OK
Hinweis: Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren
Aerosieger.de
Das Luftfahrt-MAGAZIN
Mittwoch, 21. Februar 2018, 08:17 Uhr
Facebook

METAR/TAF

Airport Wetter

Flughafenkennung
4-stelliger ICAO-Code:

Vorschau auf Besucher-Programm der ILA – Neuheiten vom Donnerstag

 

23. Mai 2014 - 00:24 Uhr


Info und News

Vorschau auf Besucher-Programm der ILA – Neuheiten vom Donnerstag

Mit Beginn des Publikumswochenendes werden die Flugvorführungen der diesjährigen ILA auf bis zu sieben Stunden täglich ausgeweitet. Zwei Staffeln (Breitling Jet-Team, Patrouille Suisse), die Fähigkeitsdarstellung "Willfire" der Bundeswehr.

Dazu drei Solo-Kampfjetvorführungen (u.a. Eurofighter, F-16, MiG 29, Gripen), Motorkunstflug, Segelflug und Vorführungen von Luftfahrtzeugen aus allen Epochen der Luftfahrtgeschichte werden am Himmel über Schönefeld zu sehen sein. Insgesamt 300 Fluggeräte werden am Boden präsentiert. Unter anderem werden die Riesen der Lüfte wie die A380 der Fluglinie Emirates und die Antonow An124 für das Publikum zu besichtigen sein. Erstmals gibt es in Halle 1 eine KidsCorner und eine GamesCorner mit vielen Unterhaltungsmöglichkeiten für die ganze Familie.

Gespräche mit Piloten oder selbst einmal im Cockpit den Steuerknüppel in die Hand zu nehmen, das ist nur auf der ILA möglich. Am Freitag und Sonnabend bietet das ILA CareerCenter (Halle 5) die ganze Bandbreite attraktiver Berufe in der Hightech Branche "Luft- und Raumfahrt". Und als besonderer Höhepunkt präsentiert die Raumfahrthalle (Halle 4) einzigartige Einblicke in die Tiefen des Alls und den Nutzen der Raumfahrt für die Menschheit. Der humanoide Roboter Toro begrüßt die Besucher persönlich.

Aerospace Jobbörse am Freitag

In der High-Tech-Industrie "Luft- und Raumfahrt" arbeiten hoch qualifizierte Facharbeiter, Ingenieure und Wissenschaftler. Die Suche nach geeigneten Nachwuchskräften und deren Aus- und Weiterbildung stellt einen wichtigen Aspekt bei der Stärkung der Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit dieser innovativen, internationalen Industriebranche dar. Vor diesem Hintergrund lädt die ILA 2014 alle interessierten Schüler, Studenten, Absolventen und Young-Professionals in das ILA CareerCenter in Halle 5 ein.

An zwei ILA-Tagen (Freitag, 23. und Samstag, 24.05.) informieren Arbeitgeber aus der zivilen und militärischen Luft- und Raumfahrtindustrie über Berufsbilder und vielfältige Berufschancen, die diese Zukunftstechnologie bietet. Das ILA CareerCenter ist die größte Jobbörse der Luft- und Raumfahrtindustrie in Deutschland. Aufgrund der starken Nachfrage in den vergangenen Jahren wird dieses erfolgreiche Veranstaltungssegment bereits zum vierten Mal mit Messeständen, Konferenzen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Workshops angeboten.

Verteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen auf der ILA

Am gestrigen Mittwoch besuchte die Bundesverteidigungsministerin Dr. Ursula von der Leyen die Internationale Luft- und Raumfahrtausstellung 2014. Erneut ist die Bundeswehr wichtiger ILA-Aussteller mit Luftfahrtzeugen und Exponaten. Auf einem über 10.000 Quadratmeter großen Freigelände gibt die Bundeswehr aktuelle Informationen über die Streitkräfte und zeigt ein umfangreiches Produktdisplay.

