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Auch UFO und Lufthansa wollen nun Schlichtung

 

20. Mär 2017 - 18:29 Uhr


Wirtschaft

In der schwelenden Tarifauseinandersetzung zwischen der Unabhängigen Flugbegleiter Organisation (UFO) und den Low-Cost-Flugbetrieben des Lufthansa-Konzerns konnten die Beteiligten einen Durchbruch erringen. Beide Seiten einigten sich am heutigen Montag darauf, alle offenen Fragen bezüglich der Arbeits- und Vergütungsbedingungen für das Kabinenpersonal im Wege eines verbindlichen Schlichtungs- und Moderationsprozesses zu klären. Ein vergleichbares Vorgehen war zwischen UFO und Lufthansa bereits in der Vergangenheit gewählt worden und führte unter Matthias Platzeck, Ministerpräsident a.D. und ehemaliger SPD-Bundesvorsitzender, zu einem erfolgreichen Schlichtungsergebnis im Sommer 2016.


"Wir freuen uns, dass es nach langwierigen Diskussionen und den Streiks im Oktober letzten Jahres endlich gelungen ist, uns mit den Verantwortlichen der Unternehmensleitung auf ein verbindliches Verfahren zu einigen. Wesentliches Ziel des Prozesses war und ist es, in Zukunft ein Ausspielen der Mitarbeitergruppen untereinander und damit eine Abwärtsspirale bei den Arbeitsbedingungen zu verhindern", erklärt Sylvia De la Cruz, stellvertretende Vorstandsvorsitzende und Verhandlungsführerin der UFO.


Schlichter gesucht


Die Person des Schlichters im nun vereinbarten Verfahren steht noch nicht fest. "Wir werden in den kommenden Tagen die Gespräche mit möglichen Schlichtern abschließen und dann bekanntgeben können, wer uns bei dieser schwierigen Aufgabe unterstützen wird", so De la Cruz weiter.


Nachdem sich nun auch Lufthansa und die Konzerntarifkommission der VC auf eine Grundlage geeinigt haben, die auch die Piloten der Germanwings betrifft, die ebenfalls für Eurowings fliegen, sieht die UFO die Notwendigkeit, dieses Thema ebenfalls für die Kabine zu lösen. Der Lufthansa-Konzern setzt bei seinem Low-Cost-Ableger Eurowings auf eine so genannte Plattform-Strategie, bei der unter der einheitlichen Marke "Eurowings" zahlreiche Flugbetriebe mit teilweise erheblich voneinander abweichenden Beschäftigungskonditionen zum Einsatz kommen.


"Unser Ziel war es nie, dieses Konzept zu blockieren. Vielmehr fordern wir einen einheitlichen Standard an Arbeitsbedingungen für bestehende und zukünftige Kolleginnen und Kollegen und verlässliche Zukunftsaussichten für alle Mitarbeiter, die unter dem Namen Eurowings zum Erfolg dieser starken Zweitmarke beitragen sollen", so Nicoley Baublies, Vorsitzender der Industriegewerkschaft Luftverkehr.


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