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Diamond zeigt Seeaufklärer DA42 MPP PANDION

 

17. Nov 2016 - 11:31 Uhr


General Aviation

Diamond zeigt Seeaufklärer DA42 MPP PANDION

Die komplett firmenintern entwickelte DA42 MPP PANDION besteht aus einem leichten Suchradar, einer kreiselstabilisierten elektro-optischen Infrarotkamera und einem kommerziellen Satellitenkommunikationssystem.


Die DA42 MPP (Multi Purpose Platform) ist mit einer beeindruckenden Höchstflugdauer von bis zu 12 Stunden bei einem Gesamtverbrauch von 24,2 L/Std. (6,4 US Gal/Std.) laut Hersteller das fähigste Flugzeug ihrer Klasse. Angetrieben von zwei hochmodernen Turbo-Jet-Fuel-Motoren (AE300 von Austro Engine) ist sie in der Lage mit verschiedensten Treibstoffen, wie Jet-A, Jet-A1, TS-1, RT oder JP-8 zu fliegen und ist somit unbegrenzt einsetzbar.


Markus Fischer, Sales Director Special Mission Aircraft, Diamond Aircraft Industries Austria: "Das Pandion-Konzept ist eine Fernerkundungslösung für die See- und Küstenüberwachung zur Bekämpfung von illegaler Fischerei und Piraterie. Ausgestattet mit einer EO/IR Kamera, einem Beyond Line of Sight Satcom und einem Missionsmanagementsystem ist die DA42 MPP in der Lage, problemlos bis zu sechs Stunden und 150 nautische Meilen außerhalb der Küstenlinie zu operieren. Im Paketpreis inkludiert ist eine kompakte Bodenstation, die den Entscheidungsträgern einen umfassenden Überblick über die Situation auf dem Wasser gibt (Live-Videoübertragung, Telemetriedaten und Sprechverbindung)." Damit gebe es nun kein Argument mehr, nicht gegen illegale Aktivitäten, wie Piraterie, Drogenschmuggel, illegale Fischerei oder Umweltverschmutzung vorzugehen, so Fischler.


Diamond Aircraft hat sowohl das Seeradar "NEPTUN" als auch das Satellitenkommunikationssystem (BLOS SATCOM) "KOPERNIKUS" hausintern modifiziert. Die Architektur wurde einfach und nutzerfreundlich gehalten, um einen stabilen und zuverlässigen Betrieb während der gesamten Mission zu gewährleisten.


Alexander Hauthaler, Technical Director Special Mission Aircraft, Diamond Aircraft Industries Austria: "Wir haben Neptun und Kopernikus erfolgreich über 200 Stunden über dem Mittelmeer getestet. Die Ergebnisse zeigten, dass mit dem implementierten AIS und den Seekarten zusammen mit den Radar- und Kameradaten, eine reales Lagebild der aktuellen Vorgänge am Wasser kreiert werden kann." Mathias Hutterer, Head of Airborne Sensing Division, Diamond Aircraft Industries Austria: "Unsere Testflüge zeigten, dass die selbstentwickelte tropfenförmige Neptun-Radarkuppel optimal für einen reibungslosen Flug geeignet ist. Die komplette Pandion Konfiguration ist ein ausgesprochen effizientes Werkzeug für die See- und Küstenüberwachung."


Das NEPTUN Radar, angebracht am Bauch des Flugzeuges, ist mit einem automatischen Schiffsidentifizierungssystem (AIS) ausgestattet. Es liefert ein Lagebild des gegenwärtigen Schiffverkehrs innerhalb einer Reichweite von 66 km (36 nm). Das System bietet noch einen zusätzlichen Vorteil für die Flugzeugcrew: Seekarten können in das System geladen werden, um sie mit den in Echtzeit produzierten Radardaten zu überlagern. Die Radarkuppel wurde entsprechend bester aerodynamischer Leistung und minimalstem Widerstand designt.


Das Satellitenkommunikationssystem KOPERNIKUS ermöglicht eine permanente Verbindung mit den Entscheidungsträgern und der Crew am Boden. Sie ist verfügbar für INMARSAT und THURAYA Netzwerke und erlaubt es der Flugzeugcrew, online zu arbeiten, zu e-mailen, VoIP zu benutzen, Momentaufnahmen vom Radar zu versenden oder Livevideos von der Kamera zu übertragen. Sämtliche Komponenten sind "no ITAR", unterliegen somit nicht den ITAR-Exportbeschränkungen und, selbst kurzfristig, schnell weltweit auslieferbar.


Diamond Aircraft Industries will die schlüsselfertige Seeüberwachungslösung, erweitert mit einer Bodenstation und Training nach Bedarf anbieten.


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