Dazu zählen fünf Kampfflugzeuge (Eurofighter, Tornados), drei Flächenflugzeuge, neun Hubschrauber, ein bodengebundenes System zur Luftverteidigung (Patriot), vier Drohnen (Aufklärungssysteme des Heeres sowie der Streitkräftebasis) und ein Lazarett-Modul. Im Rahmen ihres Rundgangs auf dem Berlin ExpoCenter hat die Bundesministerin auch verschiedene andere Aussteller besucht und sich vor Ort ein Bild von ihren Produkten gemacht.

Flugzeugsitze und Bordküchen: Flugzeugbau aus der Türkei

Die beiden Boeing 737-800 von Turkish Airlines, die an den Fachbesuchertagen im Rahmen der Präsentation des Partnerlandes Türkei auf der ILA 2014 gezeigt werden, verdeutlichen die kontinuierlich wachsende Leistungsfähigkeit der türkischen Luftfahrtindustrie. Eine der beiden Maschinen ist mit neuen, komplett in der Türkei produzierten Sitzen von Turkish Seats Industries ausgestattet, einem Joint-Venture von Turkish Airlines, deren Maintenance-Tochter Turkish Technic und dem Sitzhersteller Assan Hanil.

Mit den neuen Sitzen wird zunächst die gesamte Boeing 737-Flotte der Fluggesellschaft ausgestattet, später sollen auch die Jets der Airbus A320-Familie folgen. Im zweiten Flugzeug befinden sich Bordküchen, die von Turkish Cabin Interiors (TCI) – einem Gemeinschaftsunternehmen von Turkish Airlines, Turkish Technics und Turkish Aerospace Industries – gebaut wurden. Beide Produkte gelten als Zwischenschritte für den ehrgeizigen Plan von Turkish Airlines, bis zum 100. Geburtstag der türkischen Republik im Jahr 2023 eine rein türkische Flugzeugproduktion aufzubauen. Ort: Halle 6.

Lufthansa-Boeing 747-8 erhielt den Namen "Niedersachsen"

Die elfte und neueste Boeing 747-8 der Lufthansa kam am Donnerstag zu einem Kurzbesuch auf die ILA 2014, um hier von Ministerpräsident Stephan Weil auf den Namen "Niedersachsen" getauft zu werden. Sie gehört zur vierten Generation der Jumbo-Jets seit 1973, die in aller Welt für das Bundesland wirbt. Die Boeing repräsentiere Niedersachsen als einen von der Mobilitäts- und insbesondere der Luftverkehrswirtschaft geprägten Standort, betonte Weil und verwies auf das CFK-Valley in Stade sowie den Forschungsflughafen Braunschweig.

Lufthansa-Vorstandschef Carsten Spohr bezeichnete die Maschine "D-ABYN" mit dem Kennzeichen "Yankee November" als "Teil unseres Schlüsselprojektes, eines umfangreichen Flottenerneuerungsprogramms bis 2025, das den Fluggästen höchsten Flugkomfort bietet und zugleich den Anspruch der Lufthansa als führende Airline Europas unterstreichen wird." Allein im vergangenen Jahr habe der Konzern 168 Jets im Gesamtwert von rund 22 Milliarden Euro (Listenpreis) bestellt. Die neue "Niedersachsen" kam aus Hongkong, bevor sie von Frankfurt nach Berlin-Schönefeld flog. Nach ihrer Rückkehr zum Flughafen Frankfurt startete sie zu ihrem nächsten Linienflug Richtung Sao Paulo.

Kerosin aus Wasser, CO2 und Sonnenenergie

Eine internationale Forschergruppe hat im Projekt SOLAR-JET zum weltweit ersten Mal Flugzeugtreibstoff aus Sonnenlicht, Wasser und CO2 hergestellt. Im Gegensatz zu herkömmlichem Kerosin, das aus Erdöl hergestellt wird, basiert der alternative Treibstoff auf fast unbegrenzt zur Verfügung stehenden Ressourcen und kann so in Zukunft einen entscheidenden Beitrag zur Nachhaltigkeit des Luftverkehrs leisten. Zu den Projektpartnern zählt unter anderem das DLR. Die bayerische Staatsministerin für Wirtschaft, Medien, Energie und Technologie, Ilse Aigner, wird am 22. Mai 2014 (10:10 Uhr) das DLR besuchen und sich den von der ETH-Zürich entwickelten Solarreaktor anschauen, der auf der ILA 2014 am DLR-Stand erstmals ausgestellt wird. Ort: Halle 4, Stand: 4301.

