Hochschulen und Forschungseinrichtungen eine zentrale Aufgabe von Clean Sky 2. Die MTU beginnt jetzt mit der Ausschreibung ihrer Technologiebedarfe.

Das Technologieprogramm Clean Sky 2 läuft unter dem EU-Rahmenprogramm Horizon 2020 und soll bis 2024 dauern. Übergeordnetes Ziel ist es, die Luftfahrt noch sauberer und effizienter zu machen. Ab 2025 sollen die entwickelten Technologien bereits in der neuen Flugzeuggeneration zum Einsatz kommen. Clean Sky 2 wird mit einem Budget von knapp vier Milliarden Euro ausgestattet.

Diesen Beitrag empfehlen

(D410-81_139)
Seite erstellt in 0.500088 Sekunden.