Nach einem umstrittenen Gesetzgebungsverfahren im Jahr 2013, in dem die Annahme durch das Europäische Parlament aufgrund von Bedenken hinsichtlich einer unzureichenden wissenschaftlichen Grundlage der Vorschriften nicht sicher war, treten am heutigen Donnerstag die neuen EU-Vorschriften zu Flugdienstzeiten für Flugbesatzungen in Kraft. Die neuen Regelungen zielen darauf ab, der Ermüdung von Flugbesetzungen zu begegnen, die eine Gefahr für die Flugsicherheit darstellt. Sie gehen allerdings noch darüber hinaus und verlangen auch die proaktive Einführung eines eigenen Risikomanagements in den Betrieben. Doch die Komplexität der Regeln, deren unterschiedliche Auslegung und nur langsame Fortschritte hin zu einem echten Risikomanagement für Ermüdung lassen vermuten, dass auch nach der Übergangszeit von zwei Jahren viele Betreiber und nationale Behörden für den Wechsel noch nicht bereit sein werden.
Die Wartung eines Flugzeugs wird üblicherweise gemäß Handbuch durchgeführt. Falls ein Instandhaltungsunternehmen jedoch über eine Zulassung nach den Bestimmungen Part 21/J verfügt, kann es unabhängig kleine Reparaturen zulassen – so genannte "Minor Repairs" – und das, ohne die entsprechende Luftfahrtbehörde hinzuziehen zu müssen. Die Lufthansa Technik AG hat jetzt von der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (European Aviation Safety Agency, EASA) die Erweiterung ihrer Zulassung als Entwicklungsbetrieb für den neuen Airbus A350 XWB erhalten. Nach den EASA-Bestimmungen Part 21/J (Design Organisation Approval) ist Lufthansa Technik damit jetzt autorisiert, Reparaturen und Änderungen in beschränktem Umfang in eigener Verantwortung zu entwickeln und zuzulassen.
Die Zwischenergebnisse der Universität Göttingen zum aerotoxischen Syndrom sind für die Unabhängige Flugbegleiter Organisation (UFO) ein weiterer wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Anerkennung einer Berufskrankheit. Bisher wurde insbesondere von der Luftfahrtindustrie und den Airlines ein Zusammenhang zwischen kontaminierter Kabinenluft und Krankheitssymptomen größtenteils abgestritten. Inzwischen liegen zahlreiche Fälle vor, in welchen fliegendes Personal durch sogenannte Fume Events bis hin zur Berufsunfähigkeit erkrankt ist. Damit komme eine neue Dynamik in dieses Thema, weil der Nachweis eines Zusammenhangs von Fume Events und Krankheitssymptomen endlich erbracht werde, so UFO.
So ein Frühstart ist erfreulich: Aufgrund der großen Nachfrage hob gestern Abend am Allgäu Airport erstmals eine Maschine der Fluggesellschaft Wizz Air nach Cluj-Napoca ab. Und das vor der Zeit. Ursprünglich sollte die dritte Rumänien-Strecke ab Memmingen erst am 28. März ihren Betrieb aufnehmen. In drei Wochen schon erfolgt der nächste Premierenflug – dann geht es täglich nach Moskau.
Mit der aktuellen Januar-Statistik will die irische Low-Cost Airline Ryanair bestätigen, dass sie Europas Fluglinie mit dem besten Kundenservice ist. Ryanair hat im Januar mehr als 7,5 Mio. Kunden befördert. Dabei waren 89 Prozent von insgesamt 45.000 Flügen pünktlich, und dies trotz Verspätungen durch französische Fluglotsen-Gewerkschaften und wetterbedingte Umleitungen, wie die Airline mitteilt. Ryanair will durch ein schrittweise expandierendes Routennetzwerk und weiteren Verbesserungen im Service im Rahmen des dritten Jahres des "Always Getting Better"-Programms auch beim Reiseerlebnis viel mehr bieten als nur die niedrigsten Preise in Europa.
