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Diskriminierung? Lufthansa prüft Schritte gegen Entgeltordnung

 

05. Dez 2016 - 19:19 Uhr


Wirtschaft

Die Deutsche Lufthansa AG kritisiert die jetzt vom Hessischen Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Energie und Landesentwicklung genehmigte neue Entgeltordnung für den Flughafen Frankfurt. Diese sieht nicht nur eine unangemessene Erhöhung der Entgelte insgesamt, sondern auch niedrigere Gebühren für Fluggesellschaften vor, die neu ab Frankfurt fliegen. Dies könnte z.B. für Ryanair gelten. Für etablierte Airlines wird nur besonders großes Wachstum gefördert. Daher ist die Regelung aus Sicht von Lufthansa, die die Erhöhung an ihrem Hauptstandort schon besonders stark trifft auch noch zusätzlich diskriminierend. Lufthansa prüft nun alle Optionen mit Blick auf diese Entscheidung.


"Wir sind enttäuscht, dass das Ministerium dem Antrag von Fraport zugestimmt hat. Wir sehen uns dadurch gegenüber neu ab Frankfurt fliegenden Airlines benachteiligt. Es kann nicht sein, dass zwei Airlines, die dieselbe Strecke fliegen, unterschiedliche Gebühren bezahlen. Diese Unterscheidung macht keinen Sinn", sagt Harry Hohmeister, Vorstand Hub Management der Deutschen Lufthansa AG.


Lufthansa nimmt im kommenden Sommer mit Santiago de Compostela, Shannon, Bordeaux, Heringsdorf und Paderborn gleich fünf neue Ziele ab dem Flughafen Frankfurt in ihr Programm. Weiter sorgt Lufthansa für eine nachhaltige hohe Auslastung der Kapazitäten; trotzdem ist Lufthansa nicht die gleiche Förderung zugängig wie sie für neue Fluggesellschaften gewährt wird und es gibt auch keine Großkundenkonditionen wie in anderen Märkten.


Die neue Entgeltordnung sieht zudem eine Erhöhung der Start- und Landeentgelte um 1,9 Prozent vor. Während die Entgelte in London und Amsterdam sinken, erhöhe Frankfurt die Entgelte und gehöre schon heute zu den teuersten Flughafenstandorten in Europa. Eine weitere Kostensteigerung sei nicht nachvollziehbar und gefährde so mögliches Wachstum, hieß es von der Airline.


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