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Förderung für Fliegen ohne Emission mit Brenstoffzellen

 

21. Sep 2015 - 14:39 Uhr


Info und News

Förderung für Fliegen ohne Emission mit Brenstoffzellen

Der Flughafen Stuttgart engagiert sich seit mehreren Jahren für umweltschonenden Luftverkehr. Um die Forschung zu diesem Thema weiter zu fördern fließen nun für ein bestimmtes Projekt zum Fliegen mit Strom 180.000 Euro ans DLR.

Winfried Hermann, baden-württembergischer Minister für Verkehr und Infrastruktur und Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen Stuttgart GmbH, überreichten gemeinsam mit Flughafenchef Prof. Georg Fundel am heutigen Montag einen Scheck über 180.000 Euro an Vertreter des Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrums (DLR).

Alternative für die Flugzeugindustrie


Verkehrsminister Winfried Hermann betonte den Pioniergedanken des Projektes: "Bisher wurden Flugzeuge mit Elektromotor mittels Batterie oder Solar angetrieben. Brennstoffzellen wurden hingegen fast noch nie in der Luftfahrt eingesetzt." Mit der finanziellen Unterstützung von elektrischem Fliegen wolle man eine Technologie voranbringen, die langfristig eine Alternative für die Flugzeugindustrie sein kann. "Für Umwelt und Gesellschaft wäre dies eine wichtige Alternative bei weiter wachsender Mobilität..." sagte Prof. Georg Fundel, Geschäftsführer der Flughafen Stuttgart GmbH.


Für Prof. Dr. Josef Kallo, DLR-Koordinator Elektrisches Fliegen, fördert der Flughafen Stuttgart mit seiner Spende eine wichtige Entwicklung: "Elektrisches Fliegen lässt emissionsfreie Luftfahrt Realität werden. Mit dem brennstoffzellenbetriebenen Flugzeug Hy4 wollen wir die Machbarkeit solcher Flugzeuge demonstrieren und Anwendungsfelder aufzeigen." Die Unterstützung des Flughafens ermögliche den Startschuss für Entwicklung und Einbau des benötigten Antriebssystems, das Brennstoffzelle und Batterie kombiniert sowie die Optimierung hinsichtlich Alltagstauglichkeit und Passagiertransport.


Viersitzer Hy4 mit Elektroantrieb geplant


Vor dem Hintergrund steigender Mobilitätsansprüche, begrenzter fossiler Rohstoffe und dem Wunsch nach Nachhaltigkeit bietet sich vor allem der deutsche und europäische Regionalverkehr als Einstiegsszenario für elektrisches Fliegen. Dazu Dr. Anke Kovar, Leiterin des DLR-Standorts Stuttgart sagte zu den Perspektiven der aktuellen Forschungen: "Hier besteht das Potenzial, Ziele flexibler anzubinden und schnellere Alternativen zu bestehenden Transportmitteln zu bieten. Forschungsziel ist es deshalb, schrittweise die Personenkapazität, Reichweite und Zuverlässigkeit elektrischer Flugzeuge zu erhöhen, um so eine kommerzielle Nutzung zu ermöglichen."


Die Forscher des DLR wollen bis Mitte 2016 ein viersitziges Flugzeug mit dem Namen Hy4 entwickeln, das seine Energie komplett aus einer Brennstoffzelle und Batterien bezieht. Damit würde das emissionslose Fliegen das reine Experimentier- und Projektstadium verlassen und kommerziell nutzbar werden. Entwickelt wird das Projekt in einer Ausgründung des DLR mit dem Namen H2fly. Der Name leitet sich aus dem chemischen Symbol für Wasserstoff, H2, ab.


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