Drohnen werden zunehmend zur Gefahr im Umfeld von Flughäfen. Bundesverkehrsminister Steffen Bilger war heute gemeinsam mit Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi am Flughafen Stuttgart live vor Ort, um sich über den Start des neuen Systems der Deutschen Flugsicherung (DFS) zu informieren.
Drohnen können den Luftverkehr innerhalb kürzester Zeit stören und Flugzeuge zum Abdrehen zwingen. Die Flüghäfen rüsten deshalb in Zusammenarbiet mit dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) zur Drohnendetektion an deutschen Verkehrsflughäfen auf. Berlin ist bereits seit wenigen Tagen am Start, mit Stuttgart und Hamburg kommen heute zwei weitere Standorte hinzu.
Baden-Württembergs Verkehrsministerin Nicole Razavi ergänzte, der Schutz der kritischen Infrastruktur und die Sicherheit der Passagiere am Flughafen Stuttgart erforderten eine kontinuierliche Anpassung an eine veränderte Sicherheitslage. Die neue Detektionstechnik seien quasi die Augen, die es im entscheidenden Moment braucht. Die Technik von der DFS kann unautorisierte Flugobjekte frühzeitig erkennen, die Lage schneller bewerten Risiken besser einschätzen. Somit ist eine unmittelbare Reaktion auf Drohnensichtungen möglich, ohne den Flugverkehr unverhältnismäßig zu beeinträchtigen.
Die Deutsche Flugsicherung (DFS) kann mit dem neuen System Drohnen im relevanten Luftraum frühzeitig erkennen und die zuständigen Stellen über mögliche Gefährdungen für den Luftverkehr informieren. So können Informationen schneller zusammengeführt und mögliche Gefährdungslagen frühzeitig bewertet werden. Die Detektion im An- und Abflugbereich übernimmt dabei die Deutsche Flugsicherung.
Für die Gefahrenabwehr und die aktive Abwehr von Drohnen sind weiterhin die zuständigen Sicherheitsbehörden verantwortlich, insbesondere die Bundespolizei. Beide Bereiche werden technisch und organisatorisch eng miteinander verzahnt.
Das BMV arbeitet dabei eng mit dem Bundesministerium des Innern, der Deutschen Flugsicherung, der Bundespolizei und den Flughäfen zusammen. Ziel ist ein abgestimmtes Lagebild, in dem relevante Informationen schnell zusammengeführt und an die jeweils zuständigen Stellen weitergegeben werden können.
Mit der Inbetriebnahme der Systeme an Stuttgart und Hamburg wird die erste Ausbaustufe an den acht großen deutschen Verkehrsflughäfen in dieser Woche vollständig umgesetzt. Der nächste Schritt ist der Ausbau der Drohnendetektion an den übrigen von der Deutschen Flugsicherung betreuten Verkehrsflughäfen. Die dauerhaften Detektionssysteme sollen dort schrittweise bis Ende Januar 2027 in Betrieb genommen werden.