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Aruba Airlines lässt Triebwerke von MTU betreuen

 

29. Jun 2015 - 23:30 Uhr


Wirtschaft

Die MTU Maintenance, die weltweit zu den fünf erfolgreichsten Anbietern für Instandhaltungsleistungen für zivile Flugantriebe zählt, erweitert ihr Kundennetzwerk um eine neue Fluggesellschaft aus der Karibik. Die MTU wird künftig exklusiv die V2500-Triebwerke von Aruba Airlines betreuen. Die Fluglinie hat einen Fly-by-Hour Vertrag auf Basis des Total Engine Care (TEC®)-Pakets mit einer Laufzeit von zehn Jahren abgeschlossen. MTU gibt dazu ein hohes Auftragsvolumen aus der Paris Air Show bekannt.


Der Vertrag umfasst Serviceleistungen rund um die Instandhaltung der Triebwerke, die Bereitstellung von Ersatztriebwerken, Vor-Ort-Betreuung, das Früherkennungssystem MTUPlus Engine Trend Monitoring, das Management von Line Replaceable Units (LRUs) und Anbaugeräten sowie Beratungsleistungen. Seit der Aufnahme des V2500 in ihr Triebwerksportfolio hat die MTU Maintenance über 3.800 Shop Visits absolviert und ist mit einem Marktanteil von 37 Prozent Marktführer bei diesem Antrieb.


Aruba Airlines ist in Oranjestad auf der Insel Aruba beheimatet. Sie fliegt im Liniendienst von ihrem Heimatflughafen Aruba aus nach Maracaibo und Valencia (beides in Venezuela) sowie Panama-Stadt (Panama). Ferner bietet sie Charterflüge nach Cancún (Mexiko) und Quito (Ecuador) an. Ab Juli nimmt Aruba Airlines die Route Miami (USA) – Aruba in ihr Streckennetz auf. Bis Ende des Jahres sollen weitere Ziele in Lateinamerika und der Karibik folgen.


800 Mio. Euro Aufträge von der Paris Air Show


MTU bewegt sich zur Zeit in guten Rahmenbedingungen. Nicht nur kommt dem Triebwerkshersteller zunehmende Verantwortung für kritische Teile auch der größten kommerziellen Triebwerke zu, das Unternehmen zieht auch eine sehr positive Bilanz der diesjährigen ‚International Paris Airshow‘.


Von dort meldet MTU Aufträge im Wert von mehr als 800 Millionen Euro und konnte vor allem bei den Getriebefan-Triebwerken der PW1000G-Familie punkten. "Effiziente und sparsame Triebwerke – darauf setzen Fluggesellschaften heute," so MTU-Vorstandsvorsitzender Reiner Winkler. "Die GTF-Technologie hat sich im Markt so schnell wie noch keine Triebwerkstechnologie durchgesetzt. Mit unserem hohen Marktanteil bei Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen sowie Regional- und Business-Jets werden wir zukünftig auch im Aftermarket profitieren," erläutert er weiter. Das Gesamtvolumen der Triebwerksbestellungen, an denen die MTU beteiligt ist, umfasst auch Antriebe für Langstreckenflieger.


Die Spitzenposition der MTU-Aufträge während der Airshow halten die Getriebefans (GTF) für die Airbus A320neo-Familie. Die größte Order platzierte die Fluggesellschaft Turkish Airlines; zusammen mit den Bestellungen der SMBC Aviation Capital, einer der weltweit führenden Flugzeug-Leasinggeber, Korean Air und der China Leasing-Gruppe (CALC) wurden 170 Flugzeuge mit PurePower® PW1100G-Antrieben für deren A320neo-Flotten geordert. Auch das PW1900G, die Getriebefanversion für die neue Generation von E-Jets von Embraer, konnte punkten. Der südamerikanische Flugzeughersteller erhielt Festaufträge für 25 Flugzeuge. Kunde ist die US-amerikanische Leasingfirma Aircastle.


Die MTU profitiert auch von Bestellungen der neuen Widebody-Generationen: Die Volga-Dnepr-Gruppe aus Russland rüstet 20 Boeing 747-8F-Frachter mit dem GEnx-Triebwerk aus. Ein weiterer Anteil der Neubestellungen entfällt auf das GE9X für die Boeing 777X. Qatar Airways ist hier Auftraggeber mit fest bestellten GE9X-Antrieben. Die Airline stattet damit zehn weitere Boeing-Langstreckenflugzeuge aus. Das Triebwerk der aktuellen A320-Familie, das V2500 von IAE, wurde bei der Paris Airshow nach wie vor stark nachgefragt. Die Antriebe wurden von dem Leasingunternehmen BOC Aviation aus Singapur, der Finanzgruppe CIT Group Inc. sowie der ungarischen Wizz Air geordert.


Die MTU unterhält Standorte weltweit; Unternehmenssitz ist München. Im Geschäftsjahr 2013 haben rund 8.700 Mitarbeiter einen Umsatz in Höhe von rund 3,7 Milliarden Euro erwirtschaftet. Technologisch führend ist sie bei Niederdruckturbinen, Hochdruckverdichtern, Herstell- und Reparaturverfahren.


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