Neuversion der Sikorsky CH-53K: Kohlefaser und "Glascockpit"

Der CH-53K "King Stallion" von Sikorsky ist ein neuer schwerer Transporthubschrauber, der zunächst in größerer Stückzahl für das United States Marine Corps gebaut werden soll und kaum etwas mit den Vorgängermodellen der Baureihe CH-53 zu tun hat. Laut Ken Best, Director USMC Programs bei der Sikorsky Aircraft Corporation, handelt es sich um eine Neukonstruktion.

Anlässlich eines Briefings auf der ILA 2014 nannte Best den breiteren Rumpf, die großzügige Anwendung von Kohlefaser-Verbundwerkstoffen, neue Triebwerke GE38-1B von General Electric, eine neues so genanntes "Glascockpit" mit einem Sidestick statt des herkömmlichen zentralen Steuerknüppels als wichtige Merkmale. Derzeit seien insgesamt acht Maschinen für das Testprogramm mit mehr als 1.500 geplanten Flugstunden und weitere Evaluierungsmaßnahmen bestellt.

Der erste Prototyp soll sich noch vor Jahresende erstmals in die Luft erheben. "Wir sind mit zahlreichen potentiellen Kunden im Ausland im Gespräch", erwiderter Best auf die Frage zu den Chancen des CH-53K auf dem internationalen Markt. Auch bei der Bundeswehr werden die älteren CH-53G bereits seit Mitte der Siebziger Jahre eingesetzt. Ort: Halle 6, Stand 6207d.

Fahrwerk der Bombardier CSeries von Liebherr Aerospace

Liebherr Aerospace zeigt auf der ILA 2014 unter anderem das Bug- und Hauptfahrwerk für die neuen CSeries-Regionaljets des kanadischen Herstellers Bombardier. Ferner werden Flugsteuerungs- und Betätigungssysteme sowie Komponenten für Hubschrauber und Regionalverkehrsflugzeuge gezeigt

Der Produktbereich Luftmanagementsysteme stellt ein Luftbefeuchtungssystem vor, das in verschiedenen Flugzeugen zum Einsatz kommt. Als führender Zulieferer der Luftfahrtindustrie beschäftigt die Liebherr-Sparte Aerospace rund 4.900 Mitarbeiter an vier Produktionsstätten, darunter eine im deutschen Lindenberg. Ort: Halle 2, Stand 2201.

Airborne Technologies mit Sensortechnik für die Polizei

Das Unternehmen Airborne Technologies aus Wiener Neustadt verbindet und optimiert Fachwissen aus der Luftfahrt sowie der Datenerfassung und –verarbeitung. Mit einer eigenen Flugzeugflotte können Aufgaben der Fernerkundung übernommen werden. Die gesammelte Erfahrung versetzt Airborne Technologies in die Lage, Beratung und umfängliche Flugzeug- und Sensorlösungen anzubieten.

Auf der ILA 2014 gab die Firma eine gewonnene Ausschreibung des Bundeslandes Mecklenburg-Vorpommern bekannt. Bereits im Dezember 2014 soll dazu ein komplettes elektro-optisches System mit Arbeitsstation für den alternativen Einsatz in zwei EC135-Hubschraubern der Polizei geliefert werden. Neueste Entwicklung im Produktportfolio ist ein so genanntes S.C.A.R.-Pod (Self Contained Aerial Reconnaissance Pod), das vollständig drahtlos und autark eingesetzt werden kann. Es ist am Stand von Airborne Technologies ausgestellt. Ort: Halle 3, Stand 3313.

Diehl-Gruppe: Portfolio und Vertragsabschluss

"Unser Umsatz hat sich in den letzten sechs Jahren verfünffacht", sagte auf der ILA 2014 Rainer von Borstel, CEO von Diehl Aero Systems. "Davon ist eine Hälfte durch Zukäufe entstanden, die andere durch Wachstum." Auf der ILA zeigt die Unternehmensgruppe ihr gesamtes Portfolio, darunter Avionik sowie Elektronik und Ausstattung für Kabinen von Passagierflugzeugen.

Besonders stolz ist man auf den renommierten "Chrystal Cabin Award", den Diehl in diesem Jahr für das Konzept DACAPO, einer Glycol-Brennstoffzelle zur Stromerzeugung in Flugzeugkabinen, zugesprochen bekam. Diehl hat mit "Diehl Defence" auch eine militärische Produktpalette. So konnte auf der ILA ein exklusives Kooperationsabkommen mit dem israelischen Hersteller Elbit Systems für die Ausstattung der deutschen Airbus-Militärtransporter vom Typ A400M mit einem neuen 360-Grad-Selbstverteidigungssystem unterzeichnet werden, das besonders vor Angriffen bei Tiefflug schützen soll. Ort: Halle 2, Stand 2320a.

Ruag: Mehr Präsenz in Deutschland

Der Schweizer Ruag-Konzern präsentiert auf der ILA die von ihm wiederbelebte, neue Generation des Regionalverkehrsflugzeugs Dornier Do 228. Ferner stellt man sich als Partner beim Bau von Rumpfsektionen verschiedener Flugzeugtypen von Airbus und Bombardier vor. Den deutschen Markt bezeichnet das Unternehmen, das hier über fünf Standorte mit insgesamt rund 2.300 Mitarbeitern verfügt, als wichtiges Standbein.

Als strategischer Partner arbeitet Ruag im militärischen Bereich auch eng mit der Bundeswehr zusammen und zählt im Raumfahrtsektor zu den führenden europäischen Zulieferern der ESA. "Die Ruag blickt auf eine lange und erfolgreiche Tradition des Wachstums in Deutschland zurück", sagte CEO Urs Breitmeier. "Für die Zukunft möchten wir unsere Präsenz stärken und weitere Chancen in allen Bereichen nutzen." Ort: Halle 2, Stand 2311.

Rettungssystem "Elektronischer Fallschirm" für Business Jets

Gemeinsam mit Partnern aus Industrie und Forschung entwickelt der österreichische Flugzeughersteller Diamond Aircraft derzeit ein neuartiges Sicherheitssystem für kleinere Verkehrsflugzeuge bis 19 Sitze. "Wir nennen es ,elektronischen Fallschirm‘", sagt Firmeninhaber Christian Dries auf der ILA 2014. "Dadurch könnten künftig kleinere Verkehrsflugzeuge von nur noch einem Piloten geflogen und die Betriebskosten gesenkt werden."

Das System basiert auf der so genannten "Fly-by-Wire-Technologie", bei der Steuerimpulse auf elektronischem Weg an die Ruderflächen eines Flugzeugs übertragen werden. Sensoren im Cockpit registrieren die Aktivitäten des Piloten, geben im Notfall Alarm und könnten sogar die Steuerung komplett an einen Computer übergeben, der die Maschine dann sicher zu Boden bringt. Weitere Entwicklungsfelder bei Diamond sind moderne dieselelektrische Hybridantriebe, die auch beim Airbus-Projekt E-Fan 4.0 zum Einsatz kommen könnten. Ort: Chalets East 28-28.

Höhenaufklärer Grob G 520

Zwar hatte die G520 Egrett ihren Erstflug bereits 1987, aber noch immer ist das imposante Flugzeug mit mehr als 30 Metern Spannweite auf der Höhe der Zeit. Anfang der Neunziger kam es zu keinem Auftrag für die Bundeswehr-Höhenaufklärer, aber in den USA werden regelmäßig zwei Flugzeuge eingesetzt und in Australien leistete eine Maschine bis vor kurzem wertvolle Dienste als fliegende Forschungsstation.

Dieses Flugzeug hat Grob Aerospace kürzlich zurückgekauft, um es als Demonstrator für eine künftige wahlweise bemannt oder unbemannt fliegende Aufklärungsplattform einzusetzen. "Die Zeit ist reif für die G 520", sagte auf der ILA Karl Fürnrohr, bei Grob Aerospace Vice President Military Sales, und spielt damit auf die Fähigkeiten an, die die G 520 als kostengünstigen Träger für verschiedene Aufklärungsanforderungen des 21. Jahrhunderts prädestinieren. Mehr als 32 Stunden Flugzeit in bis zu 16.000 Metern Höhe sind bei unbemannten Missionen möglich, und dabei kann in zwölf Ladebuchten bis zu einer Tonne Ausrüstung befördert werden. Ort: Display S1 347.

Spezialisten für Sicherheitskonzept der Messebesucher

23 Feuerwehrfrauen und -männer und sieben Löschfahrzeugen der Bundeswehr stehen ständig in Bereitschaft, um im Ernstfall innerhalb von nur einer Minute die Brandbekämpfung an jedem Punkt der Startbahn aufnehmen zu können. Die Profis der Bundeswehrfeuerwehr sind Spezialisten für die Brandbekämpfung militärischer Flugzeuge. Zusammen mit den Kollegen der zivilen Flughafenfeuerwehr sichern sie die Flugvorführungen bei der ILA 2014 ab.

Das Sicherheitskonzept der ILA wird abgerundet durch die Zusammenarbeit mit der Polizei Brandenburg und der Bundespolizei. Mit modernster Technik und kürzesten Eingreifzeiten leisten sie einen wichtigen Beitrag für die Sicherheit der Besucher auf der ILA 2014.

Aquila zeigt neue A211 mit Turbo-Rotax 914

Der Flugzeughersteller Aquila Aviation by Excellence aus dem brandenburgischen Schönhagen ist mit einer Produktneuheit auf der ILA 2014 vertreten. Kurz nach Erhalt der US-Zulassung der zweisitzigen A211 durch die Luftfahrtbehörde (Federal Aviation Administration) Ende letzten Jahres stellt das Unternehmen auf der ILA eine Version mit neuem Antrieb vor.

In der Aquila A211 mit dem Zusatz "T" wird schon bald der turbogeladene Rotax-Motor 914 arbeiten. "Viele potentielle Kunden aus dem Ausland fliegen teilweise von hoch gelegenen Flugplätzen oder bei hohen Temperaturen. Für sie wird der Turbomotor die richtige Wahl sein", sagt Vertriebschef Martin Goerke. Die Formulierung im Futur ist begründet, denn noch ist das neue Modell nicht in der Luft gewesen. Dennoch wird eine Zulassung um den kommenden Jahreswechsel angestrebt. Gekauft werden kann die neue Aquila bereits. Eine weitere Neuheit soll bereits in absehbarer Zeit marktreif sein, wenn mit der A211 auch das Fliegen unter Instrumentenflugbedingungen ermöglicht wird. Ort: Display S2 640.

Supraleitende Materialien ersetzen schwere Kabel

Experten aus der Technologieregion Dresden stellen auf der ILA 2014 Potenziale und Anwendungsmöglichkeiten von supraleitenden Materialien für die Luft- und Raumfahrt vor. Vor allem auf den künftigen Einsatz elektrischer Antriebe in der Luftfahrt setzt Dr. Oliver de Haas, Geschäftsführer der auf Supraleiter-Technologie spezialisierten Evico GmbH, große Hoffnung: "Bei gleichem Querschnitt wie ein Kupferkabel kann ein supraleitendes Kabel mit dem 100fachen Strom belastet werden. Dies bringt großes Potential, um Gewicht einzusparen", sagte er anlässlich einer Pressekonferenz auf der ILA.

Starke Elektromotoren könnten künftig viel kleiner und vor allem leichter gebaut werden. Weitere Anwendungsbereiche sieht de Haas in der Speicherung mechanischer Energie in rotierenden Energiespeichern wie in Zentrifugen, wie sie auch beim Training von Piloten und Astronauten eingesetzt werden. Die beeindruckenden Möglichkeiten der Supraleiter-Technologie können am Evico-Messestand an mehreren Modellen studiert werden. Ort: Halle 3, Stand 3428.

Rundflüge über Berlin für ILA-Besucher

Besucher der ILA 2014 haben die Möglichkeit, ebenfalls in den Himmel abzuheben. Der Air Service Berlin von Commander Frank Hellberg startet vom Ausstellungsgelände mit seinem roten, "Eichhörnchen" genannten Hubschrauber zu kurzen Rundflügen. Dabei haben die Teilnehmer nicht nur einen einmaligen Überblick über das gesamte ILA-Areal, sondern können auch einen atemberaubenden Blick auf die Berliner Skyline werfen.

Die Flugdauer beträgt rund zehn Minuten vom An- bis zum Abschalten des Triebwerkes. Tickets zum Preis von 60 Euro werden direkt am Stand des Air Service Berlin auf der ILA verkauft.

Flughafen-Mängelliste 2014 der Vereinigung Cockpit

Die Pilotenvereinigung Cockpit (VC) hat auf der ILA 2014 ihre diesjährige Mängelliste der deutschen Flughäfen vorgestellt. Fünf Airports wurden mit einem Stern als mangelhaft bewertet, am schlechtesten schnitt mit 19 Mängelpunkten der Allgäu-Airport in Memmingen ab. Hier müssen die Flugzeuge mangels eines parallelen Taxiways auf der Start- und Landebahn wenden und zur Abstellposition rollen, was bereits beinahe zu einer Kollision geführt hat, sagte Martin Locher, VC-Vorstand für Berufspolitik.

Außerdem fehlt es an einer vollständigen Überroll-Sicherheitszone (RESA) am Pistenende und einer Mittellinienbefeuerung. Ausreichend Rollwege sind auch in Lübeck und Zweibrücken nicht vorhanden. In Friedrichshafen und Weeze (Niederrhein) sind RESA und Befeuerung aus Sicht der Gewerkschaft unzureichend. In fast allen genannten Fällen sind aber bereits Verbesserungen geplant. An zahlreichen anderen Flughäfen gab es geringfügige Mängel.

Völlig fehlerfrei sind der ILA-Flughafen Berlin-Schönefeld sowie Düsseldorf, Leipzig/Halle, München, Stuttgart und erstmals auch Bremen. Generell haben die Flughäfen in Deutschland einen hohen Sicherheitsstandard, betonte VC-Präsident Ilja Schulz. Alle entsprechen den Mindestanforderungen der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation ICAO, doch lege man bei der Bewertung auch deren zusätzliche Empfehlungen sowie die Forderungen des Weltpilotenverbandes IFALPA zugrunde. Ort: Halle 2, Stand 2105

Eintritt und Anfahrt zur ILA

Geöffnet ist die ILA 2014 an den Publikumstagen 23. bis 25. Mai täglich von 10:00 bis 18:00 Uhr. Die Tageskarte inklusive der Busshuttle-Verbindungen zum ILA-Gelände kostet 22 Euro, ermäßigte Karten für Schüler und Studenten 14 Euro, Kinder unter sechs Jahren haben freien Eintritt. Die Shuttlebusse können von den Besuchern auch dann genutzt werden, wenn sie die Eintrittskarten erst am ILA-Gelände kaufen. Die ILA 2014 ohne Anstehen: Eintrittskarten können online im Ticket-Shop bestellt und ausgedruckt werden.

Vom Bahnhof Schönefeld, U-Bahnhof Rudow sowie vom S-Bahnhof Schichauweg verkehren kostenlose Shuttlebusse direkt vor die ILA-Tore. Für die Anfahrt mit dem Pkw bietet der Besucherparkplatz P1 eine Kapazität von 10.000 Stellplätzen (kurzer Fußweg zum ILA-Gelände). Zusätzlich an den Publikumstagen stehen auf dem Parkplatz P3 mit Anschlüssen von der A113, A117 und der B96a 6.000 Stellplätze (kostenloser Shuttlebus zum ILA-Gelände) zur Verfügung.

Fotogalerie

Diesen Beitrag empfehlen

(L6_2_139)
Seite erstellt in 0.3448172 Sekunden.