Zum ersten Mal landete heute Nachmittag um 15:45 Uhr eine Boeing 737-800 der russischen Pobeda Airlines am Köln Bonn Airport. Die Aeroflot-Tochter verbindet den rheinischen Flughafen ab sofort täglich mit dem Moskauer Airport Wnukowo. "Es freut uns, dass sich Pobeda für ihre erste Deutschland-Verbindung den Köln Bonn Airport ausgesucht hat. Pobeda ist die einzige russische Low-Cost-Airline und passt somit hervorragend zu unserem Flughafen und unserer strategischen Ausrichtung", sagte Flughafenchef Michael Garvens, der im Beisein von Vladimir V. Sedykh, Generalkonsul der Russischen Föderation in Bonn, die Pobeda-Crew im Terminal in Empfang nahm.
Die German Aircraft Maintenance GmbH, ein behördlich zugelassener Instandhaltungsbetrieb, bietet am Paderborn-Lippstadt Airport künftig ein breiteres Angebot an Wartungs- und Instandhaltungsdiensten an. So können ab sofort neben alltäglichen Wartungsarbeiten zwischen den Flügen auch aufwändigere Flugzeugchecks durchgeführt werden.
Heute fand die offizielle Zeremonie des weltweit ersten Airbus A320neo von Lufthansa statt. Damit setzt Lufthansa modernste Flugzeugtechnologie an ihrem Heimatdrehkreuz Frankfurt ein und bietet den Passagieren einen weiteren Meilenstein in Sachen Qualität und Komfort.
Austrian Airlines hat heute wieder einen neuen Jet in der Flotte zum Linieneinsatz aufgenommen: Der zweite Embraer 195 der Austrian Airlines ist heute Morgen um 07:40 Uhr unter der Flugnummer OS 625 vom Flughafen Wien Schwechat zum Erstflug nach Warschau gestartet. Der Flug ist überpünktlich um 08:35 Uhr, und damit fünf Minuten vor der geplanten Zeit, an seinem Zielort gelandet. Der Jet mit der Registrierung OE-LWA ist das zweite von in Summe 17 Flugzeugen dieses Typs, die Austrian Airlines bis Ende 2017 einflotten wird. Der Embraer wird die 21 Fokker Flugzeuge schrittweise ersetzen. Der Embraer 195 punktet vor allem durch eine fortschrittliche Bauweise. So ist zum Beispiel die mit zwei Zweierreihen ausgestattete Kabine durch ihre ergonomische Bauweise besonders geräumig und bietet dem Passagier mehr Raumgefühl.
Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft hat auch im Jahr 2015 mit 99,5 Prozent Regularity einen Spitzenwert erreicht. Mit der Regularity-Kennzahl wird in der Luftfahrt gemessen, wie viele Flüge im Verhältnis zu den annullierten Flügen tatsächlich durchgeführt wurden. Betrachtet man den im Jahr 2015 allgemein von Streiks dominierten Luftfahrtsektor und konkrete Effekte im direkten Wettbewerbsumfeld, so konnten Fluggäste von airberlin mit einer hohen Zuverlässigkeit reisen. Damit verzeichnete Deutschlands zweitgrößte Fluggesellschaft im Branchenvergleich eine verhältnismäßig geringe Anzahl von Flugstreichungen.
Für Flugzeuge soll es erstmals Obergrenzen für die CO2-Emissionen geben. Die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) möchte hier weltweit geltende Grenzen festlegen. Die deutschen Flughäfen unterstützen diesen Vorschlag. Die Bemühungen für den Klimaschutz müssen auf internationaler Ebene ansetzen, so der Flughafenverband ADV. Wettbewerbsverzerrungen sind sonst unvermeidlich. Gleichzeitig wollen auch die deutschen Flughäfen ihrer Verantwortung zum Schutz von Mensch und Umwelt nachkommen. Auch in Zukunft werden die deutschen Flughäfen mit hohem Engagement an Lösungen zur CO2-Reduktion arbeiten.
Ryanair hat heute ihren bislang größten Winterflugplan für 2016/2017 ab Berlin-Schönefeld vorgestellt. Mit 13 neuen Routen nach Budapest, Fuerteventura, Gran Canaria, Lanzarote, Lissabon, Manchester, Rzeszów, Sevilla, Sofia, Thessaloniki, Timisoara, Toulouse und Vilnius sowie zwei neuen Winterverbindungen nach Malta und Pisa verdoppelt die Airline ihren Berlin-Betrieb.