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Turbofan-Simulator für verbesserten ökologischen Footprint

 

19. Apr 2017 - 17:27 Uhr


Technik

Turbofan-Simulator für verbesserten ökologischen Footprint

In den Konsortien ESICAPIA und LOSITA wurden nun erfolgreich Windkanalmodelle für die Simulation von neuen Turbofan- und Propellertechnologien entwickelt und erfolgreich getestet. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, den ökologischen Fussabdruck zukünftiger Flugzeuge zu verringern.


Die Forschungsvorhaben aus dem Hause Ruag Aviation als Mitglied der Konsortien sind Teil des Green Regional Aircraft Technology Demonstrator Projekts (GRA) des europäischen Luftfahrtforschungsprogramms Clean Sky.


Die Clean Sky GRA Programme ESICAPIA (Experimental Subsonic Investigation of a Complete Aircraft Propulsion system Installation and Architecture power plant optimisation) und LOSITA (Low Subsonic Investigation of a large complete Turboprop Aircraft) zielen darauf, die Konfiguration, die Flugleistung und alternative Antriebssysteme an zwei verschiedenen experimentellen Regionalflugzeugen zu optimieren. Ruag gehört den zweien internationalen Konsortien an, die von der Firma IBK Innovation in Deutschland geführt werden.


Die Konsortien haben den Auftrag, Modelle der beiden GRA-Konfigurationen zu entwickeln und ihre Leistung bei Tests im großen Windkanal von Ruag Aviation in Emmen zu untersuchen. Eines der beiden Modelle ist mit Propellern ausgestattet, beim zweiten Modell wird ein modernes Turbofan-System simuliert. Beide Antriebssysteme hat die Aerodynamik-Abteilung von Ruag Aviation selbst entwickelt.


"Die Simulationen mit Propellern am Flugzeug ist ein Standard bei Tests im großen Windkanal", sagt Andreas Hauser, Leiter Aerodynamik Department, Ruag Aviation. "Die Turbofan-Simulatoren für das ESICAPIA-Modell waren hingegen neu für uns. Diese Herausforderung war für unser Aerodynamik-Team eine willkommene Gelegenheit, unsere Kompetenz zu demonstrieren und unseren Ruf für innovative Lösungen weiter zu festigen."


Bei der Entwicklung der Simulationssysteme bauten die Ingenieure von Ruag vorhandene Fähigkeiten und Technologien im Bereich der Hydraulikmotoren auf und integrierte diese in die Windkanal-Modelle der Green Regional Aircraft-Projekte. Bei den folgenden Windkanaltests arbeiteten die Antriebe einwandfrei. Die Green Regional Aircraft Modellversuche waren ein voller Erfolg. Sie lieferten eine wertvolle aerodynamische Datenbank die auch Antriebseffekte und akustische Daten beinhaltet. Dank dieser Erfahrungen aus der Entwicklung des Turbofan-Simulators für ESICAPIA, profitieren Kunden von Ruag Aviation nun von einem erweiterten Leistungsspektrum bei den Windkanal-Tests. Das Know-how aus dem Projekt hilft den Ingenieuren von Ruag bereits jetzt, einen neuen, kleineren und noch leistungsfähigeren Turbofan-Simulator zu entwickeln.


"Forschung wie diese bringt letztlich Vorteile für alle: Eine sauberere Umwelt und eine nachhaltige Zukunft für die Luftfahrt", sagt Andreas Hauser. Finanziert wurden diese Projekte durch das Forschungs- und Innovationsprogramm Horizon 2020 der Europäischen Union im Rahmen der Finanzhilfe-Vereinbarungen 325954 und 620108.


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