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Rettungshubschrauber gefragt: ADAC mit 47.315 Einsätzen

 

18. Jan 2012 - 00:00 Uhr


General Aviation

Rettungshubschrauber gefragt: ADAC mit 47.315 Einsätzen

Niemals zuvor mussten die Hubschrauber der ADAC Luftrettung häufiger in die Luft als im Jahr 2011: Die Zahl der häufig lebensrettenden Einsätze stieg auf 47.315, das sind 3.232 Starts oder 7,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

Bei rund 130 Rettungsflügen pro Tag versorgten die 34 Stationen der Gelben Engel insgesamt 43 273 Patienten. Einer der Hauptgründe für den starken Anstieg der Einsatzzahlen waren die langen Schönwetterperioden in Frühjahr und Herbst, die sowohl für einen Anstieg bei den Freizeit- und Verkehrsunfällen als auch bei den internistischen Notfällen sorgten. Ein weiterer Grund sind technische Innovationen bei den Rettungsleitstellen, die einen noch besser abgestimmten Einsatz der Rettungshubschrauber ermöglichen.

Ludwigshafen Spizte – Unfälle erst auf drittem Platz

Die meisten Einsätze absolvierte 2011 die Station "Christoph 5" in Ludwigshafen mit 1.970 Missionen. Auf Rang zwei folgte "Christoph 10" in Wittlich mit 1.961 Flügen vor "Christoph 31" in Berlin (1.944). Am vierthäufigsten ging "Christoph Europa 1" in Aachen mit 1.917 Einsätzen in die Luft. Auf Rang fünf folgt "Christoph 33" in Senftenberg mit 1.819 Starts.

Bei rund der Hälfte aller ADAC Einsätze (48,8 Prozent) handelte es sich um internistische Notfälle wie akute Herzerkrankungen. Der zweithäufigste Anforderungsgrund für die ADAC Hubschrauber waren neurologische Notfälle wie zum Beispiel Schlaganfälle (12,5 Prozent). Bei 10,7 Prozent aller Einsätze wurden die Gelben Engel zu Verkehrsunfällen gerufen.

Die gemeinnützige ADAC-Luftrettung GmbH beschäftigt derzeit mehr als 180 Mitarbeiter auf den 34 Stationen und in der Verwaltung und arbeitet dabei mit 760 Ärzten und 280 Rettungsassistenten der verschiedenen Standortkliniken und Hilfsorganisationen zusammen. Bisher hat der ADAC als einer der Wegbereiter der Luftrettung in Deutschland und als größter ziviler Anbieter über 250 Millionen Euro in den Ausbau der Luftrettung in Deutschland investiert.

Warnung vor Betrug: Keine Mitgliedschaft nötig

Der ADAC warnt: Immer wieder versuchen dubiose Drückerkolonnen an den Haustüren unter dem Deckmantel der Hilfsbereitschaft unnötige Mitgliedschaften oder Spenden für Luftrettungsorganisationen zu erschleichen. Der Automobilclub betont, dass Rettungsdienst eine staatliche Verpflichtung ist und für die schnelle Hilfe durch den Rettungshubschrauber keine Mitgliedschaft notwendig ist. Für den Patienten entstehen keine zusätzlichen Kosten. Alle Einsätze werden über die Notrufzentralen unter der Nummer 112 abgewickelt, in einigen Bundesländern die Notrufnummer 19222.

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