Simultan zur Kapazitätsreduzierung von 2,4 Prozent hat die Berliner Fluggesellschaft airberlin im Urlaubsmonat Juli ihre Auslastung um 1,6 Prozentpunkte auf 88,9 Prozent gesteigert und verbessert damit ihre Auslastungsentwicklung der vergangenen Monate. Im kumulierten Vergleich erhöhte sich damit die Auslastung um 0,2 Prozentpunkte auf 83,6 Prozent. Die angebotenen Sitzplatzkilometer (ASK) verzeichnen ebenfalls einen Anstieg und erhöhten sich um 0,9 Prozent auf 5,630 Milliarden gegenüber dem Vorjahresmonat. Trotz der jüngsten Anschläge verzeichnet das weltweite Passagieraufkommen bei airberlin nur einen geringen Rückgang auf 3.220.122 Fluggäste. Das entspricht 0,8 Prozent.
Der größte Flughafen Mecklenburg-Vorpommerns verzeichnete mit 50.603 Passagieren einen Zuwachs von mehr als 100 Prozent im Vergleich zu Juli 2015 und damit einen neuen Rekord. Seit Bestehen des zivilen Flugbetriebes auf dem mitbenutzten Militärflughafen wurde erstmals die Schwelle von mehr als 50.000 Passagieren pro Monat überschritten. Mit diesen Ergebnissen kann sich der Flughafen Rostock-Laage deutlich vom Branchentrend rückläufiger Passagierzahlen bei den Regionalflughäfen abkoppeln. Bis Ende Juli wurden bereits 140.926 Passagiere ab/an Rostock-Laage befördert, vor 10 Jahren noch war das die Gesamtpassagierzahl eines Jahres.
Im Vergleich zu der europäischen und internationalen Entwicklung hinkt die deutsche Luftfahrt hinterher. Das zeigt der Bundesverband der Deutschen Luftverkehrswirtschaft (BDL) anhand aktuell vorgelegten Halbjahreszahlen. Während der Passagierluftverkehr (in verkauften Personenkilometern) weltweit in den ersten sechs Monaten des Jahres 2016 insgesamt um sechs Prozent gewachsen ist, verzeichneten die deutschen Fluggesellschaften ein Minus von 0,8 Prozent. Das Wachstum im Weltluftverkehr wird vor allem von den Airlines aus dem Nahen Osten mit einem Wachstum von 10,6 Prozent getragen. Zum Vergleich: Die europäischen Fluggesellschaften wuchsen im gleichen Zeitraum nur um 3,8 Prozent.
Die Umsätze der Lufthansa Group sind im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016 um 2,1 Prozent auf 15,0 Milliarden Euro gesunken. Die Verkehrserlöse nahmen trotz höherer Passagierzahlen um 4,5 Prozent ab, was den Preisdruck bei den Airlines und im Frachtgeschäft widerspiegelt. Trotz geringerer Umsätze ist das Adjusted EBIT, die maßgebliche Kennzahl für den wirtschaftlichen Erfolg, um 61 Millionen Euro auf 529 Millionen Euro gestiegen. Die Ergebnisentwicklung reflektiert die günstigeren Treibstoffpreise und verbesserte Kostenstrukturen. So sind die um Währungseffekte und Treibstoffkosten bereinigten Stückkosten im ersten Halbjahr um 1,3 Prozent gefallen.
Ryanair hat ihre Passagier- und Auslastungsstatistik für Juli 2016 veröffentlicht. Wie Kenny Jacobs, Chief Marketing Officer von Ryanair, mitteilte, war der Juli 2016 ein Rekordmonat für Ryanair. Die Passagierzahlen stiegen um 12 Prozent auf 11,3 Millionen beförderte Fluggäste gegenüber dem Vorjahr. So sei der Low Cost-Carrier die weltweit erste Airline geworden, die in einem Monat über elf Millionen internationale Passagiere befördert habe, und das bei einer Auslastung von 96 Prozent. Das Passagieraufkommen der vergangenen 12 Monate einschließlich Juli 2016 stieg um 16 Prozent auf insgesamt 110,7 Millionen Kunden.
Austrian Airlines hat das erste Halbjahr 2016 mit einem deutlich besseren Ergebnis abschließen können. Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) hat im ersten Halbjahr 2,0 Mio. Euro betragen und ist damit um 19 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres gelegen. Das Adjusted EBIT, die für die Prognose relevante Kennzahl, in der unter anderem Bewertungsgewinne aus Flugzeugverkäufen abgezogen werden, konnte im ersten Halbjahr um 17 Millionen Euro auf -0,1 Mio. Euro verbessert werden. Die Verbesserungen konnten vor allem durch geringere Treibstoff- und Technikkosten sowie einen positiven Einmaleffekt aus dem Abschluss eines langfristigen Mietvertrags mit dem Flughafen Wien erzielt werden. Dieser ist ein positiver Nachläufer aus der Restrukturierungsphase. Positiv wirkte sich im ersten Halbjahr 2016 außerdem der Ausbau des deutsch-österreichischen Nachbarschaftsverkehrs aus.
Die Fraport AG hat sich mit der Qatar Investment Authority (QIA) über den Verkauf von 10,5 Prozent der Anteile an Thalita Trading Ltd. (Thalita) verständigt. Thalita ist Eigentümerin der Firma Northern Capital Gateway, diese wiederum hält die 30-jährige Betriebskonzession für den Flughafen Pulkovo in St. Petersburg (Russland). Die Fraport AG reduziert damit ihren Besitz an Thalita von 35,5 Prozent auf 25 Prozent. Auf Basis der aktuellen Buchwerte erwartet Fraport aus der Transaktion einen Gewinn in der Größenordnung zwischen 30 und 40 Millionen Euro, der sich in voller Höhe auf das Konzern-EBITDA, -EBIT und -EBT des laufenden Geschäftsjahres auswirken wird und das Konzern-Ergebnis positiv beeinflusst. Der Transaktionsabschluss ist für die zweite Jahreshälfte 2016 geplant. Dessen unbenommen behält Fraport die Funktion als "Airport Operator" innerhalb des Konsortiums.
Ethiopian Airlines hat die Lufthansa Technik AG mit der umfassenden Komponentenversorgung für ihre zukünftige Airbus A350-Flotte beauftragt. Zu den Leistungen im Rahmen des Vertrags gehören die Wartung, Reparatur und Überholung von Komponenten sowie der Zugang zu einem entsprechenden Ersatzteilpool.
Ruag Aerostructures, eine Division des Ruag Konzerns, und Airbus besiegelten ihre Zusammenarbeit mit der Unterzeichnung eines Vertrages zur langfristigen Kooperation. Der Vertrag umfasst die Produktion von Großbaugruppen für die Airbus A320-Familie und den Airbus A330 und sieht Lieferungen für einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren vor.
Malaysia Airlines Berhad (Malaysia Airlines) bestellt bei Boeing 25 Flugzeuge der 737 MAX 8. Dazu kommen Optionen für weitere Flugzeuge der 737 MAX 8 und 737 MAX 9.