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Flughäfen in Deutschland mit stabilem Wachstum in volatilem Markt

 

21. Aug 2017 - 22:46 Uhr


Wirtschaft

Flughäfen in Deutschland mit stabilem Wachstum in volatilem Markt

Der Flug­ha­fen­ver­band ADV legte kürzlich seine Ver­kehrs­zah­len für das erste Halb­jahr 2017 vor. Von Januar bis Juni wur­den an den 22 inter­na­tio­na­len Verkehrsflug­hä­fen in Deutsch­land fast 110.000.000 Pas­sa­giere (ankommend und abfliegend) gezählt.


Im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum stieg das Flug­gast­auf­kom­men damit um 6,4 Pro­zent. Die Luft­fracht wächst im Wech­sel­spiel mit den guten wirt­schaft­li­chen Rah­men­be­din­gun­gen im Jah­res­ver­lauf mit 6,8 Pro­zent auf 2.367.201 Ton­nen außer­or­dent­lich gut. Der Luft­ver­kehrs­markt bleibt jedoch vola­til. Die Flug­hä­fen erfahren gerade ein sta­bi­les Wachs­tum, für das erste Halb­jahr gab es das in Zahlen seit sechs Jah­ren nicht mehr.


  • Trei­ber war im ers­ten Halb­jahr der Inter­kont­ver­kehr, der um neun Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jah­res­zeit­raum anstieg.
  • Der Euro­pa­ver­kehr ent­wi­ckelt sich mit einem Zuwachs von 7,1 Pro­zent erfreu­lich.
  • Der inner­deut­sche Ver­kehr liegt mit 2,4 Pro­zent eben­falls im Plus.

Der Inter­kont­ver­kehr weist auf­grund des deut­li­chen Aus­baus der tou­ris­ti­schen Ange­bote die höchste Wachs­tums­rate in den drei Markt­seg­men­ten auf. Der Angebots- und Preis­wett­be­werb der Air­lines beför­dert dabei die inter­na­tio­na­len Ver­kehre. Nur die Anbin­dung an die asia­ti­schen Wachs­tums­märkte erfüllt nicht die Erwar­tun­gen, da hier die Ver­kehrs­rechte fehlten, so der ADV. Wo sich Markt­kräfte ohne regu­la­to­ri­sche Hür­den libe­ral entfalten kön­nen, werde die Nach­frage dagegen sti­mu­liert wie etwa die Nord-Atlantik-Verbindungen. Im Euro­pa­ver­kehr pro­fi­tie­ren die Pas­sa­giere von den Ange­bots­aus­wei­tun­gen der Billigflieger.


Sommer 2017 – mehr Verbindungen


Die posi­tive Ver­kehrs­ent­wick­lung zeigt sich auch im Som­mer­flug­plan 2017. Privat- wie Geschäfts­rei­sende pro­fi­tie­ren von einer ver­bes­ser­ten Kon­nek­ti­vi­tät der Flug­hä­fen. Der Som­mer­flug­plan bie­tet ins­ge­samt 145 neue euro­päi­sche und 32 neue inter­kon­ti­nen­tale Ver­bin­dun­gen an. Die Zahl der Direkt­ver­bin­dun­gen von deut­schen Flug­hä­fen im aktu­el­len Som­mer­flug­plan 2017 stei­gen um 58.


Die inter­na­tio­na­len Ver­kehrs­flug­hä­fen sind Deutsch­lands Tore zur Welt. Im aktu­el­len Som­mer­flug­plan bie­ten aus­län­di­sche Air­lines 101 und deut­sche Flug­ge­sell­schaf­ten 76 neue Ver­bin­dun­gen an. Ein Ver­gleich der Som­mer­flug­pläne 2015/16 zu 2016/17 zeigt, dass 119 Ver­bin­dun­gen nicht wie­der­auf­ge­nom­men wur­den. 74 Ver­bin­dun­gen wur­den von deut­schen Air­lines aus dem Flug­plan genom­men und 45 von aus­län­di­schen Air­lines.


Trotz der posi­ti­ven Trend­ent­wick­lung spü­ren die deut­schen Flug­hä­fen die hohe Vola­ti­li­tät im Luft­ver­kehrs­markt. Manche kon­kur­rie­renden euro­päi­schen Luft­ver­kehrs­stand­orte legen im Inter­kon­ti­nen­tal­ver­kehr sogar zwei­stel­lig zu. Hem­mende Wir­kung der poli­ti­schen Rah­men­be­din­gun­gen in Deutsch­land, Air­lines auf Kon­so­li­die­rungs­kurs und die harte Kon­kur­renz im inter­na­tio­na­len Stand­ort­wett­be­werb ver­hin­derten aber insgesamt eine ver­gleich­bare Ver­kehrs­ent­wick­lung. Die Flughäfen erinnern daher an das Luft­ver­kehrs­kon­zept des Bun­des­ver­kehrs­mi­nis­te­ri­ums mit wich­tigen Vor­schlägen zur Stär­kung der deut­schen Luft­ver­kehrs­wirt­schaft als Vor­lage für die nächste Bun­des­re­gie­rung.


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