airberlin beförderte innerhalb des weltweiten Streckennetzes im April 2.004.969 Fluggäste. Dabei legten die Passagiere 3,349 Milliarden Passagierkilometer (RPK) zurück. Der Sitzladefaktor belief sich im Monat April auf stabile 82,8 Prozent. Bei der Kapazitätsentwicklung hat airberlin bei einer fortlaufenden Kapazitätsanpassung 2,447 Millionen Sitze und 4,044 Milliarden Sitzplatzkilometer (ASK) angeboten. Das Geschäftsjahr 2016 und das erste Quartal 2017 stehen bei der Fluggesellschaft ganz im Zeichen der Umstellung auf das neue Geschäftsmodell. Strukturelle Probleme des alten Geschäftsmodells sowie hohe Restrukturierungskosten prägen die Berichtszeiträume.
| April 2017 | 2017 kumuliert | |
|---|---|---|
| Kapazität | 2.446.937 | 8.931.932 |
| Fluggäste | 2.004.969 | 6.803.391 |
| ASK in Mio. | 4.044 | 14.455 |
| RPK in Mio. | 3.349 | 11.734 |
| Auslastung in % | 82,8 | 81,2 |
Laut Dimitri Courtelis, CFO der airberlin, werde das erste Halbjahr 2017 wie auch 2016 durch die strukturellen Probleme der "alten airberlin" und den hohen Aufwand für den Umbau der Airline geprägt. Es sei ein Tal zu durchschreiten bei einem Umbau dieser Größenordnung, bevor die Verbesserungen spürbar werden.
CEO der airberlin Thomas Winkelmann: "Die unscharfe Marktposition, das stark saisonabhängige Streckennetz sowie die hohen operativen Kosten der alten airberlin haben zu diesen hochgradig unbefriedigenden Finanzergebnissen geführt. Im Herbst 2016 wurde die strategische Kehrtwende der Airline eingeleitet, ein wichtiger Schritt zum Umbau der airberlin. Ich bin angetreten, um aus dem defizitären Hybrid-Carrier eine fokussierte, kosteneffiziente Netzwerk-Airline zu gestalten. Das heißt auch, über die bestehende Strategie hinaus neue Möglichkeiten auszuloten."
| airberlin | Geschäftsjahr 2016 in € | Geschäftsjahr 2015 in € |
|---|---|---|
| Umsatz | 3,79 Milliarden | 4,08 Milliarden |
| EBIT | -667,1 Millionen | -307,0 Millionen |
| EBIT bereinigt | -332,2 Millionen | -215,4 Millionen |
| Restrukturierungskosten (Flottenharmonisierung, Personalrückstellungen, Consulting-Dienstleistungen) | 334,8 Millionen | 91,6 Millionen |
| Nettoergebnis | -781,9 Millionen | -446,6 Millionen |
| Sitzladefaktor | 84,3 Prozent | 84,2 Prozent |
Der Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2016 ist vor allem auf die Kapazitätsreduzierung in Höhe von vier Prozent sowie den Rückgang der Erlöse pro Passagier (Yield) um 3,8 Prozent zurückzuführen. Die Terrorgefahr im östlichen Mittelmeerraum führte zu Überkapazitäten und einem damit verbundenen Preisverfall in der Touristik. Diese Faktoren beeinflussten in 2016 das Geschäftsergebnis negativ. Entgegen dieser Entwicklung konnte airberlin durch die Erweiterung ihres Langstreckenangebotes Auslastungsrückgänge aus dem defizitären saisonabhängigen Tourismusgeschäft kompensieren. Durch die Einführung von Buy-on-Board, den XL-Seats sowie der European Business Class hat airberlin darüber hinaus die Zusatzerlöse an Bord um signifikante 20 Prozent in 2016 erhöht.
Infolge der notwendigen Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 334,8 Millionen Euro für den Übergang in die neue airberlin verschlechterte sich das EBIT auf -667,1 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2016 im Vergleich zum Vorjahr. Die Rückstellungen wurden vor allem für die Flottenharmonisierung auf Airbus sowie für Personal und Consulting-Dienstleistungen getätigt.
Hinzu kommen externe Faktoren wie der Streik der Bodendienstleister am Flughafen Berlin-Tegel sowie die operativen Einschränkungen durch den neuen Bodendienstleister, die zu Flugstreichungen und Kapazitätsreduzierungen führten.
Winkelmann: "Wir haben 2017 jede Menge Arbeit vor uns. Aufgrund der infrastrukturellen Grenzen in Berlin werden wir beim weiteren Ausbau unserer Langstrecke zunächst einen stärkeren Fokus auf Düsseldorf legen. Der Umbau der airberlin läuft. Wir werden uns nun in aller Konsequenz den nächsten Schritte für die Neuaufstellung der airberlin widmen."
Die strategische Kehrtwende für die neue airberlin wurde Ende 2016 eingeleitet. Seitdem hat die Airline drei wesentliche Fortschritte erzielt: