Deutsche reisen wieder. Das merkt auch der Regionalairport Memmingen. Süddeutschlands führender Low Cost Airport rechnet mit bis zu 235 Abflügen pro Woche, bei vollen Flugzeugen.
Der Flughafen Memmingen erwartet auch in diesem Sommer wieder mehr Passagiere. Waren es im Vorjahr 540.000, die den Airport während der Ferienzeit nutzten, so rechnen die Verantwortlichen nun mit einer weiteren Steigerung. "Insgesamt stehen 575.000 Sitzplätze zur Verfügung, die bis auf wenige Ausnahmen gebucht sind", berichtet Flughafen Geschäftsführer Marcel Schütz. Für die Airlines bedeutet das eine Auslastung der Maschinen von weit über 90 Prozent.
Das Flugafkommen bisher macht das Flughafen Management sehr zufrieden. Das kontinuierliche Wachstum schreite auf bewusst kleinerer Flamme voran. Der Memminger Wachstumskurs übersteige deutlich die Entwicklung es gesamten Marktes. In diesem Jahr rechnet man mit rund 3,8 Millionen Passagieren (Vorjahr 3,7). Seit Corona habe der Airport um rund 240 Prozent zugelegt und habe sich mit Rang 10 in der Spitzengruppe der deutschen Verkehrsflughäfen dauerhaft etabliert.
Während die Sonnenziele rund ums Mittelmeer von heimischen Urlaubern gebucht werden, nutzen viele Menschen die Flüge in die östlichen Länder auch zu Besuchen zu Freunden und Verwandten in der Heimat. So stehen auf der Hitliste der gefragtesten Reiseziele zudem Pristina und Bukarest, aber auch Antalya und das kroatische Zadar weit oben. Insgesamt sind pro Woche bis zu 235 Abflüge geplant. Auf dem Flugplan ganz oben stehen die albanische Hauptstadt Tirana und Mallorca, die oft mehrmals täglich angeflogen werden.
Zu den Hauptreisetagen zählt das Wochenende, nicht zuletzt, weil an diesen Tagen auch zahlreiche Charter-Verbindungen am Start sind. Immer samstags geht es etwa mit Freebird Airlines nach Antalya und mit Aegean Airlines nach Rhodos – beide fliegen im Auftrag des Ferienkonzerns TUI. SunExpress bietet zudem täglich Flüge in die türkische Ferienmetropole Antalya an.
Da es insbesondere aufgrund einer neuen Regelung für Flüge in den Non-Schengen-Raum bei der Abfertigung zu Wartezeiten kommen kann, empfehlen die Verantwortlichen, frühzeitig anzureisen. "Wer sich zwei bis drei Stunden Zeit gönnt, kann in Ruhe am Gate ankommen und vermeidet unnötigen Stress", erklärt Marcel Schütz. Vorab, so sein Tipp, sollte der Parkplatz online gebucht werden. Von Parkversuchen außerhalb des Flughafengeländes und insbesondere in Memmingerberg rät er dringend ab. "Das kann sehr teuer werden, denn in Zonen mit eingeschränktem Parkverbot wird auch abgeschleppt." Stressfrei sei zudem die Anreise mit Bahn, Flixbus und öffentlichem Nahverkehr. Die neue Strecke des Allgäu-Airport-Express, der seit Jahren mehrmals täglich zwischen München und dem Airport verkehrt, verbindet nun auch den Flughafen Stuttgart und Ulm mit dem Memminger Airport.