Aerosieger.de
Das Luftfahrt-MAGAZIN
Samstag, 20. Juli 2019, 12:16 Uhr
Facebook

METAR/TAF

Airport Wetter

Flughafenkennung
4-stelliger ICAO-Code:

30 Jahre Rettungshubschrauber "Christoph 51"

 

07. Jun 2019 - 13:03 Uhr


Info und News

30 Jahre Rettungshubschrauber "Christoph 51"

Vor 30 Jahren nahm die DRF Luftrettung am Flughafen Stuttgart "Christoph 51" in Dienst. Die modern ausgestatteten Hubschrauber leisteten seither über 24.300 Einsätze und ist ein unverzichtbarer Bestandteil der notfallmedizinischen Versorgung in Baden-Württemberg.


Seit 2009 ist der Hubschrauber am Flugplatz Pattonville stationiert. "‘Christoph 51‘ ist der Intensivtransporthubschrauber in Baden-Württemberg, der tagsüber am häufigsten alarmiert wird, wenn schwer erkrankte oder verletzte Patienten von einer Klinik in eine andere transportiert werden müssen", unterstreicht Thomas Roth.Der Pilot und Stationsleiter der Station Stuttgart startet mit seinen Kollegen pro Jahr zu über 1.100 Einsätzen.


Die Station wurde am 09. Juni 1989 durch die DRF Luftrettung am Flughafen Stuttgart in Betrieb genommen. Der erste dort stationierte Hubschrauber war eine Bell 206-Long Ranger. Im Oktober 1989 wurde auf die Eurocopter BO 105 und im Dezember 1993 auf eine Eurocopter BK 117 umgestellt. "Christoph 51" ist seit dem 01. Oktober 2009 am Flugplatz Pattonville stationiert. Seit dem 25. August 2017 kommt ein Hubschrauber des Typs EC145 zum Einsatz.


Hubschrauber als letzte Überlebenschance


Für viele ihrer Patienten ist dabei der Flug an Bord von "Christoph 51" die letzte Überlebenschance. "Wir führen sehr viele medizinisch hoch anspruchsvolle Transporte durch, beispielsweise von frühgeborenen Kindern im Brutkasten, dem sogenannten Inkubator." so Roth. Aber auch die mobile Herz-Lungen-Maschine, die sogenannte ECMO (Extrakorporale Membranoxygenierung) kommt regelmäßig zum Einsatz. Mit ihr können Patienten, deren Herz oder Lunge versagen, unter Beibehaltung der intensivmedizinischen Therapie transportiert werden. Die Stuttgarter Station der DRF Luftrettung ist eine der wenigen Hubschrauberstationen in Deutschland, die das komplexe Verfahren durchführen.


Thomas Roth macht den Anspruch der Station deutlich: "Wir haben uns über die Jahre und in Kooperation mit dem Klinikum Ludwigsburg eine große Kompetenz und Erfahrung im Bereich der präklinischen Notfallmedizin und im Bereich Intensivtransport aufgebaut. Um dieses Wissen kontinuierlich zu erweitern und mit unseren Kolleginnen und Kollegen aus Rettungsdiensten, Leitstellen und Kliniken zu teilen, finden in Kooperation mit der Station Leonberg regelmäßig unsere Christoph-Tage statt. Denn nur mit dem Anspruch, immer besser zu werden, und Hand in Hand mit unseren Partnern erreichen wir unser wichtigstes Ziel, unsere Patienten optimal zu versorgen."


Rettungsflieger für Raum Stuttgart


Der Stuttgarter Hubschrauber der DRF Luftrettung ist täglich von 08:00 Uhr morgens bis Sonnenuntergang einsatzbereit. An Bord befinden sich Piloten, Notärzte und Notfallsanitäter. Neben schnellen Transporten von Intensivpatienten zwischen Kliniken wird der wie eine fliegende Intensivstation ausgestattete Hubschrauber bei Notfällen als schneller Notarztzubringer und für den Transport von Notfallpatienten in Kliniken eingesetzt. Für Notfalleinsätze wird er in die Landkreise Ludwigsburg, Rems-Murr, Heilbronn, Stuttgart, Schwäbisch Hall, Hohenlohe, Esslingen, Pforzheim, Ostalb, Calw, Göppingen, Reutlingen, Tübingen und Zollern-Alb alarmiert. Einsatzorte im Umkreis von 60 Kilometern kann er in maximal 15 Flugminuten erreichen.


Diesen Beitrag empfehlen

(D410-81_139)
Seite erstellt in 0.5239019 Sekunden.