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Fliegerradar sichert Luftraum in der Schweiz zum WEF

 

20. Jan 2016 - 19:12 Uhr


Technik

Fliegerradar sichert Luftraum in der Schweiz zum WEF

Der Flugverkehr im Raum Davos ist während des WEF im Umkreis von 46 Kilometern eingeschränkt. Um eine lückenlose Überwachung zu gewährleisten, setzt die Luftwaffe verschiedene Radar- und Beobachtungssysteme ein – so auch ein TAFLIR-System.


Es ist das transportierbare taktische Fliegerradarsystem der Schweizer Luftwaffe zur Erfassung der Lage im mittleren und unteren Luftraum. Es ergänzt das FLORAKO-System, das den oberen Luftraum beobachtet. Wer während des WEF diese "restricted Area" durchfliegen will, kommt unweigerlich mit dem TAFLIR-System in Kontakt.


Während des ganzen WEF stellt die Ruag Defence unter anderem auch vier Mitarbeitende vor Ort zur Verfügung. Christian Aeppli, Leiter Fachstelle TAFLIR, hat sich für den Einsatz am WEF klare Ziele gesetzt: "Wir wollen wiederum rund um die Uhr einen qualitativ hochstehenden Support gewährleisten. Dabei steht eine möglichst durchgehende Verfügbarkeit des Systems im Mittelpunkt." Die erfahrenen und im Umgang mit dem TAFLIR-System äusserst versierten Mitarbeiter stehen somit während des ganzen WEF-Einsatzes der Kompanie bei Fragen oder gar technischen Störungsbehebungen zur Seite. Auch für über zehn weitere Systeme, die für das WEF bereitstehen, bietet die Ruag rund um die Uhr Supportleistungen an.


15 Quadratmeter für 30.000 Fuß


Damit das TAFLIR im Einsatzraum einwandfrei funktioniert, wurden alle Komponenten zuvor bei der Ruag Defence eingehend geprüft – was mehrere Wochen dauerte. Das charakteristischste Systemteil ist die rechteckige Antenne. Sie misst rund 15 Quadratmeter und reicht 100 Kilometer weit und bis auf 10.000 Meter Höhe. Besondere Aufmerksamkeit widmete das Team von Christian Aeppli während der Inspektion dem Radar-Container: Hier sitzt die Leistungselektronik, die Senderöhre, hier werden Sende- und Empfängerdaten verarbeitet und weitergeleitet. Alles muss einwandfrei funktionieren. Neben der Antenne und dem Radar-Container zählen noch diverse weitere Komponenten zum Gesamtsystem, um einen einwandfreien Betrieb auch unter schwierigen Wetterbedingungen zu ermöglichen.


Die TAFLIR-Experten der Ruag sind seit dem Jahr 2003 am WEF im Einsatz – aber nicht nur. Bei vielen weiteren großen Anlässen mit hohen politischen Gästen wird der Luftraum im Sinne der "völkerrechtlichen Schutzpflichten" überwacht. Sei dies während der OSZE-Ministerratskonferenz in Basel von Ende Dezember 2014 oder der letzten Syrien-Konferenz im Montreux vom Januar 2014. Auch hier unterstützten die Mitarbeitenden der Ruag die TAFLIR-Kompanie dabei, den Luftraum zuverlässig und mit hoher Verfügbarkeit zu überwachen.


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