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Meteosat MSG-4 startbereit in Kourou

 

02. Jul 2015 - 21:03 Uhr


Raumfahrt

Meteosat MSG-4 startbereit in Kourou

Der vierte und letzte Meteosat der zweiten Generation ist bereit für seinen Start in den Weltraum. An der Spitze der europäischen Trägerrakete Ariane 5 soll der Satellit am Mittwoch, 08. Juli, vom europäischen Weltraumbahnhof Kourou abheben. Ruag Space hat für diesen neuen Wettersatelliten eine Reihe von Baugruppen zugeliefert.   


Darunter sind die Struktur und das Datenverarbeitungssystem. Dazu kommen die Thermalisolation, einen UHF-Empfänger, Antennen sowie eine spezielle Elektronikeinheit, welche die pyrotechnische Entfernung mechanischer Sicherungen nach dem Start steuert.  


Meteosat der zweiten Generation


Von ihrer geostationären Position in 36.000 km Höhe beobachten die Meteosats das Wettergeschehen vor allem über Europa und sind längst unverzichtbarer Bestandteil unseres Alltags geworden. Ganze Wirtschaftszweige, beispielsweise die Landwirtschaft, die Bauindustrie oder der Tourismus, profitieren von den Daten der Wettersatelliten, die von der europäischen Organisation für die Nutzung meteorologischer Satelliten, Eumetsat, betrieben werden. 


Der Satellit, der jetzt zum Start bereit steht, ist der vierte Meteosat der zweiten Generation und wird deshalb auch als MSG-4 (Meteosat Second Generation) bezeichnet. Im Vergleich zu den ersten Meteosats sind die aktuellen Satelliten wesentlich leistungsfähiger und ermöglichen dadurch genauere Wettervorhersagen. Satelliten der zweiten Generation werden Europa bis zum Jahr 2020 mit Wetterdaten versorgen. Danach wird eine noch leistungsfähigere dritte Meteosat-Generation, MTG (Meteosat Third Generation), übernehmen. Die Entwicklung hat bereits begonnen und Ruag Space wird auch am Bau dieser neuen Satelliten massgeblich beteiligt sein.


Ruag Space-Teile des Satelliten


Ruag Space hat die Struktur für den Meteosat geliefert. Sie ist tonnenförmig, hat einen Durchmesser von 3,20 Meter und besteht größtenteils aus Aluminium. Diese Struktur bildet das "Rückgrat" des Satelliten, sie beherbergt nicht nur das Messinstrument, welches die Wetterdaten liefert, sondern auch alle anderen Baugruppen. 


Das zentrale Datenverarbeitungssystem des Wettersatelliten stammt ebenfalls von Ruag Space. Dieser Computer ist einerseits zuständig für die Verarbeitung der Messdaten, andererseits verarbeitet der Rechner auch eine Vielzahl von Daten, die für die Steuerung und den Betrieb des Satelliten gebraucht werden.


Auch die Antennen, welche die Steuersignale für den Satelliten empfangen, stammen von Ruag Space. Im All ist der Meteosat Temperaturschwankungen ausgesetzt, die bis zu 400°C betragen können. Ruag Space rüstet die Meteosats deshalb mit einer speziellen thermischen Isolation aus, welche die empfindlichen Instrumente an Bord vor diesen Temperaturen schützt. 


 Während des Starts sind viele Bauteile des Satelliten mechanisch fixiert und gesichert. Nach dem Aussetzen im All werden sie durch Zündung kleiner Sprengladungen gelöst. Dazu liefert Ruag Space eine spezielle Elektronikeinheit, welche das Entfernen der Sicherungen steuert.


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